Schwingungsisolatoren versüßen nachbarschaftliche Beziehungen

Jetzt kommt die stille Zeit

Nachbarn einer belgischen Schokoladenproduktion haben künftig ihre Ruhe: Mit Stoßdämpfern von ACE konnten Schwingungen isoliert werden – nun ist der vormals ruhestörende Herstellungsprozess beruhigt, und in der Straße kehrt Frieden ein.

Das belgische Familienunternehmen Libeert stellt Premiumprodukte aus Schokolade her – Tafeln, Pralinen und natürlich auch Osterhasen und Weihnachtsmänner. Das Unternehmen hatte bei der Formung aber ein Problem: Ein Teil des Fertigungsprozesses sorgte für Schwingungen, die sich auf ein angrenzendes Wohnhaus übertrugen; Möbel und Geschirr vibrierten, was für den Nachbarn ein unhaltbarer Zustand war. Die Schwingungen rührten vom Conchieren her: Die flüssige Schokoladenmasse wird hierbei über einen längeren Zeitraum ständig in Bewegung gehalten, das macht sie cremig, und ihre Geschmacksstoffe entfalten sich auf besondere Art. Sodann wird die Masse in vorgewärmte Formen gegossen, und spezielle Maschinen sorgen dafür, dass die dabei entstehenden Luftblasen durch Vibration entfernt werden. Dabei muss stark gerüttelt werden, um feinste Lufteinschlüsse aus der Schokolade zu entfernen. Die Rüttelfrequenz ist abhängig von Viskosität und Fließgrenze der Schokolade sowie von weiteren Parametern. Messungen hatten ergeben, dass die in diesem Fall resultierende Störfrequenz bei 16 Hertz lag. Allerdings gab es keine Vibrationslösung, die Schwingungen unter 20 Hertz isolieren kann.

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Abhilfe kam erst durch PLM-Luftfederelemente von ACE. Diese Serie gehört zu den 2013 auf dem Markt eingeführten „ACEolatoren“. Sie wurden für niederfrequente Schwingungs- und Schockisolation an Messplätzen oder bei Lüfter, Motor- und Generatoreinheiten entwickelt. Als Schwingungsdämpfer eingesetzt bieten die internen Luftkammern eine signifikante Isolierwirkung bereits ab einer Frequenz von fünf Hertz aufwärts. Für beste Isolationswerte sollte die maximale Belastung der einzelnen Luftfederelemente voll ausgeschöpft werden. Bei der Libeert-Anlage, die 1.800 Kilo schwer ist, musste die passende Isolierungslösung für 14 Maschinenfüße gefunden werden, auf denen die rüttelnde Einheit stand. Dafür wählte man das Modell PLM3 mit einer maximalen Traglast von 135 Kilogramm pro Luftfederelement. Die PLM-Konstruktion ist mit einem einvulkanisierten Gewindeeinsatz versehen, wodurch die Luftfedern entweder mit Hilfe eines Standardreifenventils oder einer pneumatischen Verschraubung mit Druckluft beaufschlagt werden können. Sonderanschlüsse sind nicht nötig. Die Eigenfrequenz dieser Maschinenelemente liegt bei drei Hertz im optimal belasteten Zustand. Im drucklosen Zustand liegt sie bei zehn Hertz, so dass immer noch Störungen von oberhalb 14 Hertz isoliert werden können. Ein positiver Nebeneffekt der PLM-Serie: Sie nivelliert durch ihr Ventil gleichzeitig die gelagerten Geräte.

Die PLM-Module sorgten in Belgien für eine Reduktion der Schwingungen um 80 Prozent. Die verbliebenen Schwingungen sind nur noch mit Messvorrichtungen nachweisbar. Damit ist bei der Schokoladenherstellung und auch im angrenzenden Haus endlich Ruhe eingekehrt.

pb

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