Transportmanagement-Software

Transparenz schafft mehr Bewegung

Kontrolle von Supply Chain Big Data. Schneller, immer schneller: In Zeiten zunehmenden Online-Handels ist das Ende der Lieferkette, die Zustellung, ein entscheidender Faktor. Mit den Daten der Lieferkette lässt sich lernen und optimieren.

Illustration: fotolia/fotodo

Eine größere Auswahl und niedrigere Preise – für den Endkonsumenten bietet die Globalisierung deutliche Vorteile. Für Unternehmen bedeutet das aber gleichzeitig, dass die Tage einer vertikal integrierten Lieferkette gezählt sind. Wer wettbewerbsfähig bleiben möchte, muss den Auslieferungsprozess anpassen und lernen, die Daten seiner Lieferkette zu sammeln, zu filtern und für sich zu nutzen – und das in einem dynamischen System aus Lieferanten, Partnern und Kunden. Durch die Komplexität der unterschiedlichen Lieferketten und Prozessbeteiligten – von Herstellern und Händlern über Spediteure und Logistikdienstleister bis hin zu Luft-, See-, Straßen- und Schienenfracht-Transportunternehmen – wird die Optimierung der Abläufe in diesem Ökosystem zur Herausforderung. Höhere Transparenz ist entscheidend.

Ohne ausreichende Informationen lassen sich keine fundierten Entscheidungen treffen. Durch eine umfassende Transparenz über das gesamte Lieferketten-Ökosystem hinweg erhalten Unternehmen einen vollständigen Überblick über die benötigten Daten. Aktuelle Informationen in Echtzeit lassen schnelle und flexible Entscheidungen zu. Transparenz ist nicht nur entscheidend, um Leistungskennzahlen (KPIs) zu erfüllen und Produktionspläne einzuhalten. Sie steigert auch die Flexibilität und eröffnet damit die Möglichkeit, einen Wettbewerbsvorsprung zu gewinnen. Eine aktuelle Studie bestätigt, dass 87 Prozent aller Supply-Chain-Manager eine durchgängige Transparenz und Koordination über ihre gesamte Lieferkette hinweg als zentrale Herausforderung betrachten. Kewill, tätig im Bereich multimodaler Transport-Management-Software, beschreibt in fünf Schritten, wie Unternehmen die Transparenz der Lieferkette erhöhen und die Vorteile von Big Data nutzen können, um die Lieferkette in Bewegung zu halten.

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Schritt 1: Datensilos abschaffen
Veraltete Paradigmen und Systeme zwingen oft zu festgefahrenen Denkweisen, durch die das große Ganze verborgen bleiben kann. Unternehmen sollten sich stattdessen neu orientieren und herausfinden, welche Lieferkettendaten für ihr Geschäft und ihre Kunden am wertvollsten sind. Technologie kann helfen, neue Arbeitsabläufe und moderne Geschäftsprozesse über die bestehende IT-Infrastruktur hinweg zu erstellen. So werden die Silos virtuell aufgebrochen, während getätigte Investitionen in IT-Infrastruktur weiterhin genutzt werden können.

Schritt 2: Zusammenarbeit für mehr Transparenz
Bei einer komplexen und globalen Supply Chain sind viele Unternehmen von Partnern abhängig, um das komplette Bild in Echtzeit abrufen zu können. Daher sind eine funktionierende Zusammenarbeit mit Handelspartnern sowie ein zuverlässiger Datenfluss essenziell. Um effizientere Mechanismen in diese Beziehungen zu implementieren, können Unternehmen beispielsweise bestehende Datenflüsse kritisch untersuchen, Ereignisse der Supply Chain zuordnen und sich enger mit Partnern abstimmen.

Schritt 3: Aufmerksam bleiben
Sind die Supply-Chain-Daten erst einmal im Fluss, können die Prozesse automatisiert werden. Automatisierte Benachrichtigungen können beispielsweise einen Überblick über wichtige Meilensteine entlang der Lieferkette geben. So können die Verantwortlichen alle Risiken im Blick behalten und Lieferungen nach dem Ausnahmeprinzip verwalten.

Schritt 4: Leistungsfähigkeit durch Self-Service
Einer der Kernaspekte für die Kontrolle über Supply Chain Big Data ist, dass die Anwender eigenständig und jederzeit auf Portale und Dashboards zugreifen können. Kunden und Partner sind zudem in der Lage, genau auf die Informationen zuzugreifen, die sie benötigen – und zwar zur rechten Zeit und ohne Verzögerungen. Diese so genannten Self-Service-Angebote steigern unmittelbar die Effizienz. Außerdem senken webbasierte Zugriffsmöglichkeiten die Kosten und eliminieren bei einem globalen Geschäft Hindernisse durch Zeitunterschiede.

Schritt 5: Von intelligenten Dashboards profitieren
Alle nötigen Informationen auf einen Blick zur Verfügung zu haben, ist ein wichtiger Faktor für den Erfolg. Berichte und Kalkulationstabellen in Papierform haben ausdient. Ist der automatisierte Datenfluss über die gesamte Lieferkette hinweg erst einmal etabliert, lassen sich visuelle Dashboards spielend leicht erstellen – aufgeteilt nach Geschäftsbereich, Kunde, Marke oder Nutzer. Echtzeitdiagramme und -grafiken veranschaulichen so den Status von Bestellungen, Sendungen und Warenfluss.

„Die globale Lieferkette weitet sich mehr und mehr aus und entwickelt sich immer weiter – und produziert so ständig wachsende Mengen an Daten. Das gestaltet Flexibilität und Transparenz schwieriger“, erläutert Evan Puzey, Chief Marketing Officer bei Kewill. „Die Visibility-Lösungen von Kewill nutzen Big Data durch die Schaffung einer 360-Grad-Sicht auf die Lieferkette sowie die Automatisierung von Benachrichtigung, Einschätzung, Handlung, Beratung und Analyse. Kunden sind so in der Lage, potenzielle Probleme zu identifizieren und proaktiv zu verhindern. Weiterhin können sie anhand der gewonnenen Erkenntnisse den Kundenservice verbessern, Risiken reduzieren und nicht zuletzt den Umsatz erhöhen.“

bw

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