Kompaktschleifleitung DCL-Pro

Führung in Wabenstruktur

Schleifleitungssystem zur Energieversorgung.

Kennzeichen der Kompaktschleifleitung DCL-Pro zur Übertragung von Energie und Steuersignalen ist ein Gehäuseprofil mit Wabenstruktur, das sieben Leiter mit einem Querschnitt bis 70 Quadratmillimeter aufnehmen kann. Damit ist die Übertragung von Strömen bis 200 Ampere im Dauerbetrieb machbar.

Mit einer vorkonfektionierten Verbindungstechnik gestalten sich Montage und Installation einfach, sichert der Anbieter Demag aus Wetter zu. Er hat die neue Kompaktschleifleitung DCL-Pro kompatibel zum Vorgängermodell DCL konzipiert – das ermöglicht nun die Erweiterung bestehender Anlagen. Grundlage der DCL-Pro ist das Gehäuseprofil in Wabenstruktur: Es hat eine hochstabile Eigenstruktur mit hoher Biegesteifigkeit. Der Hersteller hat das Profil mit einer vergrößerten Schienenkammer ausgestattet, deshalb bietet die DCL-Pro Platz für die Aufnahme von bis zu sieben Kupferleitern mit einem Querschnitt bis 70 Quadratmillimeter. Damit ist die Übertragung von Strömen bis 200 Ampere im Dauerbetrieb möglich. Das Gehäuseprofil wird in zwei Ausführungen angeboten: Für Geradbahnen und für bogenförmige Bahnverläufe mit einem Mindestradius von 800 Millimeter. Zusätzlich lässt sich die vollständige Bahn mit einem Dichtungsprofil ausstatten; damit wird die höhere Schutzart IP 24 erreicht.

Verbindung zum Einrasten

Die patentierte Verbindertechnik hat einen Einrastmechanismus. Damit ist bereits von Montagebeginn an für sicheren Halt gesorgt, denn die Schienenverbinder können nicht verrutschen. Zudem sorgt die verwendete Schraubentechnik für komfortables Montieren. Auch das zwischenzeitliche Öffnen der Verbindungsstelle zwecks Wartung und Inspektion erfordert nicht die komplette Demontage der Verbindertechnik - der Verbinder verbleibt hierbei auf der CU-Stromschiene. Durch diese Technik entsteht auch an der Übergangsstelle der Kupferleiter eine nahtlose Schienenverbindung für eine gesicherte Energieübertragung.

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Die Geradstücke der DCL-Pro bietet Demag mit Standardlängen von 4.000 Millimetern an, Zwischenlängen werden bereits maßgerecht ab Werk geliefert. Durch das Schnittstellendesign der DCL-Pro sind im Bedarfsfall auch Anpassungen vor Ort möglich. Diese individuellen Lösungen lassen sich mit Hilfe des systemeigenen Verbindungskappenadapters umsetzen.

Die Stromabnehmerwagen des Leitungssystems sind mit verbesserter Radtechnik gefertigt, woraus ein stabiles Fahrverhalten und eine lange Lebensdauer resultiert. Durch unterschiedliche Radgeometrien der Führungsräder sind Stromabnehmerwagen in zwei Ausführungen lieferbar: Stromabnehmerwagen für reine Geradfahrten haben Führungsräder mit breiter Radkontur. Für Kurven- und Geradausfahrten werden Stromabnehmerwagen mit Führungsrädern eingesetzt, die mit einer schmalen Radkontur versehen sind. Die Stromabnehmerwagen sind ausgelegt für Fahrgeschwindigkeiten bis 200 Meter pro Minute. Verschleißfeste Federkontakte sorgen für eine hohe Stromübertragungsfähigkeit und störsichere Steuersignalübertragung. Für Standardanwendungen eignen sich Bronzegleitkontakte, bei erschwerten Einsatzbedingungen stehen alternativ Graphitgleitkontakte zur Verfügung.

Für die DCL-Pro hat der Hersteller ein umfangreiches Programm an Systemkomponenten für maßgeschneiderte Anlagenkonfigurationen im Programm. Dazu lässt sich die Stromeinspeisung an jedem beliebigen Punkt des Bahnverlaufs integrieren. pb

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