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Hebebrücke im VideoEnergiezuführung: Schwere Brücke leicht gehoben

Igus-Memorial Bridge

Ein vorkonfektioniertes E-Kettensystem von Igus sorgt für eine ausfallsichere Energiezuführung an der Memorial Bridge in New Hampshire. Ein Video zeigt, wie die Readychains den vertikalen Hebemechanismus unterstützen.

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Schrank und GerüstbauErwachsen geworden

Patentierte Magnetkette für höhere Standzeiten
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Schrank und Gerüstbau: Erwachsen geworden
Auf der Motek 2005 war sie erstmals zu sehen – die Magnetkette von Murrplastik Systemtechnik, die ähnlich dem Prinzip der Magnet-Schwebebahn arbeitet. Inzwischen hat sie harte Tests überstanden, wurde in Teilen verbessert und erledigt erfolgreich ihren Dienst – auch bei Caleg in Brandenburg.

Wer automatisiert, muss mit elektrischen und elektronischen Komponenten umgehen. Diese Bauteile sind in einer Art „Hülle“ sicher zu schützen. Deshalb gibt es Schaltschränke, Gehäuse und Bedienpulte. Solche Produkte für industrielle Anwendungen entwickelt, fertigt und vertreibt die Firma Caleg Schrank- und Gehäusebau im südbrandenburgischen Calau. Durch den sukzessiven Ausbau der Angebotspalette hat sich Caleg im Verlaufe der Zeit vom reinen Produktionsbetrieb zum universellen Dienstleister und Systemlieferanten gewandelt. Schnell umrüstbare Maschinensysteme ermöglichen eine große Produktvielfalt und die kostengünstige Fertigung komplizierter Baugruppen. Damit das so bleibt, hat das Unternehmen in den vergangenen Jahren große Teile des Maschinenparks erneuert. Dazu gehört auch die TruMatic 7000, eine High-End-Kombimaschine für anspruchsvolle Anforderungen von Trumpf, die auf die Bedürfnisse von Caleg zugeschnitten ist. Kombimaschinen des schwäbischen Lieferanten vereinen Stanz- und Lasertechnologie auf einer Maschine und nutzen die Vorteile beider Bearbeitungsarten. Standardkonturen und Umformungen bringt der Stanzkopf ein, komplexe Konturen werden mit dem Laser geschnitten. Alle Kombimaschinen sind vollständig automatisierbar und können auf diese Weise zuverlässig rund um die Uhr arbeiten. Aufgrund ihres Konzepts sind sie vor allem für kleine bis mittlere Losgrößen prädestiniert, denn mit ihnen lässt sich günstig produzieren und bei Produktwechsel schnell umrüsten.

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Wesentlicher Grundbaustein für die Automatisierung einer Stanz- oder Kombimaschine ist der so genannte Trumpf-SheetMaster, eine Zu- und Abführeinheit nach Art eines Portalroboters. Er übernimmt das schnelle und prozesssichere Be- und Entladen der Maschine, das Abstapeln und das Sortieren der Teile. Und er stellt die Verbindung zu anderen Automatisierungskomponenten her, etwa Transportwagen und Lagertechnik. Bei Caleg bringt einer der beiden dort installierten Transportwagen das zu bearbeitende Blech aus dem rund 700 Europaletten fassenden Blechlager und stellt es dem SheetMaster bereit, der seinerseits die Bleche – materialschonend mit Vakuumtechnik – der TruMatic 7000 zur Bearbeitung zuführt. Aufgabe des SheetMasters ist es auch, die fertigen Teile – wiederum mit Unterdruck und flexibler Saugerpositionierung – zu entnehmen und dem zweiten Transportwagen anzuliefern, der die Fertigteile auf einer Palette ins Lager befördert. Auch der Abtransport des Restmaterials gehört zu seinen Aufgaben.

Bei Caleg werden unter anderem 3.000 mal 1.500 Millimeter große Bleche bearbeitet. Das bedeutet nicht nur, dass die Kombimaschine und die eigentliche Zu- und Abführführeinheit dafür ausgelegt sein müssen, sondern auch die horizontale Führungsbahn, auf der der SheetMaster entlangfährt. Durch den aus wirtschaftlichen Gründen zunehmenden Trend zu größeren Blechen legt der SheetMaster inzwischen Weglängen von bis zu 17 Meter zurück – drei Meter pro Sekunde schnell und mit einer Beschleunigung bis fünf Meter pro Quadratsekunde. Die Folge ist, dass die waagerecht angeordnete Energieführungskette zur Versorgung des SheetMasters mit Energie, Daten, Unterdruck und Schmierstoff für diese Weglängen und dynamischen Werte ausgelegt sein muss.

Magnetketten für große Fahrstrecken

Mit der Magnetkette sind Fahrstrecken des SheetMasters von 20 Metern und mehr wirtschaftlich möglich. Bei der patentierten Magnetkette nutzt man ein einfaches physikalisches Phänomen – den Magnetismus. An allen Gliedern der Kette werden im Innenbogen zwei Magnete versetzt montiert, die so gepolt sind, dass sie sich abstoßen, wenn sie sich gegenüberstehen. Das magnetische Feld der wie ein Parallelogramm geformten Magnete ist so stark, dass es auch bei hoher Zuladung des Obertrums für den nötigen Abstand sorgt. Die Magnetkette ist ein Serienprodukt, auf die die passenden Magnete nur aufgeclipst werden.

In der Vergangenheit war der Nachteil langer Verfahrwege, dass sich bei horizontaler Anordnung das Obertrum mit seinem zum Teil immensen Gewicht auf das Untertrum legt. Da die stationär bleibt, das Obertrum aber mit dem beweglichen Teil verbunden ist, führt dies zwangsläufig zu erheblichem Verschleiß und lästigen Verfahrgeräuschen – genau das wollte Trumpf auf keinen Fall. Denn Kettenverschleiß bedeutet: kürzere Standzeit der Energieführungskette, Längung der Kette, stärkere Beanspruchung der in ihr verlegten Leitungen und Schläuche und folglich eine geringere Verfügbarkeit der rund um die Uhr an sieben Tagen in der Woche arbeitenden Maschinen.

Auch auf einen niedrigen Geräuschpegel legt Trumpf großen Wert, weil Ergonomie Mitarbeiterschutz bedeutet. Deswegen steht die TruMatic 7000 bei Caleg auf Luftfedern; sie verhindern, dass die Maschinenschwingungen in den Boden geleitet werden. Außerdem werden Bürstentische statt Kugelrolltische für das Ablegen der Bleche eingesetzt; sie tragen zur Geräuschminderung bei und schonen die Materialoberfläche. pb

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