Lineartechnik

Drehen in Schieben

zu wandeln ist eine geläufige Grundaufgabe in der technischen Mechanik, besonders wenn Elektromotoren als Bewegungserzeuger ausgewählt werden. Konfektioniert gibt es solche „Umwandler“ als spindelgetriebene Lineareinheit, meistens ab Lager. Solche Linearantriebe zeichnen sich durch große übertragbare Kräfte bei kleiner Drehzahl und geringer Geräuschemission aus. Langhubige Spindelgetriebe haben jedoch im Gegensatz zu den Riemenantrieben ein Problem: Abhängig von der freien (ungeführten) Gewindelänge ist nur eine bestimmte Höchstdrehzahl möglich. Wird sie überschritten, beginnt sich die Spindel zu verbiegen, das heißt sie hat ihre kritische Drehzahl erreicht. Wie hilft man sich in dieser Situation? Der Anbieter hat einen Spindeltrieb entwickelt, bei dem die Spindel durch ein verbundenes Paar von Führungslagern über die Hublänge gestützt wird. Die freie Spindellänge wird dadurch in mehrere kürzere Abschnitte unterteilt. Die neu entwickelte Spindelführung darf in der Ausführung M55 bis zu drei Meter lang sein und in der Version M75 bis zu vier Meter. Ein solcher Linearantrieb tritt damit durchaus in Konkurrenz zu einem Riemenantrieb, jedenfalls was den Hub anbelangt. Bisher waren ja derart langhubige Spindelantriebe nicht ohne weiteres verfügbar. Man sollte deshalb bei einem Variantenvergleich von Linearantrieben die Spindelvariante wieder mit einbeziehen. Für die Projektierung hält der Anbieter eine spezielle Software zur Auslegung und Auswahl bereit. Warum nicht wieder einmal die Spindel?he

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