Industrie-Gasfedern

Leichter Einstieg

Gasfeder macht Fliegen ohne Pilotenschein komfortabel
Der Flugservolator: Sieger von „Jugend forscht“ 2007 im Bereich Arbeitswelten mit ACE Industrie-Gasfeder für mehr Komfort beim Ein- und Ausstieg. (Foto: ACE/Bosch)
Verbesserte Bedingungen nicht nur in der Arbeitswelt steigern Produktivität und Lebensqualität. Deshalb fördern innovative Firmen den Nachwuchs unter anderem im Bundeswettbewerb „Jugend forscht“. 2007 haben in der Kategorie „Arbeitswelt“ Schüler aus Baden-Württemberg gewonnen – mit Unterstützung von ACE.

Den Traum vom Fliegen haben viele Menschen. Doch der Erwerb des Pilotenscheins ist kostspielig. Flugsimulatoren sind hier nur ein schmaler Ersatz – sie erinnern oft an Kirmesattraktionen. Das wollte eine Gruppe technikbegeisterter Jugendlicher ändern – durchaus ein ambitioniertes Ziel. Doch mit der Unterstützung einiger namhafter Unternehmen gelang die Umsetzung des Vorhabens innerhalb eines Jahres: Schüler aus Wankheim bei Tübingen unter der Leitung von Dirk Kaltenmark erhielten den Bundespreis „Jugend forscht“ für ihren Flugservolator.

Zunächst waren möglichst viele Steuerelemente eines echten Segelflugzeuges in einen restaurierten Rumpf einzubauen. Das sorgt für ein realistisches Fluggefühl sowohl bei Anfängern und Fortgeschrittenen. Der Einstieg erfolgt über die Vorderfront, die Öffnung der Pilotenkanzel erfolgt mit Hilfe von ACE-Gasfedern. Die jungen Forscher entschieden sich für Maschinenelemente des rheinländischen Unternehmens. ACE hat die Dämpfungselemente für das Projekt gesponsert. Die Industrie-Gasfedern sind so konstruiert, dass sie das Öffnen und Schließen kleiner Hauben und Deckel spürbar erleichtern. Dafür strömt beim Schließen der Flugservolatorkanzel Stickstoff beim Beaufschlagen der Gasfeder durch die Drosselöffnung im Kolben. Eine definierte Einfahrgeschwindigkeit ist das Resultat. Dabei wirkt die Gasfeder entgegen der Gewichtskraft der Haube. Beim Öffnen strömt der Stickstoff zurück und unterstützt die Handkraft – der Öffnende hat das Gefühl, einen federleichten Gegenstand zu bewegen. Sowohl das Ein- als auch das Ausfahrtempo der Feder bestimmt die Bohrung der Drossel. Der Empfehlung des Herstellers folgend ist die Gasfeder des Typs GS-19-200-EE-350N nach unten gerichtet eingebaut. So kommt die Endlagendämpfung zum Tragen. Weitere Vorteile des modernen Maschinenelements sind eine keramische Härteschicht auf der Kolbenstange, ein integriertes Gleitlager sowie eine Fettkammer. Dadurch sind die Gasfedern verschleißarm und sichern höchste Standzeiten. Die wartungsfreien und einbaufertigen Maschinenelemente lassen sich dank verschiedenster Anbauteile problemlos in bereits bestehende Konstruktionen integrieren. Die Federn haben einen Innendruck von 200 bar.

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Wie die Gasfeder bei Entwicklung, Konstruktion und Auslegung greift auch der im Wettbewerb „Jugend forscht“ ausgezeichnete Flugservolator auf eine speziell entwickelte Software zurück. Das von den Jugendlichen aus Baden-Württemberg entwickelte Programm hilft die Bewegungen synchron über Zahnriemen auszuführen. Unterdessen sorgt die Software des Langenfelder Unternehmens dafür, dass die Bewegung beim Öffnen und Schließen der Klappe optimal gesteuert wird. Mit Hilfe von speziellen Auslegungsbögen und des Programms können schnell passende Industrie-Gasfedern ermittelt werden; das Spektrum reicht von kleinen Modellen mit 20 Millimeter Hub und zehn Newton Ausschubkraft bis zu Großgasfedern mit 800 Millimetern Hub und einer Leistung bis 13.000 Newton. PR/pb

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