Lineartechnik

Gesunde Grundlage

Linear-Komponenten für die Medizintechnik
Medizintechnik-Hersteller aus Deutschland vertrauen seit mehr als zehn Jahren auf Franke als Lieferant für Führungen und Lager. Die Medizinunternehmen fertigen Technik für Klinik und Praxis. Die Basis effizienter Lösungen bilden Know-how und eine hohe Produktqualität der eingesetzten Komponenten.

Der Lineartechnik-Spezialist Franke, Aalen, und seine Medizintechnik-Partnerunternehmen haben gemeinsam zur Entwicklung von Magnetresonanzgeräten beigetragen. Das Kernstück eines derartigen Geräts ist ein großer Magnet, der sich rund um eine Öffnung befindet. Mit diesem Untersuchungsgerät können Bilder durch alle Ebenen des Körpers erzeugt werden, ohne den Patienten schädlichen Röntgenstrahlen aussetzen zu müssen. Das hat zur weltweiten Verbreitung dieser Technik geführt. Für präzise Untersuchungsergebnisse spielt die Patientenpositionierung eine entscheidende Rolle. Zusätzlich soll dem Patienten die Untersuchung so angenehm wie möglich gestaltet werden. Daraus ergeben sich bestimmte Anforderungen an die Patientenliege.

Nachdem sich der Patient auf die Liege gelegt hat, fährt sie in Position, um anschließend in das Gerät geschoben zu werden. Wichtig ist, den Anteil der magnetischen Werkstoffe so gering wie möglich zu halten. (Magnetisches Metall würde die Magnetstrahlen während der Bewegung beeinflussen.) Daher wurde für die Hubbewegung der Patientenliege eine Linearführung gesucht, die das Magnetfeld möglichst wenig beeinflusst und durch eine leichte und Platz sparende Bauweise gekennzeichnet ist. Die Liege muss alle auftretenden Belastungen aufnehmen und sich exakte im Magnetfeld positionieren lassen. Um zusätzliche Stresseinflüsse für den Patienten zu reduzieren, muss die Hubbewegung geräuscharm erfolgen. Schließlich war Wartungsfreiheit gefordert, die kein Nachschmieren erfordert und keinen Austritt von Schmierstoffen zulässt.

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Linearbewegung mit Alu-Rollenführung

Eine gute Lösung für diese Anforderungen bietet die antimagnetische Version der Aluminium-Rollenführung von Frank. Die „Amagnetische“ findet dort Einsatz, wo magnetisches Material störenden Einfluss auf den Arbeitsablauf hat – in diesem Fall auf die Bildqualität des Untersuchungsergebnisses. Franke setzt hier auf die Alu-Rollenführung der Serie FDC/FDD.

Die Führungsschienen bestehen aus einem leichten Aluminiumprofil mit eingelegten Laufdrähten aus Duratherm oder Niro-Werkstoff. Rollenschuhe und Platte bilden die Führungskassette, die ebenfalls aus Aluminium besteht. Auf die Kassette wirken hohe Momente – im Führungssystem werden daher Nadellager aus Stahl eingebaut.

Durch die gute Isolationswirkung des Aluminiumgehäuses hat der geringe Anteil magnetischen Stahls keinen Einfluss. Die Nadel gelagerte Laufrollen der Führung sind kreuzweise hintereinander angeordnet, wodurch eine gelungene Kombination aus Belastungs-, Reibungs- und Platzoptimierung entsteht. Durch die vier x-förmig angeordneten Laufbahnen werden alle Belastungen bestmöglich aufgenommen und eine spielfreie Führung der Kassette erreicht. Die Reibung wird zuverlässig bei kleinem Bauraum minimiert; so entsteht ein gleichförmiger Schiebewiderstand und ein besonders leiser und leichter Lauf der Patientenliege.

Ein weiterer wichtiger Aspekt für die Medizintechnik ist ein Schmiermittel freies System. Franke-Linearführungen sind wartungsfrei über die gesamte Einsatzdauer. Die Lager der Führungen sind seitlich abgedichtet und durch die geschlossene Bauform wird der Austritt von Schmierstoffen wirksam verhindert. Die Aluminium-Rollenführungen eignen sich somit auch für den Reinraumeinsatz und erfüllen hohe Hygieneanforderungen.

Rotationsbewegung mit Drehverbindungen

Auch in einem neu entwickelten OP-Tisch kommt Franke-Technik zum Einsatz: Wälzlager sitzen im Fuß der Tische und dienen dort zum manuellen Drehen. Die Lager bieten vor allem durch das Prinzip der Vierpunkt-Geometrie die entscheidende Lösung: Die Kräfte werden – bei exzellenter Laufkultur – aus allen Richtungen aufgenommen. Form und Material der umschließenden Lagerkonstruktion lassen sich frei wählen und das Lager problemlos in die restliche Konstruktion integrieren. So wird eine Platz sparende Konstruktion ermöglicht.

Der Kunde kann von den umfassenden Erfahrungen aus über 50 Jahren Franke-Wälzlagerbau profitieren. Die Laufringe der Lager werden in einem selbst entwickelten Schleifverfahren mit einer Laufbahn versehen, die dem Kugeldurchmesser angepasst ist. Die Kugeln werden dadurch optimal geführt, die Tragzahlen gesteigert und Belastungen gleichmäßig aufgenommen.Vanessa Gass (gm)

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