Toleranzhülsen in Anwendung

Hoch steigen, sanft fallen

Auf der Motek zeigt Dr. Tretter vielseitig einsetzbare Toleranzhülsen. Zu sehen sind sie in einer besonderen Anwendung: als Falldämpfer in Absturzsicherungssystemen, die bei einem Sturz den Ruck auf den Menschen abmildern.

Die Toleranzhülsen sind als Falldämpfer in Sicherungen verbaut, die bei einem Sturz den Ruck auf den Menschen abmildern. © Dr. Tretter

Vor allem Industriekletterer, aber auch Dachdecker oder Netzmonteure verrichten ihre Arbeit in der Regel in Höhen, von denen sie unbedingt wieder sicher zurück auf festen Boden kommen wollen. Dafür legen sie sich Systeme aus Seil, Karabiner und Geschirr an. Zwischen Seil und Geschirr kommt ein sogenannter Falldämpfer zum Einsatz, um im Falle eines Absturzes den Ruck auf den Körper des Anwenders deutlich abzuschwächen. Im Prinzip ist dieser wie ein Automatikgurt aufgebaut: Ab einer bestimmten Auszugsgeschwindigkeit des Gurtes wird die Gurtrolle blockiert.

Ein Toleranzring ist eine geschlitzte Blechhülse aus Federbandstahl, in die Sicken wie Wellenberge eingeprägt sind. © Dr. Tretter

Diesen Falldämpfer zeigt Dr. Tretter auf der Motek. Die Besonderheit darin ist eine Toleranzhülse, auch Toleranzring genannt, die im Spalt zwischen Gurtrolle und Bremse verbaut ist. Ein Toleranzring ist eine geschlitzte Blechhülse aus Federbandstahl, in die Sicken wie Wellenberge eingeprägt sind. Diese sind über den gesamten Umfang verteilt und wirken wie viele kleine Druckfedern. Durch einen vorgespannten Einbau wird so eine reibschlüssige Verbindung zwischen Welle und Nabe erzeugt. Die Toleranzhülse im Falldämpfer ermöglicht bei einem Absturz ein kontrolliertes Durchrutschen zwischen Gurtrolle und Bremse. Sie wirkt dabei wie eine Rutschkupplung als Überlastungsschutz. Der Vorteil ist: Im Falle eines Absturzes muss nur die Toleranzhülse samt Anschlussteilen ausgetauscht werden. Das Seil lässt sich wiederverwenden.

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In Stuttgart zeigt Dr. Tretter zudem seine Kugelgewindetriebe. Diese setzen sich aus einer Spindel, einer Mutter mit den Kugeln und der Lagerung zusammen. Mit einem hohen Wirkungsgrad wandeln sie die Rotation eines Motors in eine lineare Bewegung um. Deshalb werden diese Komponenten als Antriebselemente für alle Arten von Linearführungen eingesetzt. Neu ist das Stahlgehäuse für Kugelgewindemuttern nach DIN (Form B). Dieses dient als Verbindungselement zwischen Antrieb und Führung. Der Anwender kann den Kugelgewindetrieb damit einfach und passgenau montieren. as

Halle 6, Stand 6106

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