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Das Lager wird gesund geschrumpft

Erweitertes ProgrammFalten, Falten, nichts als Falten

Steinbock-Katalog

Auf fast 100 Seiten stellt Steinbock sein erweitertes Faltenbalg-Programm vor. Der neue Katalog zeigt alle ab Lager lieferbaren Faltenbälge auf, geordnet nach kleinstem Anschluss-Durchschnitt von drei bis 260 Millimeter.

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Management-Tool für LagerbeständeDas Lager wird gesund geschrumpft

Elsinghorst, Spezialist für Stahl und Industriebedarf, hat das intelligente Lagermanagement-System Vendor Managed Inventory von SKF eingeführt. Damit konnte das Unternehmen den Gesamtbestand reduzieren, während sich Umschlagshäufigkeit und Verfügbarkeit verbessert haben.

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SKF_Elsinghorst_VMI

Jeder Verbraucher freut sich, wenn ein gewünschtes Produkt beim Händler seines Vertrauens sofort verfügbar ist. Ein gut sortiertes Lager ist also für jeden Händler ein mächtiges Instrument zur Kundenbindung. Allerdings ist die Lagerhaltung zugleich ein beträchtlicher Kostenfaktor: Beispielsweise verlangt der ständige Fluss der Güter nach einem permanenten Abgleich von Warenverkauf, -bestand und -nachbestellungen. Das verursacht sowohl administrativen als auch personellen Aufwand. Außerdem binden die bevorrateten Produkte zum Teil unnötig viel Kapital, was sich im Falle so genannter Ladenhüter am leichtesten nachvollziehen lässt.

„Wer sein Lager auf Effizienz trimmen will, kann an zwei wesentlichen Punkten ansetzen“, meint Dennis Seeger vom Einkauf bei Elsinghorst: „Zum einen sollte die Verwaltung der Bestände und Bestellungen weitgehend automatisiert werden. Zum anderen muss der Gesamtbestand nicht einfach nur minimiert, sondern vor allem so justiert werden, dass die gewünschte Verfügbarkeit erhalten bleibt.“ Es komme also in hohem Maße darauf an, das Produktportfolio sowie die einzelnen Produkt-Bestände präzise an den jeweiligen Kundenbedarf anzupassen.

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Überwachung des Warenbestands

Mit diesem Ziel vor Augen hatte Elsinghorst schon eigene Lagermanagement-Systeme samt Berechnungsmöglichkeiten geschaffen, wollte aber neue Wege beschreiten, so der Datenexperte bei Elsinghorst, Sebastian Brinks. „Und dabei schwebte uns angesichts der Fortschritte in der Informationstechnik eine leistungsfähigere Lösung vor, die den Warenbestand quasi selbsttätig überwacht, die erforderlichen Bestellungen automatisch auslöst und außerdem den Warenfluss analysiert.“

An genau dieser Stelle kam SKF und das Vendor Managed Inventory ins Spiel. Beim kurz VMI genannten System handelt es sich um ein digitales Management-Tool für Lagerbestände, das die Planung auf Basis von gemeinsam definierten Sortiments- und Servicevorgaben automatisiert. „Es passt die Bestandsplanung dynamisch an das Bestellverhalten der Kunden an und optimiert dadurch den Lagerumschlag und die Verfügbarkeit“, erläutert Jürgen Schäfer vom Distribution Development der deutschen SKF. „Außerdem senkt das VMI den Verwaltungsaufwand des Händlers, indem es unter anderem die benötigten Produkt-Nachbestellungen bei SKF automatisch in Gang setzt.“

Um das VMI zu installieren, betrat Elsinghorst technologisches Neuland, ebenso wie die deutsche SKF: Hierzulande gab es noch keine Referenzfälleoder Experten. „Das war für einen Mittelständler wie uns durchaus eine Herausforderung“, erinnert sich Seeger, „weil wir’s plötzlich mit IT-Fachleuten in Warschau und Logistik-Spezialisten von SKFs europäischem Distributionszentrum im belgischen Tongeren zu tun bekamen.“

SKF_Elsinghorst_Lagermanagement

Ein Großteil der Kommunikation lief demzufolge auf Englisch ab, und Kommunikationsbedarf gab es reichlich: „Beispielsweise mussten wir unsere vorhandenen Waren-Datensätze erst mal ins neue System übertragen“, so Brinks. „Dafür existierte zwar eine Art Formblatt, aber um die technische Anbindung bis zur Funktionstüchtigkeit voranzutreiben, waren viele Detailgespräche erforderlich.“ So galt es unter anderem, diverse Schnittstellen zu definieren und sich über Kompatibilitäts-Aspekte auszutauschen, um den gegenseitigen Datentransfer sicherzustellen. „Hinzu kamen einige Debatten über Themen wie Einkaufsmengen oder Durchsätze“, ergänzt Seeger.

Nachdem alle Rahmenbedingungen erfüllt waren, ging das System im Sommer 2015 erstmals ans Netz. Im Rahmen des anfänglichen Probebetriebs justierten die Bocholter VMI-Vorreiter gemeinsam mit den SKF-Experten noch einige Parameter nach. „Außerdem haben wir täglich manuell überprüft, ob die Vorschläge des Systems zur Bestandsbereinigung beziehungsweise -auffüllung überhaupt Sinn machen und ob die entsprechenden Bestellungen auch tatsächlich rausgegangen sind“, erinnert sich Brinks.

Inzwischen läuft das System, gleicht die Lagerbestände und Abverkäufe ständig ab. „Die kontinuierlichen Berechnungen zur Bestandsplanung funktionieren ebenso zuverlässig wie die Bestellungen. Außerdem warnt uns das System sogar vor, wenn sich mal ein zu geringer Bestand anbahnt“, meint Brinks. „Darüber hinaus erhalten wir jeden Monat Statistiken mit wichtigen Kennzahlen. Und die lassen keinen Zweifel daran, dass wir unser Lager im besten Sinne gesundschrumpfen konnten: Unser Gesamtbestand ist drastisch gesunken, während sich Umschlagshäufigkeit und Verfügbarkeit enorm verbessert haben“, berichtet Seeger. „Und dies trotz des zusätzlichen Vertriebskanals, den wir 2016 mit einem weiteren, frei zugänglichen Online-Shop eröffnet hatten.“ as

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