Lineartechnik

Führung – je nach Aufgabe

Linearführungen in allen Varianten. Basis für leistungsfähige Linearachsen sind auf die Anwendung genau abgestimmte Führungen. Drei Hauptgruppen bietet Schaeffler für die Montage- und Handhabungstechnik: Laufrollenführungen, Wellenführungen und Profilschienenführungen.

Das Spektrum der INA-Linearführungen reicht von einer kostenoptimierten Wellenführung über Laufrollenführungen bis hin zu präzisesten Profilschienenführungen in X-life-Qualität. (Foto: Schaeffler)

INA-Laufrollenführungen werden aufgrund ihrer Leichtbauweise bevorzugt in dynamischen Handhabungssystemen eingesetzt. Sie laufen geräuscharm, ermöglichen hohe Geschwindigkeiten bis zehn Meter pro Sekunde und Beschleunigungen bis 50 Meter pro Quadratsekunde. Fünf Führungsschienentypen und fünf Laufwagentypen sind miteinander kombinierbar. INA liefert die Laufwagen als kostengünstige und leichte Hohlkammer-Laufwagen, als robuste, offene Laufwagen LFL-SF mit einfachem Aufbau, als geschlossene Kompakt-Laufwagen LFKL-SF, wenn die Führungen in verschmutzter Umgebung eingesetzt werden sollen, als Loslager-Laufwagen LFLL-SF für Fest- und Loslager-Anwendungen mit zwei parallel laufenden Schienenführungen und als Drehschemel-Laufwagen LFDL-B und LFDL-SF in Verbindung mit Bogenelementen LFSR-ST für nahezu beliebige Oval- und Kreisführungen.

Die INA-Verbund-Führungsschienen gibt es als Vollkammer und leichte Hohlkammer-Führungsschiene, mit biegesteifem Trägerprofil für hohe Belastungen, als kompakte Halbschiene, als Bogenelement sowie als flache Ausführung. Außerdem sind die Schienen mit Nuten für die Montage von Zahnstangen oder Zahnriemen lieferbar. Korrosionsbeständige Laufwagen, verstärkte Laufrollen und Laufrollen in X-liefe-Qualität erweitern das Anwendungsspektrum nochmals.

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Mit dieser großen Variantenvielfalt lässt sich so gut wie jede Bewegungsaufgabe in der Montage- und Handhabungstechnik lösen – je nach dem ob eine geringe bewegte Masse, eine hohe Tragfähigkeit, eine hohe Steifigkeit, eine bauraumoptimierte oder eine kostengünstige Lösung gefordert ist.

INA-Wellenführungen werden eingesetzt, wenn es auf gute Positioniergenauigkeit und eine reibungsarme, ruckfreie Bewegung ankommt. Zu unterscheiden sind geschlossene und offene Linearlager. Die offenen Linearlager haben einen verfügen über einen Segmentausschnitt, der für unterstützte Wellen mit Tragkörpern – den sogenannten Tragschienen – vorgesehen ist. Ausführungen mit Segment-Ausschnitt und Tragschienen werden eingesetzt, wenn bei langen Führungen die Welle unterstützt werden muss oder die Lagerung sehr steif sein soll.

Im Gegensatz zu den Profilschienenführungen gibt es bei den Wellenführungen keine normierten Anschlüsse. Zur einfachen Befestigung an die Kundenkonstruktion bietet Schaeffler die Linearlager mit Gehäusen als sogenannte INA-Linearlager-Einheiten an. Gewinde- oder Senkbohrungen in den Gehäusen ermöglichen ein einfaches Verschrauben mit der Anschlusskonstruktion – wenn erforderlich, auch von unten. In Verbindung mit der Welle beziehungsweise Tragschiene sind die Führungen auf diese Weise einfach in die Kundenkonstruktion integrierbar. Die Gehäuse bestehen üblicherweise aus einer Aluminium-Legierung – bei der Massiv-Baureihe aus Druckguss – und sind so dimensioniert, dass die volle Tragfähigkeit der montierten Linearlager nutzbar ist. Sowohl für geschlossene Lagerungen als auch für Lagerungen mit Segment-Ausschnitt können die Gehäuse mit und ohne Schlitz ausgeführt sein. Bei den geschlitzten Gehäuseausführungen kann das Radialspiel des Linearlagers über eine Stellschraube eingestellt werden.

INA-Linearlager und Linearlager-Einheiten sind in fünf Baureihen erhältlich: die Kompaktreihe mit radial kleinem Bauraum, die Leichtbaureihe für hohe Beschleunigungen und winkeleinstellbar zum Ausgleich von Fluchtungsfehlern bis 30 Winkelminuten, die Schwerlastreihe als besonders tragfähig ausgeführt sowie winkeleinstellbar zum Ausgleich von Fluchtungsfehlern bis 40 Winkelminuten, die Massiv-Baureihe mit Gehäuse aus Grauguss sowie die geräuscharme Gleitlager-Reihe mit hervorragenden Notlaufeigenschaften.

Aufgrund der vergleichsweise niedrigen Gesamtmasse eignen sich die Lineareinheiten oder Wellenführungen besonders für höhere Beschleunigungen und bei entsprechender Abstützung für eine präzise Positionierung bei geringen Gesamtkosten.

Die INA-Lineartechnik ist für ihre leistungsfähigen Profilschienenführungen weltweit im Maschinenbau bekannt. Aktuelles Highlight ist die Hochgeschwindigkeitsvariante der vierreihigen Profilschienenführungen Kuve-B-HS in X-life Qualität. Diese Variante ermöglicht Geschwindigkeiten bis zehn Meter pro Sekunde statt der branchenüblichen fünf Meter pro Sekunde, so dass das Potenzial von Linearmodulen mit Zahnriemen oder auch von Lineardirektantrieben voll ausgenutzt werden kann. Auch an korrosive Umgebungen hat INA gedacht: Die vierreihigen Profilschienenführungen Kuve-B können mit der Spezial-Beschichtung Corrotect oder mit einer Dünnschichtverchromung versehen werden. Laufwagen mit Brems- und Klemmfunktion BKE.TKVD und ein integriertes Längenmesssystem erweitern nochmals die Funktionalität. pb

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