Stanzereitechnik

Speicher mit Klappe

Teilemagazin automatisiert den Produktionsablauf
Jede Menge kleine Teile, die aufgefangen werden müssen.
Gefertigte Serienteile sollen automatisch in Kleinladungsträger fallen, volle Ladungsträger durch leere ausgewechselt werden. Zugleich soll die flexible Produktion ungestört ablaufen. Geht das denn? Ein Teilemagazin mit intelligenter Steuerung ist die Lösung.

Jede Menge kleine Teile gibt es bei der Firma Statek in Maintal: Bandstahl wird von einer Haspel automatisch abgewickelt und in die Stanzbiegemaschine geführt. 100 Kleinteile entstehen pro Minute und fallen in einen 1.400 Teile fassenden Kleinladungsträger (KLT). Durch den Fall ergibt sich ein Schüttwinkel der Teile, wodurch die bestmögliche Füllmenge der KLTs nicht ausgenutzt werden kann – da hilft nur manuelles Ruckeln und Wackeln, um den Schüttwinkel zu korrigieren. Sobald ein KLT nach etwa einer Viertelstunde voll ist, hält die Maschine mit der Produktion inne und wartet auf den manuellen Wechsel. Das kann schon mal dauern, wenn die Mitarbeiter in der Produktion ausgelastet sind. Derweil ist die Maschine unproduktiv.

Ein Zustand, der sich ändern muss. Die Maintaler haben sich deshalb nach einer automatisierten Lösung umgesehen. Indes – wie sollte ein Magazin aussehen, das sich flexibel an die Maschine anstellen lässt und dennoch den automatischen Ablauf gewährleistet? Ob an einer oder mehreren Maschinen produziert wird, muss schnell entschieden werden. Weil jede Maschine abweichende Schnittstellen hat, kommt die feste Installation eines automatischen Magazins nicht in Frage. Auch ein Paternostersystem ist wegen der schaukelnden Fächer und der wenig flexiblen Anbindung an die Maschine nicht das Richtige.
Die Lösung ist ein vollautomatisches KLT-Magazin von Bodensohn aus Seligenstadt, das sich aus Komponenten von Rose+Krieger zusammensetzt und an die Gegebenheiten der jeweiligen Produktionsmaschine anbinden lässt. Das aus Blocan-Profilsystem bestehende Magazin hat zwölf Fächer, wobei jedes Fach eine konisch geformte Arretierung für die exakte Aufnahme der KLTs enthält. Das Handlingsystem besteht aus einer Zahnriemeneinheit von Rose+Krieger und ist drehbar gelagert. Somit kann das System in der Höhe verfahren und im Winkel von 180 Grad (je 90 Grad links und rechts) positioniert werden. Ausgangslage ist ein leerer KLT an der Abgabestelle der Serienteile. Über eine Rutsche fallen die Teile von der Maschine in das Magazin. Die Entwicklung des Klappenspeichers löst den Knackpunkt, an dem die Produktion weiterläuft, das Magazin jedoch einen KLT-Wechsel vornehmen muss. Die Rutsche besteht aus einem Reservoir für die Serienteile, das mit einer Klappe versehen ist. Muss ein Kistenwechsel vorgenommen werden, schließt ein RK-Elektrozylinder die Klappe, und die Serienteile fallen in den Speicher. Nach dem Tausch der vollen gegen eine leere Kiste öffnet die Klappe, und die gespeicherten Teile fallen heraus. Dieser Prozess wird durch einfache Signalauswertung automatisch gesteuert. Der gesamte Klappenspeicher ist über eine Rasterschiene verstellbar. So kann schnell die jeweilige Anpassung an die Maschine vorgenommen werden. Zur Vermeidung des Schüttwinkels beim Fall der Kleinteile wird der KLT ständig in Vibration gehalten – damit wird das Fassungsvermögen optimal ausgenutzt. Sensorelemente überwachen fortwährend die aktuelle Lagerfähigkeit des KLT-Magazins. Volle Kisten können während des laufenden Betriebs an der Rückseite des Magazins manuell entnommen und gegen leere ersetzt werden. pb

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