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Artikel und Hintergründe zum Thema

Compound Fluoroxprene

Neuer Werkstoff reduziert Kraftstoffdämpfe

Eine der größten Herausforderungen ist die Umstellung auf eine ressourcenschonende Wirtschaft. Freudenberg zeigt mit der Neuentwicklung Fluoroxprene, wie Werkstoffe dazu beitragen können. Ursprünglich für Kraftstoffleitungen konzipiert, hat das Compound das Potenzial für zukunftsweisende Dichtungslösungen.

Fluoroxprene wurde entwickelt, um die Permeation von Kraftstoffdämpfen durch die Wandung der Zuleitungen zu reduzieren. (Bild: Freudenberg)

Fluoroxprene wurde entwickelt, um die Permeation von Kraftstoffdämpfen durch die Wandung der Zuleitungen zu reduzieren. Diese Permeation trägt ebenfalls zum Schadstoffausstoß eines Kraftfahrzeugs bei, wird aber häufig bei der Betrachtung der Gesamtemissionen außer Acht gelassen. Fluoroxprene reduziert entweichende Kraftstoffdämpfe in die Atmosphäre durch die Wandung der Kraftstoffschläuche auf einen Bruchteil der üblichen Mengen. Und das nicht nur bei Standard-Kraftstoffen – auch die aggressiven, alternativen Kraftstoffe auf Pflanzenbasis wie E10 oder E85 werden sicher eingedämmt. Fluoroxprene optimiert zudem die Sicherheit in Kraftstoffsystemen. Die elektrische Leitfähigkeit des Werkstoffs hilft den Fahrzeugherstellern, das Kraftstoffsystem gegen statische Entladung abzusichern. 

Schon seit einiger Zeit laufen Versuche, sogenannte FKM/TPE-Materialien im Bereich Automotive einzusetzen. Mit Fluoroxprene ist es den Dichtungsexperten von Freudenberg jetzt gelungen, ein prozessfähiges Compound zweier hochfluorierter Werkstoffe zu entwickeln. Dabei wird die hohe chemische Resistenz von Fluorkautschuk (FKM) mit der leichten Verarbeitbarkeit von thermoplastischen Elastomeren (TPE) verbunden. Fluoroxprene hat aufgrund seiner herausragenden Eigenschaften auch das Potenzial für ganz neue Lösungen in der Industrie – und das weit über die Anwendung für Kraftstoffschläuche hinaus. Durch veränderte Anteile der beiden Komponenten beziehungsweise der Bestandteile lassen sich die Produkteigenschaften an eine Vielzahl komplexer Anforderungsprofile anpassen.

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Da sich der neue Werkstoff sehr gut verarbeiten lässt, kann er in einem innovativen Fertigungsverfahren zum Einsatz kommen, das Freudenberg entwickelt hat. Es vereint bewährte Spritzgießtechnik mit einer aus Einzelkavitäten bestehenden Werkzeugkonstruktion, spart Material und Energie und hilft anfallenden Abfall zu reduzieren. Fluoroxprene sei somit ein gutes Beispiel, wie Unternehmen ressourcenschonend produzieren und gleichzeitig Nachhaltigkeit und Effizienz auch auf Kundenseite erhöhen können, sagt Freudenberg. as

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