Schnelle Hilfe von Igus

3D-Druck-Sofort-Service für Verschleißteile

Was tun, wenn auf dem Weg zur Fachmesse plötzlich ein wichtiges Ersatzteil für ein Exponat fehlt? Die Antwort des Berliner Unternehmens Blackcam, ein Hersteller von Kamerabewegungssystemen: den 3D-Druckservice von Igus einschalten. Der Spezialist fertigt innerhalb weniger Stunden individuelle Kundenbauteile mit industriellen 3D-Druckern.

Schnelle Hilfe: Igus fertigt mit seinem 3D-Druckservice schmiermittelfreie Sonderlösungen wie individuelle Gleitlager innerhalb weniger Stunden. © Igus

Ein Blick hinter die Kulissen von Hollywoodfilmen zeigt fast immer eine Bodenschiene, auf der große Kamerawagen fahren. Doch was für Kinofilme seit Jahrzehnten funktioniert, ist bei der Liveübertragung von Konzerten und Sportevents unangebracht – der Blick der Zuschauer im Konzertsaal oder im Stadion wäre eingeschränkt. Blackcam, ein Berliner Unternehmen, entwickelt deshalb eine neue Lösung: kompakte, ferngesteuerte Wagen, welche die Kamera über schmale Schienen fahren. Diese Führungen werden in der Entertainmentbranche immer beliebter.

Entsprechend oft ist Ferenc Tiefenbach, Ingenieur bei Blackcam, mit Exponaten auf Fachmessen unterwegs. Vor kurzem der Schock am Düsseldorfer Flughafen: Der Ingenieur entdeckte ein defektes Gleitlager, ausgerechnet am Prototypen eines neuen Bewegungssystems für Fußballspiele. Ein Ersatzteil lag nicht im Gepäck. Was also tun? Tiefenbach schaltete den 3D-Druckservice von Igus ein. Der Motion-Plastics-Spezialist fertigt mit Hochleistungskunststoffen Kleinserien und Unikate mit industriellen 3D-Druckern innerhalb kürzester Zeit.

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Nach wenigen Stunden abholbereit
Das CAD-Modell des Bauteils auf der Website von Igus hochladen, Druckmaterial auswählen und sofort bestellen. Der Versand erfolgt in der Regel innerhalb von 24 Stunden. „In meinem dringenden Fall konnte ich das Lager wenige Stunden nach Auftragseingang abholen“, zeigt sich Tiefenbach vom Service begeistert. Somit sei das Exponat wieder einsatzbereit für die Messe gewesen. „Es ist schon beachtlich, dass Igus trotz der Unternehmensgröße in der Lage ist, ein einziges Bauteil so schnell zu fertigen.“ Auch die Kosten seien überschaubar. Die Fertigung des Bauteils kostete 96 Euro.

Igus nutzt für den 3D-Druck unter anderem den Werkstoff Iglidur I180. Der Hochleistungskunststoff punktet mit hoher Abriebfestigkeit. Seine Überlegenheit gegenüber klassischem Filament aus Acrylnitril-Butadien-Styrol (ABS) zeigte sich im Igus-Testlabor: Dabei bewegten sich Gleitlager auf einer 0,37 Meter langen, harteloxierten Aluminiumwelle mit einer Geschwindigkeit von 0,34 Metern die Sekunde und einer Flächenpressung von 0,11 MPa. Das Ergebnis: Das 3D-gedruckte Lager aus ABS zeigte eine Verschleißrate von 13,3 Mikrometer pro Kilometer. Beim Lager aus Iglidur I180 lag die Rate bei lediglich 0,8 Mikrometern. Die Lager sind aber nicht nur langlebiger, sondern auch wirtschaftlicher im Betrieb. Sie ermöglichen einen wartungsfreien Trockenlauf ohne Schmieröl. as

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