Lineartechnik

Strom statt Luft

Elektrozylinder kontra Pneumatik
Bei seiner neu entwickelten Elektrozylinder-Baureihe RCP2 verbesserte IAI die Steifigkeit und erzielte eine hohe Anwenderfreundlichkeit: Die elektrisch angetriebenen Zylinder lassen sich besser steuern als pneumatische und können sehr genau Zwischenpositionen anfahren. Sie sind kostengünstig in der Anschaffung und weisen eine sparsame ­Energiebilanz auf.

Der neue Typ RCP2 aus der Produktfamilie Robocylinder von IAI besteht aus einer Kugelumlaufspindel, einer Linearführung und einem encodergesteuerten Schrittmotor. Neben seiner Leistungscharakteristik, Steifigkeit und Funktionalität eignet er sich dank seiner universellen Konstruktion für zahlreiche Einsatzfälle. Die verbesserten Gebrauchs­eigenschaften des Elektrozylinders beruhen auf mehreren Leistungsmerkmalen: geräuscharmer Lauf, einfache Wartung und Vielpunkt-Positionierung. Der Robo­cylinder erhöht die Wirtschaftlichkeit von vielfältigen Kleinserienfertigungen und löst unterschiedliche Aufgaben in Produktionslinien.

Die neue Ausführung mit dem 73 Millimeter breiten Aluminiumgrundkörper wurde in das Schlittenführungs-Programm aufgenommen. Diese Ausführung hat annähernd die dreifache Nutzlast der bisher gefertigten, breitesten Ausführung mit 58 Millimetern. Die neue Stangenausführung mit dem ultraschlanken Kopf (35 Millimeter) ermöglicht die maximale Ausnutzung des begrenzt verfügbaren Raumes und verringert die Außenabmessung der mechanischen Ausrüstung.

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Einsparung bei Betriebskosten

Wer glaubt, dass luftbetriebene Zylinder effektiv arbeiten, sollte zum Beispiel an den Energiebedarf zur Erzeugung der Druckluft, bei möglichen Leckagen und zum Betreiben des Verdichters denken, der den Luftzylinder bewegt. Weil der Robocylinder einen elektrischen Antrieb hat, beträgt sein relativer Energieverbrauch etwa nur ein Drittel des Energiebedarfes eines luftbetriebenen Zylinders. Dieser geringe elektrische Energiebedarf reduziert nicht nur die Betriebskosten, sondern trägt auch zur generellen Energieeinsparung bei.

Der Zylinder verfährt die – auf seinem Schlitten oder an seiner Stange befestigte – Last und positioniert sie mit einer Wiederholgenauigkeit von plus/minus 0,02 Millimetern. Typische Anwendungen sind das Aufnehmen, Bewegen und Ablegen von Werkstücken oder das Öffnen und Schließen einer Tür.

Ein besonderes Kennzeichen ist die mögliche Vielpunkt-Positionierung mit typischerweise acht und maximal 64 Positionen. Die Geschwindigkeit sowie die Beschleunigung und Verzögerung lassen sich für jede Position programmieren. An einer beliebigen Stelle kann ein Positions-Quittiersignal vor einer festgelegten Position durch Eingabe einer geeigneten Positionsbreite ausgegeben werden. Beschleunigung und Verzögerung lassen sich getrennt programmieren. Die Geschwindigkeit kann während des Verfahrens ohne Halt verändert werden.

Drücken und Halten bis 800 Newton

Bei den Elektrozylindern kann die Stange in einer Stellung gehalten werden, in der sie ständig gegen das Werkstück gedrückt wird und dieses fixieren – genau wie bei einem luftbetriebenen Zylinder. Erfassen, Fügen oder Spannen eines Werkstücks sind typische Anwendungen. Das Positions-Quittiersignal wird in dem Moment ausgegeben, wenn die Stange das Werkstück berührt. Der Zylinder kann zur Erfassung eines Werkstücks eingesetzt werden, indem ein Positions-Quittiersignal mit einem Zonensignal kombiniert wird. Die Kraft, mit der ein Werkstück angedrückt wird (Andrückkraft), lässt sich im Bereich von wenigen Newton bis maximal 800 Newton durch Ändern der Eingaben in der Positionsdatentabelle variieren. Gunthart Mau

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