Digitalisierung in der Logistik hinkt hinterher

Noch fehlt der Mut

Die Digitalisierung ist in der Logistikbranche angekommen. Allerdings fehlt es an Investitionsbereitschaft für IT-Infrastrukturen in der Branche.

In der Logistik-Branche blüht die Digitalisierung noch arg im Verborgenen, stellte die Software AG (Bild) fest. (Foto: Software AG)

Das ist das Ergebnis einer Umfrage der Software AG unter 225 Logistik-Führungskräften, Experten und Unternehmensgründern auf dem 33. Deutschen Logistik-Kongress in Berlin. Unter dem Motto „Wandel gestalten“ fand vom 19. bis 21. Oktober das Branchentreffen mit dem Schwerpunktthema „Integration von IT-Infrastrukturen und Logistik“ statt. Dabei standen die Trends Digitalisierung und Automatisierung im Mittelpunkt der zahlreichen Vorträge und Diskussionsrunden auf dem Kongress.

Die Digitalisierung ist zwar nach Meinung von 57 Prozent der Befragten in der Logistik-Branche angekommen. Gleichzeitig finden jedoch 95 Prozent der teilnehmenden Führungskräfte, dass Logistikunternehmen stärker in die Digitalisierung investieren sollten. Dabei verspricht sich die Mehrheit der Experten und Führungskräfte der Branche von der Digitalisierung durchaus Chancen wie erhöhte Transparenz im Liefernetzwerk (81 Prozent), Effizientere Planung von Lieferrouten (65 Prozent), Flexiblere Reaktionen auf unerwartete Ereignisse (64 Prozent) und verbesserter Lieferservice (60 Prozent).

„Die Umfrageergebnisse zeigen, dass noch viel getan werden muss, um die Chancen der Digitalisierung für die Logistik richtig zu nutzen“, so Werner Rieche, Geschäftsführer der Software AG. „Gerade die mangelnde Investitionsbereitschaft in der Branche macht deutlich, dass viele Unternehmen noch nicht den nötigen Mut aufweisen, um den Wandel in ihrem Unternehmen zu gestalten. Dabei birgt das die Gefahr, von Konkurrenten überholt zu werden, die die Chancen erkannt haben und auch vollumfänglich wahrnehmen“.

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Die Hürden

Als mögliche Hürden für die vollkommene Einbindung von Digitalisierungsstrategien in Logistik-Unternehmen sehen die Mehrheit der Befragten die zögerliche Investitionsbereitschaft (68 Prozent), keine klaren Strategien oder Geschäftsmodelle (50 Prozent) sowie Mangel an Spezialisten (46 Prozent), die die Digitalisierung vorantreiben. Als Initiativen für die nahe Zukunft plant die Mehrheit der Befragten die Optimierung des IT-Portfolios (39 Prozent), verbesserter Informationsaustausch mit Geschäftspartnern (39 Prozent) sowie Verbesserung der Entscheidungsfindung (32 Prozent).

Die Software AG hat auf dem Kongress anhand eines Showcases gezeigt, wie die Digitalisierung Logistikunternehmen einen Informationsvorsprung verschaffen kann und sich Logistik-Aktivitäten effizienter verwalten lassen. Die Echtzeitanalyse von Daten aus Umgebungssensoren, Verkehrs-Feeds sowie Telematik-Systemen bilden dabei die Grundlage für tiefe Einblicke innerhalb der Lieferkette. Mit diesem Wissen können Logistikunternehmen besser und schneller Entscheidungen treffen. bw

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