Lagerplanung

Virtuelle Lagerinbetriebnahme mit 3D-Zwilling

Ehrhardt + Partner bietet eine Möglichkeit, Logistikanlagen bereits in der Planungsphase als digitalen 3D-Zwilling zu visualisieren, zu testen und diesen über den gesamten Lebenszyklus zu nutzen. Das 3D-Modell kann mit dem Materialfluss-Controller LFS.mfc virtuell zum Leben erweckt werden.

Das 3D-Modell des Lagers kann mit dem Materialfluss-Controller LFS.mfc virtuell zum Leben erweckt werden. © Ehrhardt + Partner

Zunehmende Komplexität und Automatisierung in der Logistik führen zu einem großen Bedarf an Systemen, die automatisierte Lagereinheiten und Fördertechniken effizient steuern, überwachen und analysieren. Mit dem Materialfluss-Controller LFS.mfc bietet die Ehrhardt + Partner-Gruppe (EPG) dafür eine hersteller- und technikunabhängige Lösung, die auf die Anforderungen von unterschiedlichen Steuerungen und Anlagen eingeht. Das System soll künftig auch im frühen Stadium der Lagerplanung und -visualisierung eingesetzt werden.

„Wir erstellen bereits in der Planungsphase einen digitalen Zwilling der Logistikanlage, der die Basis für alle weiteren Schritte und Anpassungen bildet“, erklärt Marcel Mands, Logistikberater bei Ehrhardt + Partner Consulting (EPC). „Das 3D-Modell begleitet Anwender über den gesamten Lebenszyklus – von der Planungsphase über die Simulation und Emulation bis hin zur realen Inbetriebnahme und als Visualisierung im realen Leitstand.“

Durch die Anbindung von LFS.mfc an das Modell können alle Funktionen des Materialflussrechners auch in der virtuellen Planungsumgebung genutzt werden. Automatische Lager lassen sich so optimieren, denn Schwachstellen in der Anlagentechnik oder Nadelöhre im prozesstechnischen Ablauf werden bereits frühzeitig erkannt – lange bevor das Lager in der Realität aufgebaut wird. In dieser Phase werden auch mögliche Optimierungspotenziale in der baulichen Substanz sichtbar.

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Virtuelle Inbetriebnahme des Lagers
LFS.mfc ist modular aufgebaut. Und das ist für Anwender ein entscheidender Vorteil, denn neben dem Grundmodul des Materialfluss-Controllers können Nutzer sich die Software ihren individuellen Anforderungen entsprechend zusammenstellen. Für die Logistikplanung bedeutet das: In einem ersten Schritt ist beispielsweise die einfache Materialflussvisualisierung möglich, in der Fördertechnik und Lagereinheiten animiert dargestellt werden. In einem weiteren Einsatzszenario lässt sich das Verhalten der Fördertechnik mittels Emulation auch virtuell und realitätsnah testen.

Das 3D-Modell begleitet Anwender über den gesamten Lebenszyklus © Ehrhardt + Partner

Bei einem Einsatz des dafür entwickelten Moduls LFS.mfe verhält sich das 3D-Modell wie eine reale Logistikanlage. Die Software arbeitet dazu mit Echtdaten aus dem Lagerverwaltungssystem und dem Materialfluss-Controller LFS.mfc. Anwendern bringt das eine deutliche Steigerung der Planungs- und Investitionssicherheit. Risiken, wie Produktionsausfälle oder Anlagenstillstände werden durch die umfangreichen Vorabtests in dem 3D-Modell minimiert.

3D-Modell für den gesamten Lebenszyklus
Das 3D-Modell aus der Planungsphase begleitet Logistikprojekte so über die gesamte Laufzeit. Nach der physischen Fertigstellung und Inbetriebnahme des Lagers dient das Modell im Leitstand zur Visualisierung des Echtbetriebes. Ein weiterer Vorteil: Sind künftig Optimierungen an der Lagerinfrastruktur angedacht, lässt sich der digitale Zwilling erneut als Testumgebung nutzen. Der Planungszyklus beginnt dann wieder von Neuem. Das Modell verhält sich wie die echte Anlage. Alle künftig geplanten Abläufe können in Echtzeit oder beschleunigt getestet werden – und das ohne, dass in den parallellaufenden Echtbetrieb eingegriffen werden muss.

LFS.mfc ist eine herstellerunabhängige Lösung zur Anbindung automatischer Lager- und Fördertechniken im Lager. Der Materialfluss-Controller ermöglicht die komfortable und flexible Steuerung der Materialflüsse in Lager- und Distributionszentren. LFS.mfc empfängt vom Lagerverwaltungssystem Transportbefehle und führte diese so aus, dass die Transporteinheiten fehlerfrei zum Ziel geführt werden.

Die Anbindung der Automatisierungstechnik erfolgt über eine offene Schnittstelle und ist kompatibel zu allen gängigen Warehouse Management Systemen, zentral oder dezentral und unabhängig von Plattformen und Datenbanken. Der Materialfluss-Controller steuert unter anderem Hochregallager, Behältertechnik und auch fahrerlose Transportsysteme. In das modular aufgebaute System lässt sich eine dreidimensionale Visualisierung aller Transporte einbinden, mit der Bediener des Leitstands einen kontinuierlichen Einblick in die automatisierten Systeme erhalten. as

Halle 8, Stand A71

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