Intralogistik

Viastore blickt optimistisch auf 2020

Viastore mit Sitz in Stuttgart verzeichnet 2019 sowohl beim Auftragseingang als auch beim Umsatz ein Wachstum und blickt optimistisch auf 2020. Das gab CEO Philipp Hahn-Woernle Ende November bei der jährlichen Presseveranstaltung bekannt.

Philipp Hahn-Woernle, CEO von Viastore © WBM

„Ungeachtet der wechselhaften wirtschaftlichen Lage ist die Intralogistik eine stabile Branche“, fasst Philipp Hahn-Woernle zusammen. „2019 war ein gutes Jahr und auch 2020 sehen wir gelassen entgegen.“ Das Unternehmen verzeichnete 2019 sowohl beim Auftragseingang als auch beim Umsatz ein Wachstum. „Als Ziel hatten wir uns ursprünglich 150 Millionen Euro gesetzt, da liegen wir jetzt drüber und haben unsere Ziele überfüllt. Für das nächste Jahr haben wir uns aber zurückgehalten. Unser Auftragseingangsziel liegt aber über dem Vorjahresplan mit 160 Millionen.“ Auch die Mitarbeiterzahl des Familienunternehmens stieg 2019 auf 537 gegenüber 511 im Vorjahr. Auch 2020 soll sie erneut zulegen.

Detlef Ganz verlässt Viastore
Im Rahmen der Presseveranstaltung gab der Intralogistiker auch eine Personalie bekannt: COO Detlef Ganz wird zum Jahresende das Unternehmen verlassen. Wer ihm in der Geschäftsführung nachfolgt, stehe noch nicht fest. „Meine Aufgabe war es, das Unternehmen in ein neues Kapitel zu begleiten“, so Ganz. „In dieser Zeit durfte ich Teil eines tollen Teams sein, mit dem zusammen wir viel bewegt und erreicht haben.“ Aus dem zuvor reinen Anbieter von Intralogistik-Systemen ist in dieser Zeit eine Gruppe mit eigenständigem Softwarehaus und weiteren Unternehmungen entstanden.

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Detlef Ganz verlässt Viastore zum Ende des Jahres. © Viastore

„Detlef Ganz hat wesentlich zum Erfolg unseres Unternehmens in den vergangenen Jahren beigetragen. Wir sind gewachsen, haben neue Geschäftsfelder erschlossen, unser Team an vielen Stellen verstärkt und wichtige Investitionen getätigt“, erklärte Hahn-Woernle. „Wir haben eng und freundschaftlich zusammengearbeitet, um den Wandel in Gang zu setzen. Von Anfang an war besprochen, dass er sich, nachdem Viastore auf Kurs ist, nochmals eine neue Herausforderung sucht.“ Welche das sein wird, wurde nicht kommuniziert. Hahn-Woernle weiter: „Für uns ist das jetzt auch eine Chance, mit einer neuen Führungskraft weitere Expertise an Bord zu holen. Mit unseren Geschäftsbereichen Software, Systems und Services haben wir ein enormes Potenzial vor uns.“

Vacom-Geschäftsführer Jens Bergner © WBM

Mit WMS und MES zur Smart Factory
Dass die Presseveranstaltung in diesem Jahr bei Vacom Vakuum Komponenten & Messtechnik in Großlöbichau bei Jena stattfand, hatte einen guten Grund: Vacom stellt ein Meilensteinprojekt für den Intralogistik-Experten dar. Viastore begleitet mit der Einführung seines Warehouse-Management-Systems (WMS) Viadat und der Standard-Schnittstelle zum Manufacturing Execution System (MES) Hydra von MPDV Mikrolab den Hersteller von Vakuumkomponenten dabei, seine Produktion in eine Smart Factory zu verändern. Durch die Verbindung von WMS und MES profitieren Anwender von geringeren Umlaufbeständen, kürzeren Durchlaufzeiten, einer echten Verfolgbarkeit der Waren und der wirtschaftlichen Fertigung auch von kleinsten Losgrößen. „Indem wir alle Bereiche und ihre Materialflüsse wirkungsvoll durch WMS und MES integrieren, überwinden wir klassische Grenzen zwischen Logistik und Produktion“, erklärt Dr. Harald Göbel, COO der Viastore Software.

Außerdem gab er einen Einblick in die aktuellen Entwicklungsprojekte von viadat. Neu ist unter anderem Viadat Vision. Dabei handelt es sich um eine Desktop- oder Mobile-App, die die Materialflüsse eines automatischen Lagersystems visualisiert, per Push-Nachrichten Ereignisse anzeigt und Handlungsempfehlungen abgibt. Dieses neue Produkt, das mit den automatischen Lagersystemen aller Hersteller kompatibel sein wird, ist intuitiv zu bedienen. Der Öffentlichkeit zum ersten Mal vorgestellt wird die App beim Viastore-Softwaretag am 22. Januar 2020 in Stuttgart.

Viastore Systems hat 2019 seinen Fokus auf die produzierende Industrie weiter verstärkt. „Vor allem in Deutschland haben wir in dieser Branche viele Projekte im Industriebereich umgesetzt“, erklärte Detlef Ganz. Auch die strategische Partnerschaft mit Prismat, die seit 2017 besteht, trage weiter Früchte. Das automatische Lagersystem bei Wiska Hoppmann kommt beispielsweise von Viastore, das SAP EWM von Prismat übernimmt das Management der Lager- und Produktionsprozesse sowie die Steuerung der Materialflusstechnik. as

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