Anlagenbau

Hochstapler mit guter Führung

Zuverlässigkeit bei Linearrobotern durch Uniflex-Energieführungen
Bei speziellen Anwendungen setzt GPA-Jakob auf die leisen und vibrationsarmen Kabelschlepp-Energieführungsketten der Quantum-Serie.
Der beste Fertigungsprozess gerät ins Stocken, wenn Teile-entnahme und Palettieren am Ende der Produktionskette nicht zuverlässig funktionieren. Bei SSI Schäfer in Neunkirchen sorgt deshalb eine maßgeschneiderte Stapelanlage des Automatisierungsspezialisten GPA-Jakob mit Energieführungen von Kabelschlepp dafür, dass die Regalbodenproduktion reibungslos funktioniert.

Das Unternehmen SSI Schäfer ist Komplettanbieter und Komponentenhersteller für Lager- und Betriebseinrichtungen. Im Neunkirchener Stammwerk des Familienunternehmens werden neben vielen anderen Produkten auch Regalböden aus unterschiedlichen Materialien hergestellt. Am Ende der Produktionskette steht eine kundenspezifisch konstruierte Stapelanlage, die zunächst je fünf Regalböden aufeinander stapelt und anschließend diese Fünferstapel nach Format optimiert auf Paletten absetzt. Der Karlsruher Anlagenbauer GPA-Jakob, der sich auf maßgeschneiderte Automatisierungslösungen für die Blech- und Massivumformung spezialisiert hat, konstruierte und installierte die Komplettlösung, die auch Komponenten wie Wickelmaschine, automatische Palettenzuführung, Zentrierstation sowie die gesamte Fördertechnik beinhaltet. Zwei Linearroboter übernehmen das eigentliche Handling der Regalböden in der Stapelanlage. Für ein Höchstmaß an Verfügbarkeit und Zuverlässigkeit dieser Feeder haben die Konstrukteure von GPA-Jakob bei den Energieführungen auf Energieführungsketten der Uniflex-Serie von Kabelschlepp gesetzt.

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Nach der Produktion der Regalböden entnimmt der erste Linearroboter das fertige Produkt mit Hilfe eines Saugertoolings aus der Zentrierstation. Anschließend dreht der Feeder den Regalboden um 90 Grad und legt ihn auf einer 2,20 Meter tiefer liegenden Förderstrecke ab. Dort stapelt er jeweils fünf Regalböden übereinander. Die Fördertechnik transportiert diese Fünferstapel zum zweiten Feeder der Anlage; der nimmt die jeweils fünf Regalböden mit einer Greiferzange auf und stapelt sie anschließend nach Format optimiert auf Paletten ab. Die Stapelhöhen der Paletten betragen dabei bis 2,10 Meter. Bei diesem Feeder zeigt sich eine Besonderheit der von GPA-Jakob kundenspezifisch geplanten Anlage: Er arbeitet nicht wie üblich horizontal, sondern vertikal. Diese Konstruktion spart Platz und ermöglicht eine Planung der Produktion auf zwei Ebenen, die mit Hilfe des Automationsfeeders verbunden werden können. Der Automationsfeeder hat einen Vertikalweg von 2,40 Metern und kann die Regalböden während des vertikalen Transports wenden oder drehen. Zum Greifen der Teile können über Servomotoren getriebene, mechanische Greifermodule, Magnete oder Sauger eingesetzt werden. Dadurch ist der Feeder für den Transport verschiedener Materialien einsetzbar. Sämtliche Achsen des Automationsfeeders sind mit Überlastsicherungen geschützt; sie werden elektrisch abgefragt – die Mechanik bleibt selbst im Kollisionsfall unbeschadet.

Bei der Stapelanlage am Ende der Regalbodenfertigung ist eine besonders hohe Verfügbarkeit und Zuverlässigkeit gefordert. Probleme bei der Teileentnahme oder beim Palettieren würden sofort zu einem Rückstau führen, und die gesamte Produktionsanlage müsste gestoppt werden. GPA-Jakob setzte in der Konstruktion gezielt auf bewährte und praxiserprobte Lösungen wie die Energieführungen der Uniflex-Serie des Spezialisten Kabelschlepp. An der Horizontalachse des ersten Feeders der Stapelanlage werden die Energie- und Steuerleitungen in einer Uniflex-Kette des Typs 0455 mit einer lichten Breite von 58 Millimetern und einem Krümmungsradius von 95 Millimetern geführt. Die Kette ist in Bauart 040 mit nach innen aufklappbaren und lösbaren Bügeln ausgeführt. An der Vertikalachse des zweiten Feeders verlaufen die Leitungen in einer größeren Kette des Typs 0555, ebenfalls mit nach innen aufklappbaren Bügeln, einer lichten Breite von 150 Millimetern und einem Krümmungsradius von 125 Millimetern. In der Stapelanlage waren sowohl an der Horizontal- als auch an der Vertikalachse Standardketten aus der Basic-Line einsetzbar.

Das preisgünstige Uniflex-Kettenprogramm aus der Basic-Line bietet eine Variantenvielfalt in unterschiedlichsten Größen – mit vielfältigen Öffnungs- und Abdeckvarianten, die als Standardlösungen sofort ab Lager lieferbar sind. Die robusten Kunststoffketten sind torsionssteif und haben ein stabiles doppeltes Anschlagsystem, mit dem sich auch große freitragende Längen realisieren lassen. Für eine einfache Leitungsbestückung lassen sich die Ketten schnell und leicht mit einem Handgriff über die beidseitig aufklappbaren und lösbaren Bügel öffnen. Ein variables Trennstegsystem sorgt für eine zuverlässige Separation. Das ist wichtig, falls in der Energiekette Elektroleitungen, Hydraulik- und Luftschläuche oder Leitungen mit stark unterschiedlichen Durchmessern geführt werden müssen. Speziell für den Einsatz von Hydraulikschläuchen bei kleinen Krümmungsradien hat das Uniflex-System zusätzlich verriegelbare Bügel für starken Halt. Bei Anlagen, in denen starke Verunreinigungen auftreten, lassen sich die Uniflex-Energieführungen sowohl einseitig als auch beidseitig abgedeckt als Schlauchvariante ausführen. pb

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