Strategien der Individualisierung

Variantenvielfalt verlangt nach neuen Methoden

Die Warenproduktion wird zunehmend kundenindividuell, in den Lagern verschiedener Betriebe halten vermehrt autonome Systeme und neue Technologien Einzug, und Kunden setzen kurze Lieferzeiten voraus. Sysmat legt in diesem Beitrag dar, wie sich Betriebe auf diese neuen Herausforderungen einstellen können.

Produktion und Lagerhaltung verändern sich durch wachsende Individualisierung. © Sysmat

Automation und Robotik befinden sich stark auf dem Vormarsch und ziehen in die Produktionszentren der Welt ein. Durch den Trend der Individualisierung steigt zusätzlich zu den hohen Anforderungen an Warenverfügbarkeit, Qualität, Liefergeschwindigkeit und Kosten die Variantenvielfalt. Eine effiziente Bearbeitung des breiten Spektrums fordert daher neue Methoden sowie hochflexible Lösungen für die Intralogistik. Die fortschreitende Entwicklung der Warenströme im Zuge des E-Commerce bewirkt auch die Forderung nach Vernetzung, Automatisierung und einer Systemintegration.

Zunehmende Komplexität in der Logistik bedingt gleichzeitig immer mehr Informationstechnik, die mittlerweile weit über die Lagerzentren hinausreicht. Entsprechende Technik bezieht zum Beispiel die Fertigung oder die Versorgung von Montageplätzen ein und steigert dadurch Wertschöpfung sowie Einträglichkeit aller Beteiligten entlang der gesamten Lieferkette. Dies hat wiederum gleichermaßen eine Auswirkung auf den Maschinen- und Anlagenbau. Der Softwareanteil beträgt bei der Umsetzung neuer Konzepte mittlerweile schon bis zu 50 Prozent. Hier gilt daher: Je leistungsfähiger, desto effizienter die Anlage.

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Entwicklung von Transparenz
Einflüsse der stetig wachsenden Individualisierung lassen sich entlang der gesamten Supply Chain erkennen. Dies heißt für Unternehmen, entsprechend zu reagieren, um mögliche Fehlerquellen und Optimierungspotenziale zu erkennen. Softwarelösungen beispielsweise schaffen Abhilfe und sorgen für Zeit- und Kosteneinsparungen. Gerade die Abläufe innerhalb von Automatiklagern oder die Steuerung automatisierter Anlagen lassen sich auf diese Weise anpassen.

Um individuelle Vorstellungen der Kunden zu realisieren, bedarf es daher für Unternehmen einer schlüssigen Umgebung und größtmöglicher Transparenz der laufenden Prozesse. In diesem Zusammenhang stellt Sysmat die grafische Materialflussrechner-Software matcontrol graphics zur Verfügung. Über flexible und konfigurierbare Schnittstellen zu mehr als 20 verschiedenen Anlagenherstellern bindet die Lösung auch ältere Maschinen ins Gesamtsystem ein – und vermeidet so Insellösungen.

Unverzichtbarer Gesamtüberblick
Zunehmend ergibt sich eine wachsende Konkurrenzsituation. Unternehmen setzen daher häufig auf Abgrenzungen innerhalb des eigenen Angebotsspektrums und somit auf eine Aufstockung des Portfolios. Gleichzeitig sollten Betriebe bei höherer Variantenvielfalt auch eine permanente Verfügbarkeit der Produkte gewährleisten. Eine dauerhafte Übersicht in Echtzeit, beispielsweise über Bestände, ist daher unerlässlich.

Sysmat-Geschäftsführer Rainer Schulz. © Sysmat

Neben der Option einer solchen Live-Aufstellung der Mengen bietet der grafische Materialflussrechner unter anderem die direkte Ansprache der Regalbediengeräte und Anlagenteile über das bestehende ERP-System. Diese Punkte gewinnen zudem an Bedeutung, da steigende Kundenanforderungen die Komplexität der Produktion weiter erhöhen. Für Anwender beeinträchtigen daraus entstehende Vorgänge das Aufspüren möglicher Fehlerquellen und Optimierungen. Unternehmen müssen daher Informations- wie auch Güterflüsse intern steuern und kontrollieren; es gilt, Abläufe zu verbessern und neue Werkzeuge proaktiv einzusetzen.

Smarte Intralogistik
Viele Faktoren wirken auf die unterschiedlichen innerbetrieblichen Prozesse. Diese müssen Anwender bei der Steuerung gleichzeitig berücksichtigen, um Zeit zu sparen. So sollten Systeme nach bestimmten Kriterien unabhängig arbeiten und miteinander kommunizieren. Durch Anlagen, die mitdenken, organsiert sich der Produktionsverlauf selbst und erfährt somit Beschleunigung.

Zur Erreichung besserer Ergebnisse lassen sich mithilfe innovativer Technologien unterschiedliche Maschinen zur Kommunikation miteinander verknüpfen – es entsteht ein Gesamtsystem. Der Aufbau smarter, verschwendungsarmer Intralogistik ist deshalb umso wichtiger. Durch verknüpfte Abläufe werden Produktdaten in Echtzeit verfügbar und lästige Suchzeiten entfallen. Je eingespielter das Team aus Mensch und Maschine, desto bessere Ergebnisse erreichen Unternehmen. Ziel dabei: die Stärken beider Parteien vereinen. Dabei glänzt der Mensch vor allem mit Kreativität, Individualität und Anpassungsfähigkeit.

Die Technik zeichnet sich wiederum durch Genauigkeit, Geschwindigkeit und Ausdauer aus. Gerade in Bezug auf Änderungen des Marktes sowie der Produkte und neue Dienstleistungen müssen Unternehmen imstande sein, angemessen zu reagieren. Technische Lösungen kommen daher ergänzend zum Einsatz. R. Schulz/pb

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