Energieführungen

Sicher durch Führung

Flexible Energiesysteme erleichtern die zuverlässige Automation. Voraussetzung für den erfolgreichen Roboter-Einsatz ist eine perfekte Integration in bestehende Fertigungsanlagen – eine Aufgabe, die die Kuk-Automation seit vielen Jahren für ihre Kunden übernimmt. Dabei setzen die Automatisierungsexperten Robotrax-Energieführungssysteme.

Die Robotrax-Energieführungskette bildet zusammen mit den Schnellspannhaltern, der Führungshalterung, dem Anschlagschutz Protector sowie der Pull-Back-Unit ein System. (Foto: Tsubaki Kabelschlepp)

„Kuk unterstützt Anwender branchenübergreifend bei der Inbetriebnahme und Einrichtung von Robotersystemen“, erläutert Dipl.-Ing. André Röttger, Geschäftsführer von Kuk-Automation. Das Unternehmen wurde 1990 als Elektrobetrieb gegründet und hat sich seitdem kontinuierlich weiterentwickelt. „Heute sind wir auf komplexe Aufgaben der Automatisierungstechnik spezialisiert, die Robotik ist ein Teilbereich davon.“ Im Bereich der Robotik übernimmt KUK die Planung, Konstruktion und Fertigung von Roboterzellen für Handling, Vereinzelung und Montage. Dabei werden Roboter der Hersteller ABB, Kuka, Mitsubishi und Fanuc eingesetzt. Zu den Leistungen zählen konkret Projektengineering, Schaltanlagenbau, Anlageninstallation und Softwareerstellung.

Robuste Energieführung mit hoher Lebensdauer
Für die maximale Bewegungsfreiheit der Kuk-Industrieroboter sorgen Robotrax-Energieführungen von Tsubaki Kabelschlepp. „Wir verwenden ausschließlich diese speziellen Ketten“, sagt Röttger. „Schließlich sind intakte Leitungen die Voraussetzung für den unterbrechungsfreien Betrieb von Robotern.“ Dass dies nicht bei allen vergleichbaren Produkten auf dem Markt der Fall ist, hatte Kuk vorab feststellen müssen: Produktionsunterbrechungen und erhöhte Betriebskosten waren die Folge.

Anzeige
Für maximale Bewegungsfreiheit der KUKA-Industrieroboter sorgen die Energieführungen. (Foto: Tsubaki Kabelschlepp)

„Das Robotrax-System besteht aus der Energieführungskette und speziellem Zubehör“, schildert Werner Eul, Product Manager Cable Carrier Systems bei Kabelschlepp. „Damit können wir die Herausforderungen meistern, die sich in diesem speziellen Einsatzbereich mit 3D-Bewegungen ergeben.“ Die Energieführungskette selbst ist speziell für den Einsatz in Industrierobotern konzipiert. Sie besteht aus einzelnen Kunststoffgliedern mit an beiden Seiten angebrachten kugelförmigen Gelenkverbindungen, die die dreidimensionalen Schwenk- und Drehbewegungen der Maschinen unterstützen. Die Kraftübertragung erfolgt nicht nur über die Kugelgelenke, sondern auch über ein Stahlseil in der Mitte der Kette und ist daher für extrem hohe Zugkräfte und Beschleunigungen geeignet. Die Befestigung der Kette am Roboter erfolgt mit Schnellspannhaltern. Sie passen an jedes Kettenglied und lassen sich an den Bewegungsablauf der Maschine individuell anpassen. Kuk nutzt zudem die Pull-Back-Unit. Dabei handelt es sich um einen aktiven Rückholmechanismus, der zusätzlich für eine Verlängerung der Lebensdauer sowie eine Verringerung von Ausfallzeiten sorgt. Die Vorrichtung hält die Energieführung auf Spannung, verhindert ein unerwünschtes Anschlagen der Kette an den Roboter und schützt so die darin verlegten Leitungen. Eine weitere Komponente ist der Anschlagschutz Protector, der für alle Baugrößen erhältlich ist. Dieser schützt bei schnellen Bewegungsabläufen und großen Arbeitsräumen vor harten Schlägen, übermäßigem Abrieb und vorzeitigem Verschleiß. Er dient gleichzeitig als Begrenzung des kleinsten Krümmungsradius.

Zusammenarbeit bei Entwicklungsprojekten
Auf Basis der guten Erfahrungen hat sich die Zusammenarbeit von Kuk-Automation und Kabelschlepp mittlerweile weiterentwickelt – die beiden Unternehmen sind eine Entwicklungs-Kooperation eingegangen. „Wir testen neue Ketten, die noch nicht auf dem Markt erhältlich sind“, erläutert Röttger. Anhand der gesammelten Erfahrungen gibt der Automationsexperte detaillierte Rückmeldungen und macht Verbesserungsvorschläge, die dann in die Weiterentwicklung der Energieführungen mit einfließen.      bw

Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Anzeige

Meinung

Dem Menschen immer ähnlicher…

… werden die Roboter, liebe Leserinnen und Leser. Dass sie Namen haben und Gesichter, das ist keine Neuheit mehr und auch keine Seltenheit. Roboter haben inzwischen auch Spitznamen – Robi beispielsweise gehört hier zu den beliebteren.

mehr...

Greifer

Sammelt Kleines auf

IAI Industrieroboter hat für die druckluftlose Automatisierung das Angebot an frei programmierbaren elektrischen Greifern erweitert. Dazu gehören ein Zweipunkt-Hubmagnet Greifer für die Kleinteilemontage sowie ein Langhub-Greifer für große...

mehr...
Anzeige

Ein HMI-Meilenstein:

Der High-Performance-Taster

Der neue CANEO series10 von CAPTRON überzeugt durch Sensor Fusion Technology und sein weiterentwickeltes kapazitives Messprinzip. Er ist frei programmierbar (IO-Link) und einzigartig durch sein Design- und Funktionskonzept.

mehr...
Anzeige
Anzeige

Intralogistik

Der Greifer lernt mit

Ein Kleinroboter aus der Serie KR Agilus von Kuka ist eine Schlüsselkomponente der neuen Item-PiQ-Generation von Swisslog. Der Anbieter von Automatisierungslösungen für Lagerhäuser und Ver-teilzentren ist Teil der Kuka-Gruppe und hat die...

mehr...
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige

Robotik

Picken mit Hochgeschwindigkeit

Das Portfolio der Factory Automation Section von Yamaha umfasst alle gängigen Industrierobotertypen wie kartesische und Scara-Roboter sowie ein- und mehrachsige Knickarmroboter.

mehr...

Piece Picking

Smarte Robotik zur Kommissionierung

Markttrends wie Omnichannel-Distribution, Losgröße 1, immer kürzere Auftragsdurchlaufzeiten und Lieferzyklen sowie die Handhabung einer größer werdenden Sortimentsvielfalt stellen hohe Anforderungen an die Intralogistik.

mehr...