Profilrollen-Energiekette P4

Arbeitet ganz ruhig

Rollenenergieketten für Linearportal
Das Beladekonzept von Grob überzeugt durch Einfachheit; es ermöglicht die Beladung von einspindligen und zweispindligen Maschinen. (Fotos: Igus)
Im Beladeportal von Grob in Mindelheim arbeiten verschleißarme Rollenenergieketten von Igus: Sie sind leise und machen die hohen Beschleunigungen und Geschwindigkeiten dauerhaft mit.

Das Angebotsspektrum des 1926 gegründeten Familienunternehmens Grob umfasst flexible Fertigungssysteme für die Automobilindustrie, etwa Bearbeitungszentren und Sondermaschinen sowie deren Automatisierung. Kernkompetenzen sind dabei die spanende Bearbeitung bis hin zum komplett einbaufertigen Zustand, auch mit Feinbearbeitung, Teil- oder Komplettmontagen sowie die zur Qualitätssicherung erforderlichen Kontrollvorgänge. Das betrifft vor allem Komponenten für den Bereich Antriebsstrang mit Motor- und Getriebeteilen. Bei Grob steht im Mittelpunkt grundsätzlich die Frage, wie die jeweiligen Werkstücke am schnellsten, kostengünstigsten und damit so produktiv wie möglich spanend bearbeitet werden können, ohne Abstriche bei der Werkstückqualität oder den Maschinenstandzeiten in Kauf zu nehmen. Das Unternehmen hat ein neues Linearportal entwickelt, auch Übersetzer genannt, das kleiner und kompakter als bisherige Lösungen ist. Vorgabe war, die Beladeprozesse zu vereinheitlichen und zu vereinfachen. Das funktioniert nur über die Dynamik. Daraus ergab sich auch die Frage nach der passenden Energiezuführung.

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In dem Linearportal kommen Rollenenergiezuführungen von Igus zum Einsatz. Es handelt sich um das wartungsarme Rollen-e-ketten-System P4, das durch das spezielle Design der Rollen und Kettenglieder besonders leise läuft. Grundsätzlich ist die Kette vor allem für hohe Verfahrgeschwindigkeiten, lange Verfahrwege und hohe Füllgewichte geeignet und in den Innenhöhen 32, 42, 56 und 80 Millimeter lieferbar. Bei Tests im Vorfeld standen sich Magnetketten und Kunststoffenergieketten gegenüber. Die Entscheidung fiel eindeutig aus: Untersuchungen ergaben unter anderem, dass Magnetketten weder den Anforderungen an Laufruhe entsprechen noch dauerhaft den hohen Geschwindigkeiten standhalten. Bei Grob in Minedlheim arbeiten die Linearportale an sechs Tagen in der Woche im Drei-Schichtbetrieb – hier bedarf es äußerst robuster Komponenten mit langer Lebensdauer. Ganz klar: Maschinen- oder Anlagenstillstände dürfen nicht vorkommen.

Weniger Geräusche…

Geschwindigkeit und Beschleunigung im neuen Grob-Linienportal sind doppelt so schnell wie beim bisherigen Modell. Aus Gründen des Arbeitsschutzes muss die Summe aller Geräusche niedrig sein, hinzu kommen die Anforderungen an Dynamik, Verschleißfestigkeit sowie Standzeiten. Hier bewährt sich die Profilrollen-Energiekette von Igus. Ober- und Untertrum rollen versetzt aufeinander, dadurch laufen die Kunststoff-Profilrollen nicht übereinander, sondern auf einer durchgängigen breiten Fläche versetzt aneinander vorbei. Die Lebensdauer der Kette ist fadurch höher. Außerdem ist die Kette abriebfest. Bei Rollenketten kann man grundsätzlich von einer drei- bis vierfach höheren Standzeit ausgehen als bei gleitenden Ketten, sagt der Hersteller. Zudem ist die Teilung der Kettenglieder mit und ohne Rolle gleich, so dass die Energiekette im Radius einen besonders ruhigen und vibrationsfreien Lauf erzielt. Die Rollen selbst sind fest in die Seitenteile der Kette integriert. Leitungsschonende Auto-Glide-Stege aus tribologisch optimiertem Kunststoff und Alurinnen aus dem Systembaukasten führen die Energiekette sicher. Dazu kommt ein Dämpfungsprofil in der Rinne, das die Geräuschentwicklung weiter minimiert. Messungen haben ergeben: Die Arbeitsgeräusche der Anlage insgesamt liegen bei 72 dBA – dieser Wert liegt unter den bei einigen Kunden maximal zugelassenen 75 dBA.

… und weniger Energiebedarf

Energieeffiziente Arbeitsprozesse stehen verstärkt im Fokus der Anlagenbetreiber. Verglichen mit der Gleitreibung ist die Rollreibung grundsätzlich 75 Prozent geringer – daher ist hier auch weniger Antriebsleistung erforderlich. Hinzu kommt, dass aufgrund der hohen Zug-Schub-Kräfte eine gleitende Energiezuführung stabiler ausgelegt werden muss, während sie bei der Rollreibung kleiner und leichter sein kann. Die Energiezuführung wird als vorkonfektioniertes anschlussfertiges Readychain-System geliefert, das sich einfach per Plug and Play installieren lässt. pb

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