Linearmotor

Dreht nicht, schiebt

Sie wissen schon alles über Antriebstechnik? Haben wir auch gedacht. Wenn sie den Motor sehen, sagen Sie: „Kenne ich: Hohlwellenservo mit Spindel.“ Falsch. Dass Sie auf dem Bild eine Spindel sehen, dient nur der Veranschaulichung des Prinzips, denn das Vorschubelement wird nicht gedreht, sondern durch den Motor gezogen oder geschoben. So geht’s: Der Motor baut im Vorschubelement ein schraubenartiges Magentfeld auf. Durch die Verschiebung des Magnetfelds im Motor wird die Bewegung des Vorschubs beeinflusst. Angesteuert wird der Motor mit einem herkömmlichen Frequenzumrichter. Über die Veränderung der Frequenz wird die Geschwindigkeit, mit der das Vorschubelement – die Eisen-Schraubenlinie – durch den Magnetfluss in das Rohr ein- und ausfährt, einfach variiert. In der normalen Ausführung kann die Schraubenlinie mit nichtmetallischem Material, zum Beispiel Kunstharz, ausgefüllt werden, womit eine glatte Oberfläche erzeugt wird. Das funktioniert auch in einer Rohrausführung, wenn eine Wandstärke von etwa fünf Millimeter berücksichtigt wird. Diese neuartige Antriebstechnik von Octacom funktioniert ohne Führung und ohne drehendes Element; das runde Vorschubelement im Motor wird nur durch das Magnetfeld bewegt. Mit dieser Lösung werden neue Antriebskonzepte möglich, mit denen sich beispielsweise auch hydraulische- und pneumatische Zylinder einfach ablösen lassen. PR/pb

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