iwis unter den Top 100-Mittelständlern

„Die Kunst ist , eine Idee zu haben“

Zum 23. Mal sind die Top 100 als innovativste Unternehmen des deutschen Mittelstands ausgezeichnet worden. Die iwis-Gruppe zählt in diesem Jahr zu dieser Elite. Das Münchner Unternehmen nahm zuvor an einem Auswahlprozess teil. Untersucht wurden das Innovationsmanagement und der Innovationserfolg. Der Mentor des Innovationswettbewerbs, Ranga Yogeshwar, hat den Top-Innovator im Rahmen des Deutschen Mittelstands-Summits am 24. Juni in Essen geehrt.

Rangar Yogeshwar überreichte Johannes Winklhofer die Ehrung als Top 100-Mittelstandunternehmen. (Foto: iwis)

Die Präzisionsketten der iwis-Gruppe bewegen: Das Unternehmen aus München beliefert nahezu alle Automobilhersteller weltweit mit seinen innovativen Antriebssystemen. Zu den Kunden des Top-Innovators gehören aber auch die Druck-, Papier- und die Verpackungsindustrie sowie der Maschinen- und Landmaschinenbau. Beim Wettbewerb punktete die iwis-Gruppe gleich in mehreren Bewertungskategorien.

„Die Kunst ist schlicht, eine Idee zu haben“, sagt Johannes Winklhofer, der das 1916 gegründete Unternehmen bereits in der vierten Generation leitet. Der Innovationsprozess beginnt mit einem Kreativ-Workshop, in dem sich Mitarbeiter gemeinsam mit Kunden oder Lieferanten einer konkreten Aufgabe stellen. Kreativtools, wie der „morphologische Kasten“ helfen erfolgreich bei der Ideenfindung: Zuletzt hat die Hälfte der mehr als 1.400 Beschäftigten rund 2.500 Ideen eingereicht, von denen rund zwei Drittel realisiert wurden.

Vor allem Zukunftsthemen interessieren die iwis-Gruppe: Wie sieht ein Verbrennungsmotor in 20 Jahren aus? Das ist nur eine der Kernfragen, aus deren Antwort sich eine Produkt-Roadmap mit Meilensteinen ableitet. Jährlich befinden sich rund 40 neue Projekte in der Entwicklung. „Wir suchen ganz gezielt auch nach radikalen Ideen“, erklärt Winklhofer. So hat iwis beispielsweise einen seit 80 Jahren etablierten Beschichtungsprozess revolutioniert und damit alle Wettbewerber hinter sich gelassen. Der Erfolg der Gruppe spricht für sich: Rund 50 Prozent des Umsatzes erzielte iwis zuletzt mit Marktneuheiten und innovativen Verbesserungen, die das Unternehmen vor der Konkurrenz auf den Markt gebracht hat. Allein in den letzten Jahren haben die Bayern rund 80 nationale und internationale Patente angemeldet. „Wir wollen mehr als nur mit unseren Präzisionsketten bewegen“, sagt Winklhofer. „Wir sind dazu auf dem richtigen Weg.“

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Über 4.000 Unternehmen interessierten sich in diesem Jahr für eine Teilnahme an Top 100. 366 von ihnen bewarben sich für die Qualifikationsrunde. Davon kamen 284 in die Finalrunde. 238 schafften schließlich den Sprung in die TOP 100 (maximal 100 in jeder der drei Größenklassen). Bewertet wurden die Unternehmen wieder von Prof. Dr. Nikolaus Franke und seinem Team vom Lehrstuhl für Entrepreneurship und Innovation der Wirtschaftsuniversität Wien. Sie fragten über 100 Parameter in fünf Bewertungskategorien ab: „Innovationsförderndes Top-Management“, „Innovationsklima“, „Innovative Prozesse und Organisation“, „Innovationsmarketing/Außenorientierung“ und „Innovationserfolg“.

Die Sieger zählen in ihren Branchen zu den Schrittmachern. Das zeigen die Zahlen der Auswertung: Unter den Unternehmen sind 97 nationale Marktführer und 32 Weltmarktführer. Im Durchschnitt erzielten sie zuletzt 40 Prozent ihres Umsatzes mit Marktneuheiten und Produktverbesserungen, die sie vor der Konkurrenz auf den Markt brachten. Ihr Umsatzwachstum lag dabei um 28 Prozentpunkte über dem jeweiligen. bw

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