Linearführungen

Das Niveau steigt

Hitzebeständige Linearführungen. Dr. Tretter legt bei Linearführungen, die in Spritzgieß- und Presswerkzeugen verbaut werden, den Schwerpunkt auf hitzebeständige und hochbelastbare Elemente.

Tretter zeigt verschiedene Wagenformen einer Standard-Profilschienenführung mit Stahlumlenkung gibt es in verschiedenen Wagenformen und mit Hitzebeständigkeit bis 150 Grad Celsius. (Foto: Tretter).

Zu den hitzebeständigen und hochbelastbaren Lösungen gehören zum Beispiel verschiedene Wagenformen einer Standard-Profilschienenführung mit Stahlumlenkung. Ebenfalls von Tretter kommen hitzebeständige Kugelgewindetriebe in Miniaturausführung mit einem Durchmesser von 100 Millimeter, kurzem Hub und geeignet für hohe Druckkräfte; diese Module sind beim Schließen und Öffnen von Spritzgießwerkzeugen im Einsatz.

Die Linearführungen von Dr. Tretter halten Temperaturen bis 150 Grad Celsius stand. Es sind zweireihige Miniaturführungen aus Edelstahl sowie vierreihige Standardführungen aus Wälzlagerstahl im Angebot. Im Werkzeugbau sorgen sie in den Größen sieben bis 15 sowie 15 und 20 für Wirtschaftlichkeit, verspricht der Hersteller. Die Miniaturführungen sind mit zwei umlaufenden Kugelreihen konstruiert sowie mit im gotischen Profil geschliffenen Laufbahnen. Dadurch ergibt sich für die Kugel ein Vierpunkt-Kontakt, und das System lässt sich in jeder Richtung gleich stark belasten. Durch die Konstruktion können auch größere Kugeln verbaut werden, was das Führungssystem noch belastbarer macht und ein höheres Quermoment zulässt. Die Schienen sind so gestaltet, dass eine große Querschnittfläche entsteht. Um die Steifigkeit der Führungen zu erhöhen oder um sie spielfrei zu machen, liefert Dr. Tretter diese je nach Anforderung mit entsprechenden Vorspannungen. Bei nicht beengten Einbauverhältnissen werden auch die klassischen vierreihigen Profilschienenführungen eingesetzt.

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In Spritzgießwerkzeugen mit Schiebern für Hinterschneidungen setzen Anwender meist auf vorgespannte Miniaturführungen. In der Praxis werden diese überwiegend mit breiter Schiene eingebaut. Werkzeugbauer setzen dagegen immer noch auf Gleitführungen. Diese sind jedoch nicht spielfrei. Deshalb kann leicht ein kleiner Spalt an den Übergängen zum Schieber auftreten, der Grate an den Werkstücken verursacht. Mit den spielfreien Miniaturführungen können Werkzeugbauer dies vermeiden oder zumindest stark reduzieren. Bauteile müssen nicht mehr nachbearbeitet werden.

Ein weiteres Anwendungsfeld ist die Verkettung von Stufenwerkzeugen bei Pressen. Dabei werden Führungselemente verwendet, um in automatisierten Prozessen Bauteile von Werkzeug zu Werkzeug ohne Zwischenablage zu transportieren. Bei Pressenfeedern nutzen Werkzeugbauer häufig zylindrische Laufrollen als Führungen. Ist jedoch eine sehr kompakte Bauweise bei kurzen Hublängen gefordert, bieten sich Miniaturführungen als wirtschaftliche Lösung an; das gilt insbesondere bei Transfereinheiten, die im Werkzeug integriert sind. pb

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