Supply-Chain-Management-System

Die tägliche Herausforderung

Lieferkettenmanagement. Mit intelligentem Supply Chain Management zur effizienten Container-Logistik. Als Anbieter von Bodenbelägen, Heimtextilien und Holz ist auch W. & L. Jordan auf eine hocheffiziente Lieferkette angewiesen. Um im wachsenden Geschäft die Überseelogistik bestmöglich zu steuern und Lagerkosten am Hafen zu reduzieren, benötigte das Unternehmen ein optimiertes Supply Chain Management. Hermes Germany entwickelte eine maßgeschneiderte Lösung: Dreh- und Angelpunkt ist das zentrale System SCM zur lückenlosen Container- und Lieferantenverfolgung – und ein neues Zwischenlager im Hamburger Hafen.

Die Supply-Chain-Management-Plattform SCM verschafft maximale Transparenz: Kunden wissen zu jeder Zeit genau, wo sich ihre Ware gerade befindet.

Hermes setzt unter anderem den so genannten Hermes Scan ein – eine sorgfältige Supply-Chain-Analyse beim Kunden. Je nach Bedarf schnürt das Unternehmen im Anschluss ein individuelles Paket aus Zollberatung, branchenspezifischem Spezialequipment sowie IT-Tools zur Überwachung und Analyse der Lieferkette. Das SCM sorgt für eine lückenlose Sendungsverfolgung – der wichtigste Schritt zu Nachhaltigkeit in der Lagerlogistik.

Die wachsende Sortimentsvielfalt bei Jordan und die hohe Verfügbarkeit der Ware erfordert ein ausgeklügeltes und transparentes Supply Chain Management, was eine tägliche Herausforderung für ein international agierendes Unternehmen ist. Zu Stoßzeiten kam es bisher vor, dass die gelieferten Materialmengen die Lagerkapazitäten im Hauptlager überstiegen – mit der Folge von Personal- und Lagerflächenengpässen. Da die auf dem Schiffsweg – meist aus Übersee – gelieferte Ware aufgrund der Mengensteigerung nicht effizient entladen werden konnte, verblieben die gefüllten Container teils über die disponierte Zeit hinaus im Hafen – ein immenser Kostenfaktor (Demurrage) für das Unternehmen. Aufgrund der höheren Hafen-Standzeiten konnten auch die Container nur mit Verspätung am Terminal zurückgegeben werden, was wiederum Gebühren für die überzogene Containermietzeit (Detention) zur Folge hatte.

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Die Ursachen für diese wirtschaftliche Belastung zu analysieren und aufzulösen, war Aufgabe der Logistik-Experten von Hermes. Zunächst wurde die Ist-Situation bei Jordan im Rahmen des Hermes Scans ermittelt. Hiermit ist es möglich, systematisch alle möglichen Risiken, aber auch Verbesserungspotenziale beim Kunden aufzudecken und daraus Handlungsempfehlungen abzuleiten. Schnell stieß Hermes auf die zeitweise Überlastung des Hauptlagers von Jordan. Um diese Situation zu ändern, benötigten die operativen Mitarbeiter eine größere Informationsdichte sowie einen zentralen Zugriff auf Lieferantendaten. Bei Jordan wurden diese Daten zuvor dezentral gepflegt. Doch das wachsende Geschäft erforderte eine angepasste Lieferantenplanung. Es galt, Informationen über Lieferfristen und deren Einhaltung sowie die Verschiffungstermine für alle Mitarbeiter sichtbar zu machen. Das Ziel: die Ankunft der Container beziehungsweise der Ware früher als zuvor erfahren und die Lager- und Personalkapazitäten entsprechend koordinieren.

Hermes schlug einen Zwei-Schritte-Plan vor. Zunächst galt es, umgehend ein Pufferlager im Hamburger Hafen einzurichten, das in Stoßzeiten die Engpässe bei der Lagerung effektiv abfedern sollte. Vorab hatte Hermes die aktuellen Kosten für Stand- und Lagerzeiten der Container berechnet und den Kosten für ein Zwischenlager gegenübergestellt. Das Ergebnis: Ein Zwischenlager würde sich bereits nach wenigen Tagen rechnen. Insofern wurde das Pufferlager zum zentralen Baustein in der Optimierung der Lieferkette. Hinzu kam die Nutzung von Jordan-eigenen Trailern für die Zulieferung aus dem Pufferlager an das Hauptlager sowie für die Rücklieferung der leeren Container zurück zum Terminal. Somit ließen sich zusätzliche Leerfahrten reduzieren.

Im zweiten Schritt nahm Hermes die Visualisierung der Containertransporte vor – die Voraussetzung, um die Ware entlang der Lieferkette lückenlos verfolgen und koordinieren zu können. Für die Rückverfolgung sowie die aktive Steuerung der Container empfahl Hermes, das bis dato genutzte dezentrale System durch das zentral pflegbare Supply-Chain-Management-System SCM von Hermes zu ersetzen. Das SCM lässt sich von allen berechtigten Parteien jederzeit und weltweit nutzen und ermöglicht eine umfassende Lieferantensteuerung. Status-Updates können ebenso vorgenommen werden wie Lieferantenbuchungen, Zahlungserinnerungen oder laufende Systemanpassungen etwa bei veränderten Standorten.

Hermes setzte das SCM exakt nach den Anforderungen von Jordan auf und erstellte Zugangsberechtigungen für die autorisierten Mitarbeiter, Abteilungen und Lieferanten und übertrug die aktuellen Daten von Jordan in das neue System. Es folgte eine Schulung aller Beteiligten. Die Steuerung durch das SCM ermöglicht es den Mitarbeitern, direkt im System selbst festzulegen, ob Container im Pufferlager am Hamburger Hafen zwischengelagert oder direkt an das Zentrallager gesteuert werden – auch wenn die Container bereits auf See sind. Auch die Entnahme von Containern aus dem Pufferlager ist über das SCM steuerbar, ebenso wie das Ordermanagement der Aufträge beispielsweise in China. So lassen sich etwa Lieferverzögerungen frühzeitig erkennen, Zulaufmengen besser planen und Abrechnungsprozesse klar visualisieren. pb

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