Hochtemperaturbeständige Gasfedern

Dynamischer Hitze-Test

Industriegasfedern unter Hochtemperaturbelastung.

Das Prüfinstitut Brunel Car Synergies hat spezielle Gasfedern für Hochtemperaturbereiche unter dynamischen Bedingungen eine Woche lang getestet. Die ACE-Elemente schnitten gut ab.

Die in Bochum ansässige Brunel Car Synergies ist Anbieter von Ingenieurdienstleistungen. Hierzu zählen Aufgabenlösungen entlang der gesamten Prozesskette von der Entwicklung über Konstruktion, Verifikation, Prototyping, Testing bis hin zum Management Support. Tests für die Automobilbranche gehören zum Beispiel zur Tagesordnung. Nun waren Gasfedern an der Reihe: Diese Maschinenelemente befinden sich zum Unterstützen der Handkraft beim Öffnen und Schließen kleiner und großer Klappen, Hauben und Luken in fast jedem Kfz-Kofferraum. Diesmal sollten spezielle Gasfedern für Hochtemperaturbereiche unter die Lupe genommen werden. ACE Stoßdämpfer hatte diesen Test initiiert – und sich an ähnlichen Produkten anderer Hersteller gemessen, die auch in die Testreihe einbezogen waren. Konkret ging es darum, die mit reinem Stickstoff und Öl gefüllten Gasfedern unter dynamischen Anforderungen auf ihre Funktionalität zu überprüfen. Unter dynamischen Bedingungen treten höhere Belastungen auf als in statischen Fällen. Um eine fundierte Aussage über die Langlebigkeit zu erhalten, waren die Tests auf maximal 50 Stunden angelegt; vier Prüflinge waren am Start.

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Das Prüfinstitut sorgte dafür, dass die Gasfedern während der Versuchsreihe in einer Temperierkammer konstant auf 160 Grad Celsius erwärmt wurden. Die Federn waren mittels Adapter fest an Widerlagern montiert. Gleichzeitig war über eine computergesteuerte Krafteinleitung sichergestellt, dass alle Gasfedern den gleichen Belastungen in Z-Richtung ausgesetzt waren. Die dauerhaften Belastungen sollten nur bei Bruch der Feder oder bei einem Kraftverlust während der durchzuführenden Kennlinienmessung auf 1,75 Kilonewton Druckkraft abgebrochen werden. Nach dem Teststart fiel gleich ein Prüfling aus – schon nach den ersten Lastwechseln war keine Gegenkraft mehr zu verzeichnen, und die Dichtung rutschte teilweise aus dem Gehäuse. Die ACE-Prüflinge hielten indes gut durch: Hier trat der den Test abbrechende Kraftverlust erst nach 3.000 und 5.000 Zyklen auf. Eine weitere Sondergasfeder mit spezieller Dichtungstechnik des Herstellers aus Langenfeld erwies sich mit 10.000 Zyklen als die robusteste.

Ausführungen als Gasdruckfeder sowie Gaszugfeder

Qualitätsbewusste Anwender, zumal wenn sie Gasfedern bei hohen Temperaturen einsetzen müssen, könnten sich also für die ACE-Modelle entscheiden, weil diese Produkte offenbar auch für lange Einsätzen unter dynamischen Verhältnissen geeignet sind. Die HT-Gasfedern-Serie ist wartungsfrei und mit einer speziellen Dichtungstechnik ausgestattet; hier gibt es die Typen GS-15 bis GS-40. Bei diesen Dämpfungslösungen ist der Anwender flexibel, denn die im Vergleich zu Standardgasfedern nicht nur gegen Hitze, sondern auch gegen Schwitzwasser und aggressive Reinigungsmittel beständigeren Varianten gibt es in Ausführungen als Gasdruck- sowie Gaszugfedern. Als Druckfedern sind sie mit Kolbenstangendurchmessern von sechs bis 20 Millimeter und Zylinderrohren mit Durchmessern von 15,6 bis 40 Millimeter lieferbar; als Zugfedern sind sie mit Sechs-Millimeter-Kolbenstange und 19-Millimeter-Zylinderrohr bis zur 28-Millimeter-Kolbenstange im 40-Millimeter-Zylinderrohr erhältlich. Der Hersteller hat alle entsprechenden Anschlüsse im Portfolio. Alle Elemente gibt es auch in Edelstahl. pb

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