Lineartechnik

Aufhol-Strategie

Übernahme von El.More macht Rollon zum Komplettanbieter
Rüdiger Knevels, Geschäftsführer der Rollon GmbH (Foto: Born)
Die einbaufertigen Linearachsen von El.More ergänzen das Rollon-Produktspektrum erheblich. Weitere Synergieeffekte aus der Übernahme gibt es bei den Produktionseinrichtungen.

Mit dem strategischen Kauf von El.More erweitert Rollon sein Produktportfolio und kann neben Profilschienenführungen auch Linearachsen anbieten. Unter dem Namen Actuatorline bietet das Ratingener Unternehmen die neuen Achsen zusätzlich zur bestehenden Produktfamilie Uniline an. Verschiedene Aluminiumprofile, Baugrößen, Führungssysteme und Antriebselemente stehen zur Auswahl. Die diversen Ausführungen lassen sich zu Mehrachssystemen kombinieren und sind für unterschiedliche Anwendungen auch in kritischen Umgebungen einsetzbar.

Das Sortiment gliedert sich in mehrere Untergruppen: Achsen für hohe Dynamiken mit hohen Belastungen und hohen Zyklenzahlen sind in der Familie „Plus“ zusammengefasst. Diese riemengetriebenen Linearmodule mit vorgespannten Kugelumlaufführungen oder exzentrisch gelagerten Rollen sowie speziellen Abdichtungen eigenen sich auch für unsaubere Einsatzbereiche. Hierzu gehört die ELM-Serie als Grundstein des Achsprogramms. Sie basiert auf einem quadratischen Aluminiumprofil und hat viel Zubehör. Eine Modifikation dieses Produkts ist die Serie „Robot“ – ein rechteckiges Grundprofil und zwei parallele Führungen ermöglichen eine hohe Steifigkeit und Belastbarkeit, was diesen Typ als Einzelachse interessant macht. Speziell für den vertikalen Einsatz gibt es die SC-Serie, die statt über einen umlaufenden Zahnriemen durch einen festen Zahnriemen mit Omega-Umschlingung verfährt; das hat den Vorteil, dass sich bei der senkrechten Bewegung nur der Achskörper bewegt und der Antrieb feststeht.

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„Eco“ ist eine weitere Abwandlung der ELM-Serie, bei der auf für bestimmte Anwendungen nicht erforderliche Details verzichtet wurde. Das macht sie preislich günstiger. Die Serie „One“ ist für die Anwendung in Reinräumen geeignet und durch das Fraunhofer-Institut zertifiziert. Viele Aspekte dieser Serie ähneln der ELM-Serie, allerdings sind die Materialien speziell passend zu den Anforderungen ausgewählt, zum Beispiel werden nur Werkstoffe mit niedrigen Emissions- und Abriebwerte genutzt. Alternativ zur „Plus“-Familie steht die Serie „Light“ vor allem für mittlere bis leichte Belastungen zur Verfügung. Auch hier wird die Bewegung über einen Zahnriemen realisiert, die Führungen sind Kugelumlaufeinheiten. Auch hier sind drei Typen verfügbar. Im Bereich der präzisen Linearmodule sind drei Achsen mit Kugelgewindetrieben im Angebot. Die TV-Reihe ist mit einer Kugelumlaufführung ausgestattet, der Typ TT hingegen mit zwei parallelen. Der Laufwagen der TK-Serie fungiert gleichzeitig als Führungswagen und als Mutter für den Gewindetrieb. Hierbei wird keine zusätzliche Führungsschiene benötigt, da die Laufbahnen für die umlaufenden Kugeln direkt im Trägerprofil integriert sind.

Rollon steht nun auch ein klimatisierter Raum zur Verfügung stehen, der unter anderem mit einer 3D-Messeinrichtung ausgestattet ist und für Messungen der Qualitätssicherung genutzt wird. Hier werden Achsen vollständig vermessen und samt Protokoll ausgeliefert, das dem Kunden zeigt, an welcher Stelle der Verfahrbewegung mit welcher Abweichung vom Sollmaß zu rechnen ist. pb

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