Schubkette

Schieben oder ziehen? Beides!

Kette und Hubzylinder in einem. In der linearen Antriebstechnik werden Materialien verschoben, Maschinen positioniert, Plattformen verfahren und Güter ein- und ausgelagert. Mit der Schubkette von Grob lassen sich lineare Bewegungen platzsparend ausführen.

Die Schubkette ist einerseits flexibel wie eine Kette und kann andererseits die Arbeit eines Hubzylinders verrichten: Sie kann mit einem Antrieb ziehen und schieben. (Bild: Grob)

Eine Last kann entweder geschoben oder gezogen werden. Passende Antriebselemente sind entweder ein Hubzylinder oder eine motorgetriebene Kette. Beide Varianten haben Nachteile: „Normale“ Ketten können nur ziehen und brauchen für die Hin- und Her-Bewegung zwei Antriebe. Hubzylinder dagegen sind starr, sie können sowohl ziehen als auch schieben. Doch sie brauchen einen Rückzugsraum, der noch einmal die Länge der Transferdistanz ausmacht und sich in derselben Linie erstreckt. Hinzu kommt: Sie müssen doppelt so lang sein wie die Distanz und sind dann doch nicht flexibel, wenn es eng wird.

Ideal wäre eine Kombination aus Zylinder und Kette ohne die erwähnten Nachteile. Daher hat Grob die Schubkette entwickelt, die einerseits flexibel wie eine Kette ist und andererseits die Arbeit eines Hubzylinders verrichten kann. Sie kann also ziehen und schieben – und das mit nur einem Antrieb und ohne Platz zu verschwenden. Damit sei die Schubkette tatsächlich die erste und einzige Kette, die sowohl schieben als auch ziehen könne, betont der Hersteller.

Die Schubkette ist ein Spezialprodukt in der linearen Antriebstechnik, deren Einsatz sich vor allem dann eignet, wenn es eng zugeht. Die Schubkette besteht aus speziell geformten, hochpräzisen mechanischen Kettengliedern. Die Kettenglieder greifen formschlüssig ineinander und stützen sich gegenseitig ab. Im Antriebsgehäuse sitzt ein Ritzel, das in die Zwischenglieder der Kette eingreift und die Kette Glied um Glied bewegt – sowohl vor als auch zurück. Die Kette hat zwei lose Enden. An einem Ende wird die zu bewegende Last befestigt. Das andere Ende wird frei geführt und üblicherweise in einem Speicher aufgerollt; das spart viel Einbauplatz.

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Für den Schiebevorgang wird über das Antriebselement, meist ein Elektromotor, Schubkraft auf die Kettenglieder eingeleitet. Jetzt drücken die Schultern der einzelnen Kettenglieder gegeneinander und bilden eine starre Einheit. Und damit können sie die Last heben oder schieben. So werde aus der Kette eine Stange, die laut Grob an Reichweite, Belastbarkeit, Geschwindigkeit und Präzision den Zylinder sogar noch übertreffe. Zudem könne die Schubkette praktisch unendlich lang sein, während ein Hubzylinder nicht einfach verlängert werden kann.

Wenn die Kette zieht, funktioniert sie wie eine normale Kette. Der nicht belastete Teil der Schubkette ist allerdings nur halb so lang und muss nicht parallel zum Verfahrweg gespeichert werden, sondern lässt sich dorthin umlenken, wo genügend Platz ist. Dabei kann die Schubkette praktisch wie ein Seil aufgerollt werden. Die Kette kann dort aufgerollt und gespeichert werden, wo Platz ist.

Die Schubkette ist ein rein mechanischer Bewegungsaktuator und damit umweltfreundlich, zuverlässig und wartungsarm. Für fördertechnische und lineare Antriebslösungen kann die Schubkette in vielen Fällen eine sinnvolle Antriebslösung sein. as

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