Zip-Kettensystem von Tsubaki

Reißverschlusskette spart zwei Drittel Bauraum

Tsubaki, führender Hersteller für Rollenketten, verwendet bei der Wärmebehandlung seiner Sinterbuchsen für die wartungsfreie Rollenkette Lambda sein eigenes Zip-Kettensystem. Dieses benötigt im Vergleich zu herkömmlichen Hubsystemen weniger Bauraum.

Stapelboxenzuführung mittels ZCA135 in der Fertigung im Tsubaki-Werk in Kyotanabe, Japan. (Bild: Tsubaki)

Der Zip-Ketten Linearantrieb sorgt für die taktzeitgerechte Zuführung von Stapelboxen, die mit Sinterbuchsen gefüllt sind. Diese Boxen werden zu Beginn des Arbeitsgangs vom Maschinenbediener auf einen Hubtisch gestapelt. Nachdem die Anlage in Betrieb genommen wurde, hebt die Zip-Kette den Tisch automatisch auf verschiedene Ebenen, wo jeweils eine Stapelbox in die zugehörige Fertigungslinie übernommen wird.

Auch beim Aufheben und Umsetzen der mit Sinterbuchsen befüllten Stapelboxen kommt die Zip-Kette zum Einsatz. Sie sitzt auf einem Schlitten, der über die entsprechende Box fährt. Dabei führt die Kette einen Greifer nach unten und hebt die Box zum weiteren Umsetzen auf die Fertigungslinie zur Beschickung der Härteöfen.  Die beiden Anwendungen unterscheiden sich durch die Einbaulage des Zip-Kettenantriebs, die einmal vertikal und einmal horizontal erfolgt.

Zusammenführen im Reißverschlussverfahren

Das Prinzip der ZIP-Kette sei einzigartig, sagt das Unternehmen: Durch das Zusammenführen zweier Ketten im Reißverschlussverfahren entsteht gleichermaßen eine Schubkette und eine Zugkette. Die zwei Ketten liegen zunächst aufgerollt zu beiden Seiten neben der Antriebseinheit. Erst deren Betrieb verbindet die Kettenteile (englisch: Zipper) miteinander. Die Lineareinheit wird damit immer wieder neu gebildet – der nicht benötigte Teil verschwindet seitlich in einem Gehäuse. Bei diesem Vorgang wird eine rotatorische in eine translatorische Bewegung umgewandelt.

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Pick-up System mit ZCA135 in der Sinterbuchsen-Fertigung bei Tsubaki. (Bild: Tsubaki)

Gegenüber herkömmlichen Linearsystemen hat die Zip-Kette eine kompakte Bauweise, sie braucht nur den Raum für das Gehäuse. Beispielsweise ermöglicht die Zip-Kette ZCA025N30 einen Hub von 300 Millimeter bei einer Gehäusehöhe von 90 Millimeter. Das System benötigt somit im eingefahren Zustand nur einen Bauraum von 90 Millimeter. Ein Pneumatik- oder Hydraulikzylinder hingegen würde mindestens 300 Millimeter Platzbedarf beanspruchen. Die gängigen Modelle liegen sogar bei 450 bis 470 Millimeter. Somit lassen sich mit dem Zip-Kettensystem mindestens zwei Drittel an Bauraum einsparen.

Ein weiterer Vorteil laut Hersteller: Verglichen mit den verhältnismäßig langsamen Hydraulikzylindern erzielt eine Zip-Kette Lineargeschwindigkeiten von bis zu 1.000 Millimeter pro Sekunde. Zudem ermöglicht es der direkte Antrieb, dass die Kette durch die gesteuerte Drehbewegung an jedem Punkt angehalten werden kann. Die kleinste Kette kann eine Last von 400 Newton über 300 Millimeter bewegen. Weitere Abstufungen sind 1.000 Newton über 750 Millimeter, 600 Newton über 1.000 Millimeter und neu 2.000 Newton über 1.500 Millimeter sowie 1.200 Newton über 2.000 Millimeter.

Große Automobilisten setzen das System ebenso in ihrer Fertigung ein wie Unternehmen der Elektronik- und Solarzellenbranche, der Zuführ- und Verpackungsanlagen in der Lebensmittel- und Getränkeindustrie sowie metallverarbeitende Betriebe. as

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