Magnetisches Wegmesssystem

Sensor fährt im Wagen

Integriertes Messsystem für Alu-Profilschienenführung. Dr. Tretter bietet für Profilschienenführungen ein magnetisches Wegmesssystem an, das berührungslos und damit verschleißfrei arbeitet.

Bei der batteriebetrieben Variante des Messsystems lässt sich die Anzeigeeinheit auf dem bewegten Schlitten anbringen; Kabel entfallen weitgehend. (Foto: Dr. Erich Tretter)

Profilschienenführungen überzeugen durch geringe Reibung und wenig Verschleiß. Ihre Führungsgenauigkeit bleibt über die gesamte Lebensdauer nahezu konstant. Dr. Tretter hat Systeme im Programm, bei denen der Grundkörper der Schiene und des Führungswagens aus einer Aluminium-Knet-Legierung besteht. Sie sind eloxiert und damit korrosionsbeständiger. Durch Stahleinlagen in Niro-Ausführung sind diese Systeme hoch belastbar und rund 60 Prozent leichter als entsprechende Lösungen aus Stahl. Für diese Profilschienenführungen kommt von Dr. Tretter nun ein magnetisches Wegmesssystem, das berührungslos und damit verschleißfrei arbeitet. Im Gegensatz zu optischen Wegmesssystemen ist es unempfindlich gegenüber Verschmutzungen wie Flüssigkeiten oder Staub und damit für Industrieumgebungen geeignet. Der Sensor ist in Schutzart IP67 ausgeführt. Die Positionserfassung erfolgt direkt am Laufwagen. Der Sensor befindet sich komplett im Wagen; das vereinfacht die Konstruktion und den Austausch gegenüber einer Lösung ohne Messeinrichtung.

Bei dem eingesetzten System handelt es sich um ein inkrementelles Maßband mit Sensor; dieses Maßband kann bis zu 48 Meter lang sein. Um eine möglichst hohe Güte des Messsignals zu erhalten, liefert der Hersteller das Band standardmäßig nur in Verbindung mit den von unten verschraubten Schienen. Diese sind derzeit für die Größe 25 erhältlich. Bei diesem System handelt es sich eigentlich um drei Lösungen, die sich nach Aufgabe und Anwendungsfall richten:

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Lösung 1: batteriebetrieben
Die Batterielebensdauer ist auf vier Jahre ausgelegt. Das Maßband hat eine Polteilung von fünf Millimetern. Zusammen mit dem Sensor ergibt sich ein quasi absolutes Messsystem mit einer Wiederholgenauigkeit von plus/minus 0,1 Millimeter. Die Anzeige ist in einem IP54-Gehäuse untergebracht. Der Anwender kann von der Einheit Millimeter auf Inch umschalten. Weitere Optionen wie eine Kettenmaßfunktion stehen zur Verfügung. Vorteilhaft lässt sich die Anzeigeeinheit auf dem bewegten Schlitten anbringen; Kabel entfallen weitestgehend. Anwender können dieses Messsystem für unterschiedliche Branchen nutzen, bevorzugt für handbetätigte Verstelleinrichtungen. Einsatzfälle können beispielsweise das Messen von Bauteilen sein oder das Einstellen von Anschlägen in Maschinen und Vorrichtungen.

Lösung 2: fremdversorgt
Diese Lösung besteht aus einem Maßband mit Polteilung zwei Millimeter sowie einem Sensor für inkrementelles Messen. Die Wiederholgenauigkeit liegt bei plus/minus 0,015 Millimeter. Das Signal wird, um es anzuzeigen, zu einem ortsfesten Ein- oder Aufbaugehäuse geführt. Durch die Schnittstelle RS485 (optional RS232 oder USB) kann das Signal in einer SPS weiterverarbeitet werden. Das System eignet sich für die zuvor genannten Anwendungen – jedoch mit höherer Genauigkeit.

Lösung 3: für Automation
Es werden dasselbe Maßband und derselbe Sensor wie zuvor beschrieben verwendet. Der Magnetsensor mit integrierter Auswerteelektronik gibt das Fünf-Volt-TTL-Signal direkt zur Steuerung – zum Beispiel zur SPS. Daher eignet sich dieses System in automatisierten Einheiten für die Nahrungsmittel-, Elektronik- und Verpackungsindustrie oder im Leichtmaschinenbau, in der Medizin- und Handhabungstechnik. pb

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