On-Board-Kuriere für den Schnelltransport wichtiger Teile

Ersatzteile fliegen Erste Klasse

On-Board-Kuriere für den Schnelltransport wichtiger Teile. Wenn ein Versand per Post oder Luftfracht aus Termingründen nicht mehr in Frage kommt, springen On-Board-Kuriere ein. Das ist oft teuer, aber andere Wege kommen noch teurer.

On-Board-Kuriere springen ein, wenn es besonders schnell gehen muss. (Foto: Arcus-Air)

Fehlen essentielle Bauteile, um beispielsweise den Motor eines namhaften Automobilherstellers fertigstellen zu können, oder ist eine wichtige Produktionsmaschine am anderen Ende der Welt ausgefallen, so bleiben oft nur wenige Stunden, um größere Schäden oder Ausfälle in Millionenhöhe zu vermeiden. Zudem sind meist saftige Vertragsstrafen fällig, wenn etwa ein Auftrag nicht fristgerecht ausgeführt wird, was das entsprechende Unternehmen in große Schwierigkeiten bringen kann. Da aus Kostengründen heutzutage oft kein Produktionsmaterial mehr gelagert, sondern „just-in-time“ produziert wird, kommt es immer wieder zu Lieferengpässen. An dieser Stelle springen die sogenannten On-Board-Couriere (OBC) der Arcus-Air-Logistic ein, die essentiell wichtige Güter auf dem schnellsten Weg an Ort und Stelle transportieren.

Volle Straßen und kilometerlange Staus, sperrige Bauteile und Probleme beim Transport, lange Warteschlangen am Flughafen und pedantische Zollbeamte oder schlicht und einfach die Wetterverhältnisse: Mit solchen Situationen werden On-Board-Couriere bei ihrer Arbeit täglich konfrontiert. Erfahrung, Zuverlässigkeit, gute Kontakte und ein Plan B zeichnen dabei die Arcus-Air-Logistic aus, die für ihre Kunden seit mehr als 40 Jahren oft die Rettung in letzter Minute darstellt. Während beim Chartergeschäft ein Kunde ein ganzes Flugzeug für sich und seine Ware bucht und ihn dieses „alleine“ direkt zum Ort des Geschehens bringt, beruht das Prinzip des On-Board-Couriers auf den täglichen Linienflügen weltweit – und bietet somit eine preiswertere Alternative zum Frachtcharterflugzeug. „Gehen Anfragen bei uns ein, müssen wir zunächst herausfinden, was das eigentliche Problem des Kunden ist“, erläutert Gunther Ding, Produkt Manager OBC bei der Arcus-Air-Logistic, das Vorgehen. „Es muss geklärt werden, um welche Fracht es geht, wie groß und schwer diese ist, ob es sich dabei um Gefahrgut handelt, wo sie sich befindet und vor allem, wo sie zu welchem Zeitpunkt sein muss. Daraufhin entscheiden wir als Experten über das weitere Vorgehen, wie etwa die Wahl des geeigneten Flughafens, die schnellste Verbindung und beste Linie oder einen teilweise notwendigen Autotransport.“ Da Gefahrgut im aufgegebenen Gepäck nicht erlaubt ist, werden nach Überprüfung der UN-Nummer und der damit verbundenen Bestimmungen die Möglichkeiten eines Charterfluges geklärt und dem Kunden als Alternativlösung präsentiert.

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Sowohl kleine als auch große Pakete können mit einem OBC transportiert werden. Neben Durchschnittssendungen bis 100 Kilogramm lässt sich aber auch Fracht bis zu einer Tonne bewegen. „Sollten von Seiten der Fluggesellschaft Restriktionen vorliegen, dass nur ein bestimmtes Gewicht pro Person befördert werden darf, schicken wir auch zwei oder drei OBCs mit“, berichtet Ding. Flexibilität bei der Suche nach Lösungen ist ein wichtiges Element bei komplexen Anfragen. Schon zirka zehn Minuten nach Eingang der Kundenanfrage wird dieser zurückgerufen und erhält ein entsprechendes Angebot. Anschließend erfolgt unverzüglich die Umsetzung.

Kurier begleitet Paket den gesamten Transport über
Klassischerweise holt der beauftragte Kurier, der meist ein freier Mitarbeiter ist, die Ware dort ab, wo sie gelagert oder im Moment noch produziert wird, und fährt damit zum nächsten Flughafen. Dort nimmt er den vorgesehenen Linienflug und begleitet das Paket. „Da oft unter hohem Zeitdruck gebucht werden muss, kann es sein, dass nur noch ein Platz in der 1. Klasse verfügbar ist“, so Ding. „Das ist jedoch in der Regel immer noch preiswerter als ein Charterflug.“ Dem Auftraggeber ist meist besonders wichtig, immer zu wissen, wo sich seine Ware gerade befindet; dazu hält der Kurier stetig Kontakt mit dem Kunden. Da die Arcus-Air Group auch über eine private Fluggesellschaft verfügt, besteht im Notfall immer die Möglichkeit, doch auf einen Charter zurückzugreifen. Dort kann beispielsweise auch ein Ingenieur mit an Bord, der das Ersatzteil direkt begleitet. „Oberstes Ziel ist immer der termingebundene Transport des Pakets“, berichtet der Experte. „Dabei zählt die Schnelligkeit oft mehr als der Preis. Durch das Angebot zweier Produkte, Charterflug und On-Board-Courier, kann der Kunde bei fehlenden Plätzen auf Linienflügen, Problemen mit schlechtem Wetter oder anderen Unwägbarkeiten die für ihn beste Alternative selbst wählen.“ Auch bei Überbuchungen von Luftfrachten und der damit einhergehenden Gefahr, dass das eigene Paket zurückbleiben muss, hilft die Arcus-Air-Logistic etwa mit einem Rückgriff auf die eigenen Flugzeuge. „Die Kundenzufriedenheit steht immer an erster Stelle“, so Ding.

Oberstes Ziel ist immer, so schnell und so günstig wie möglich von A nach B zu kommen. Die Kunden des Troisdorfer Unternehmens, das im Qualitätsmanagement die betreffende ISO-Norm erfüllt, vertrauen auf Zuverlässigkeit, Fachkompetenz und Diskretion. Gerade in der Automobilbranche sei Geheimhaltung üblich. Mittels eines internen Qualitätsmanagements werden alle Prozesse stetig optimiert.

Zudem profitiert die Arcus-Air-Logistic, die 24/7 erreichbar ist und OBC weltweit anbietet, von ihrer langjährigen Erfahrung und den direkten Kontakten sowohl zu den Kunden als auch zu den Produzenten und Endabnehmern. Darunter fallen gleichermaßen große Hersteller wie kleine Zulieferer. Das ermöglicht es, auch in Sonderfällen eine passende Lösung zu finden. bw

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