Wälzlagertechnik

Fokus auf der Bewegung

Wälzlager als Schlüssel zu neuen Technologie- und Produkttrends. Die globalen Megatrends Mobilität und Industrie 4.0 sowie die konsequente Weiterentwicklung von Wälz- und Gleitlagern sowie Linearführungen hinsichtlich Belastung, Lebensdauer und Leistungsverdichtung prägen den Auftritt der Sparte Industrie von Schaeffler auf der HMI.

Ein neue Lagerart: das Toroidalrollenlager „Torb“ der Marke FAG. Es vereint die Winkeleinstellbarkeit eines Pendelrollenlagers mit der axialen Verschiebbarkeit eines Zylinderrollen- oder Nadellagers. (Foto: Schaeffler)

Das fränkische Unternehmen befasst sich bei der Produktentwicklung mit den klassischen Themen wie Leistungssteigerung, Wirtschaftlichkeit und Energieeffizienz, außerdem mit Sensorik, Aktorik, Vernetzung sowie kontinuierlicher Zustandsüberwachung. „Antriebskomponenten mit integrierter Sensorik und smarte Aktoren – wie wir sie in Hannover zeigen werden – sind Voraussetzung für die Vernetzung von Maschinen und Anlagen und die Steuerung autonomer Prozesse in der Wertschöpfungskette unserer Kunden“, so Robert Schullan, Mitglied im Scheaffler-Vorstand und Vorsitzender der Geschäftsleitung Schaeffler Industrie. HMI und MDA als internationale Plattform und Leitmesse für Technologietrends in der Antriebs- und Fluidtechnik sind für Schaeffler daher Pflichttermin. „Die MDA bietet einen kompletten internationalen Branchenüberblick und zeigt die aktuellen Branchentrends. In diesem Jahr werden wir insbesondere über die Themen Industrie 4.0, Nachhaltigkeit und Energieeffizienz, Condition Monitoring Systeme, Antriebssysteme für Windkraftanlagen und Dichtungstechnik diskutieren“, so Schullan. Er unterstreicht die herausragende Rolle des Zukunftsmarktes Indien, des diesjährigen Partnerlandes der HMI. Durch die langjährige Präsenz im indischen Markt will Schaeffler bei den anstehenden Investitionen in Infrastruktur und Industrieanlagen des Landes sowie in erneuerbare Energien technologische Unterstützung anbieten. An vier Standorten entwickelt und fertigt Schaeffler Produkte für den indischen Markt. Die für Schaeffler bedeutendsten Industriebranchen in Indien sind die Landtechnik, Stahl- und Textilindustrie, Motorrad und Bahn, aber auch Produktionsmaschine und Windkraft. Am Standort Vadodara hat das Unternehmen jüngst sein erstes Schaeffler Technology Center für Indien validiert.

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Wenig Reibung für Mobilität für morgen
Umweltfreundliche Antriebe, urbane und interurbane Mobilität sowie das Thema Energie sind Fokusfelder der Schaeffler-Strategie „Mobilität für morgen“. Hierfür hat Schaeffler umfassendes Systemverständnis des Antriebsstranges sowohl bei Fahrzeugen – Zweirad, Bahn und Luftfahrt – als auch in industriellen Anwendungen. Beim Thema Energie ist Schaeffler Entwicklungspartner sowohl für die konventionelle und regenerative Energieerzeugung als auch für eine möglichst effiziente Nutzung der eingesetzten Energie durch Produkte mit wenig Reibung. Im Hinblick auf die Mobilität für morgen spielen daher energieeffiziente, wirtschaftliche und langlebige Komponenten für Motor, Getriebe und Fahrwerk eine große Rolle – beispielsweise auch für den wachsenden Zweiradmarkt in Indien.

Zylinderrollenlager in X-life-Qualität mit Durotect-B-beschichteten Wälzkörpern und Innenringen für Planetenräder. Bei diesem Lager ist die Laufbahn in das Planetenrad integriert. (Foto: Schaeffler)

Zustandsüberwachung für vernetzte Prozesse
Im Rahmen von Industrie 4.0 gewinnt die Vernetzung von Komponenten, Maschinen und Produktionssystemen untereinander mittels in der Maschine integrierter oder übergeordneter IT-Systeme eine hohe Bedeutung. Voraussetzung dafür sind Komponenten, die Zustandsinformationen sensieren und weitergeben können. Wälzlager spielen hier eine entscheidende Rolle, da sie Führungs- und Positionieraufgaben übernehmen sowie alle Prozesskräfte und Bewegungen übertragen. Schaeffler arbeitet daher an der Erweiterung von Wälzlagern um Sensoren, Aktoren, Steuerungs- und Softwarekomponenten mit dem Ziel der kontinuierlichen Zustandsüberwachung und autonomen Lösungssuche bei Fehlermeldungen. Ein Messe-Highlight ist das neue magnetoelastische FAG-Drehmomentmessmodul, eine mechatronische Lösung für die Überwachung und Steuerung: Die Möglichkeit zur exakten Überwachung von Maschinenzustand und -prozess durch die Erfassung des Drehmoments ist eine wichtige Voraussetzung für vernetzte und intelligente Prozesse auf dem Weg zu Industrie 4.0. Dieses Modul wird als einbaufertige, anwendungsspezifische Lösung angeboten. Erste Anwendungen finden sich in der Landtechnik in drehmomentgesteuerten Dung- und Düngerstreuern.

Lager verbessern – Lebensdauer erhöhen
Schaeffler entwickelt Wälz- und Gleitlager sowie Linearführungen konsequent weiter mit dem Ziel, Funktionalität, Wirtschaftlichkeit und Zuverlässigkeit industrieller Anwendungen zu verbessern. X-life ist das Gütesiegel für Produkte von Schaeffler, die sich bei gleicher Belastung und unverändertem Bauraum durch eine deutlich höhere Lebens- und Gebrauchsdauer auszeichnen, basierend auf höheren dynamischen Tragzahlen. Damit verlängern sich auch die Wartungsintervalle, was zu einer verbesserten „Total Cost of Ownership“ führt und die Ausfallsicherheit des Antriebs oder der Maschine erhöht. Die erhöhte Tragzahl kann aber auch genutzt werden, um die Lager bei gleichbleibender Lebensdauer höher zu belasten. Oder der Anwender setzt ein kleineres Wälzlager ein – so kann er kompakter bauen und Gewicht sparen. Eine verringerte Reibung und Geräuschentwicklung sind ebenfalls Argumente für den Einsatz von X-life.

In der Landtechnik, etwa bei Düngerstreuern, sind FAG-Drehmomentmessmodule in die Antriebsnabe integriert. Sie messen direkt am Prozess berührungslos und präzise die aktuelle Düngerdurchflussmenge. Sogar Blockaden und Verstopfungen an den Dosierschiebern werden erkannt. (Foto: Schaeffler)

Neue Lagerbauart Toroidalrollenlager
Mit dem FAG-Toroidalrollenlager „Torb“ stellt Schaeffler zur diesjährigen HMI eine neue Lagerbauart vor: Es handelt sich um ein winkel-einstellbares Rollenlager in X-life-Qualität. Es vereint die Winkeleinstellbarkeit eines Pendelrollenlagers mit der axialen Verschiebbarkeit eines Zylinderrollen- oder Nadellagers. Mit einem Toroidalrollenlager lassen sich Betriebssicherheit und Wirtschaftlichkeit einer Fest-Los-Lagerung signifikant steigern. Neben Stahl- und Walzwerken sind weitere Haupteinsatzbereiche Förder- und Bandanlagen, Papiermaschinen, zum Beispiel in Trockenzylindern, sowie bei Schiffsantrieben, Strömungsmaschinen in der Energieerzeugung, hier etwa in Ventilatoren, sowie in Textilmaschinen, Brechern, Maschinen zur Nahrungsmittelverarbeitung und landwirtschaftlichen Maschinen.   pb

Halle 22, Stand A12

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