Kunststoffe für Bewegung

Igus ist weiter auf Wachstumskurs

Die motion plastics von Igus sind weiter auf Wachstumskurs. Das Unternehmen konnte seinen Umsatz 2018 um 8,5 Prozent steigern. Auf der Hannover Messe zeigt der Kunststoff-Spezialist 120 Neuheiten.

Online-Simulation, intelligente Kabel und Gleitlager und seit eine Plattform für Low-Cost-Roboter – Maschinenelemente aus Kunststoffen entwickeln sich zu High-Tech-Komponenten. © Igus

Mit der Igus-Kerntechnologie „motion plastics – Kunststoffe für Bewegung“ wagt sich das Unternehmen jedes Jahr in neue Bereiche der Industrie: 3D-Druck für Verschleißteile mit online kalkulierbarer Lebensdauer, intelligente smart plastics, Energieketten mit 1.000 Meter Verfahrweg oder schmierfreie Polymerkugellager mit zehnfach höherer Laufzeit. Und das mit Erfolg, denn Hochleistungskunststoffe für die Bewegung bleiben weltweit stark nachgefragt. So konnte Igus den Umsatz 2018 um 8,5 Prozent auf 748 Millionen Euro steigern. Vom Gesamtumsatz wurden 53 Prozent in Europa, 31 Prozent in Asien und 16 Prozent in Amerika und Afrika erwirtschaftet. Die Mitarbeiterzahl stieg auf 4.150.

Mit Start-Up-Mentalität in neue Bereiche
Igus wächst rein organisch und erschließt sich kontinuierlich neue Märkte wie die Bühnentechnik oder Solarindustrie. Am Hauptstandort in Köln Porz-Lind herrscht Start-Up-Elan. „Durch agile Arbeitsmethoden und offene Strukturen sind wir in der Lage, neue Ideen schnell in Sprint-Teams umzusetzen“, stellt Geschäftsführer Frank Blase heraus. „Wir probieren aus, machen neu, verbessern, bis der Anwender genau das Produkt erhält, das ihn weiter nach vorne bringt.“

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Ein Resultat dieser Dynamik sind die 120 Neuheiten, die Igus in diesem Jahr auf der Hannover Messe präsentiert. Dort zeigt sich, dass Kunststoff-Maschinenelemente längst zu High-Tech-Komponenten geworden sind. So nutzt das Unternehmen die Chancen der Digitalisierung und präsentiert Gleitlager, die mit smarter Intelligenz ausgestattet werden können. Mit dem erweiterten Kommunikationsmodul icom.plus kann der Kunde entscheiden, in welcher Form er die gewonnen Daten einbinden möchte. Von einer Offline-Version für restriktive Umgebungen bis hin zur Anbindung der Werte an den Server, zur automatischen Ersatzteilbestellung, ist es dem Anwender frei möglich, seine Daten zu integrieren und auszulesen.

Robotik-Plattform und 3D-Druck
Hochleistungspolymere von Igus erweitern auch die Möglichkeiten der Low-Cost-Automation. Denn wenn man Roboter mit Getrieben und vielen anderen Teilen aus Kunststoff baut, sind enorme Kosteneinsparungen möglich. Roboter ab 3.000 Euro sind bereits Realität. Gemeinsam mit 16 weiteren Partnern aus der Industrie präsentiert Igus die Online-Plattform rbtx.com, die Anbieter und Anwender auf einer Plattform für Lean-Robotics zusammenbringt. Industrie- und Service-Roboter kann sich der Kunde dort komplett konfigurieren.

Auch der Bereich der Additiven Fertigung ist im letzten Jahr weitergewachsen. Die 3D-Druckkapazitäten wurden durch neue SLS-Drucker verdreifacht und ein eigener Hochtemperaturdrucker für das hitzebeständige Tribo-Filament Iglidur J350 entwickelt. Für gängige Maschinenelemente wie Zahnräder und Rollen bietet der Hersteller jetzt spezielle Onlinekonfiguratoren und gedruckte Lösungen mit exzellentem Verschleißverhalten. Weltweit einmalig: Die Lebensdauer dieser 3D-gedruckten Komponenten lässt sich online berechnen. as

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