Profilbearbeitungsmaschinen

Partnerschaft lohnt sich

Innovationen in der Lineartechnik durch Engineeringzusammenarbeit
Schablonenlose Kopierfräse SLK 118 von Elumatec
Schaeffler setzt auf einen starken Außendienst. Denn aus Impulsen der Kunden entstehen frühzeitig gute Lösungen. Beispiel Elumatec: Aus der Zusammenarbeit mit dem Spezilialisten für Profilbearbeitungsmaschinen ergibt sich aus Konzeption, Auslegung und Konstruktion eine Win-Win-Situation – für beide Unternehmen.

Schaeffler stellt zwei Projektbeispiele vor, bei denen das Know-how der Wälzlagerexperten gemeinsam mit der Kompetenz von Elumatec in Mühlacker erfolgreiche Projekte zeitigte: Das Stabbearbeitungszentrum SBZ 140 und die Kopierfräse SLK 118. Beim Stabbearbeitungszentrum SBZ 140 handelt es sich um ein Vierachs-Bearbeitungszentrum in Fahrständerbauweise, mit dem die Kunden verschiedene Profilstäbe aus Aluminium und Stahl universell, rationell und flexibel bearbeiten können. In der Konzeptphase haben Mitarbeiter von Elumatec, ein Außendienstingenieur sowie Mitarbeiter aus Anwendungstechnik und Konstruktion von INA-Lineartechnik die Ist-Situation analysiert und Optimierungsschwerpunkte erarbeitet: Das aufwändige Ausrichten der Linearführung zum Antrieb in der Montage bei Elumatec, die Bearbeitung der Anschlussflächen zur Montage der Linearführung und des Antriebs sowie das Feedback von Endanwendern, nachdem Fettverlust zur Verschmutzung der Peripherie führte.

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Um die ersten beiden Punkte zu optimieren, sind die beiden Funktionen Antreiben und Führen zusammengelegt worden. Hierzu wurde die Profilschiene mit der Zahnstange kombiniert und damit ein neues Konstruktionselement konzipiert, das beide Funktionen erfüllt. In der Anwendung ergeben sich dadurch wesentliche Vorteile: geringerer Bearbeitungsaufwand der Montageflächen, kein Ausrichtaufwand der Profilschiene zum Zahnstangenantrieb, geringerer Montageaufwand, geringerer Beschaffungs-, Lager- und Logistikaufwand sowie weniger Fehlerquellen. Da sich das Prinzip der Integration der Funktionen Antreiben und Führen bewährt hat und auf große Marktresonanz gestoßen ist, wurden verschiedene Varianten in den Produktbaukasten der INA-Lineartechnik übernommen. Neben einer Monoblockausführung, bei der die Führungsschiene und die Zahnstange aus einem Teil bestehen, wurde eine zweiteilige Ausführung aufgelegt. Dadurch kann anwendungsbezogen die geeignete Zahnstange ausgewählt werden (schräg- oder geradverzahnt, induktiv gehärtet oder weich), die dann von INA- Lineartechnik in einer speziellen Montagevorrichtung mit der Führungsschiene verbunden und dem Anwender bis zu einer maximalen Länge von sechs Metern geliefert wird. Der Anwender erhält somit größtmögliche Flexibilität.

Der Fettverlust wurde durch die Konstruktion einer sogenannten Doppellippendichtung gestoppt. Die äußere Dichtlippe verhindert die Verschmutzung des Führungswagens. Die nach innen wirkende Dichtlippe hält den Schmierstoff im Lager. Mit diesem Zubehörteil wird der KIT-Baukasten, mit dem den Anwendern spezifisches Zubehör zur Verfügung gestellt wird, um eine weitere Komponente ergänzt. Durch diese Engineeringzusammenarbeit zwischen Elumatec und dem Geschäftsbereich Lineartechnik der Schaeffler Gruppe Industrie wurde der Lösungsbaukasten der Lineartechnik um zwei weitere Elemente erweitert, die nun als standardisierte Elemente zur Verfügung stehen. Elumatec hat mit der überarbeiteten Maschine jetzt wesentlich größere Marktchancen.

Die Kopierfräse SLK 118 ist ein weiteres Beispiel dafür, dass durch enge partnerschaftliche Zusammenarbeit wesentliche Verbesserungen entstehen. Bei dieser Maschine handelt es sich um eine Kopierfräse mit Dreiachs-Steuerung, die in der rationellen Türenfertigung eingesetzt wird. Hier optimierte eine Arbeitsgruppe die so genannte Spannerverstellung, deren Aufgabe in der Maschine darin besteht, die Profile bei der Bearbeitung zu klemmen. Wichtig ist hierbei, dass die Verstellung bei einem Profilwechsel schnell und komfortabel erfolgen kann. Bei der ursprünglichen Lösung kamen Linearkugellager anderer Hersteller zum Einsatz, die zu folgenden Problemen führten: schlechtes Laufverhalten und hoher Verschiebewiderstand.

Um die technischen Anforderungen zu erfüllen, wurde zunächst das Linearkugellagerprogramm des Geschäftsbereiches Lineartechnik analysiert. In diesem Baukasten war kein Element vorhanden, das die Kundenanforderungen komplett erfüllte. Deshalb hat INA auf Basis des bereits existierenden Linearkugellagers KS in Tragplattenlösung ein auf die Anwendung zugeschnittenes Linearkugellager konzipiert. Die Tragplatten wurden ebenso wie die Kunststoffteile optimiert und den Einsatzbedingungen angepasst. Wesentliche Merkmale hierbei sind der robuste Aufbau, die Winkeleinstellbarkeit mit plus/minus 30 Winkelminuten sowie eine optimierte Einlauffase, um auch bei Verkippung ein optimales Laufverhalten zu realisieren. Damit ließen sich alle technischen Anforderungen optimal umsetzen. PR/pb

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