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LagertechnikRetrofit im Hochregallager virtuell getestet

Heitec-Retrofit-Hengstenberg-Hochregallager

Heitec, Artschwager & Kohl und PSI modernisierten und automatisierten das Hochregallager des Nahrungsmittelherstellers Hengstenberg in Bad Friedrichshall im laufenden Betrieb. Dazu testete Heitec vorab Leitsystem sowie die Steuerungs- und Automatisierungstechnik auf Basis von virtuellen Modellen.

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Zalandos Logistikzentrum in Brieselang binnen vier Monaten betriebsbereitSchnell dank Baukasten

"Ohne unser TWS sowie dessen Basis und Architektur wäre die Realisierung des neuen WMS für das Logistikzentrum Brieselang von Zalando in der verlangten sehr kurzen Zeit nicht möglich gewesen¿, so Dipl.-Informatiker Bernhard Klein, der für Dr. Thomas + Partner, Karlsruhe, bei diesem Projekt als IT-Verantwortlicher fungierte. Denn innerhalb von nur vier Monaten, im Zeitraum von März bis Juli 2011, haben die Prrogrammierer, das WMS für das neue Logistikzentrum von Zalando in Brieselang implementiert, inklusive erforderlicher Neuprogrammierungen auf Basis ihres selbst entwickelten TWS sowie aller individuellen Anpassungen an das Anforderungsprofil der Prozesse von Zalando. Die angesichts der Komplexität der Aufgaben sehr kurze Projektdauer war erforderlich, wie die Verantwortlichen von Zalando betonen: "Aufgrund der Expansion von Zalando in Europa die Realisierung eines weiteren Lagerstandorts innerhalb kürzester Zeit notwendig war, um die Kundenbedürfnisse befriedigen zu können", so Bernhard Klein. Es mussten Intralogistik-Prozesse und die hierfür erforderlichen Programme exakt für die von Zalando gewünschten Abläufe entwickelt werden.

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Flexible Bausteine als Basis für die schnelle Realisierung

Zalandos Logistikzentrum in Brieselang binnen vier Monaten betriebsbereit: Schnell dank Baukasten

Für Anforderungen wie diese galt es, ein schnell umsetzbares und tragfähiges Konzept zu erstellen und vor allem auch die eigenen Ideen von Zalando aufzunehmen und in das Konzept zu integrieren. Nach einer ersten Telefonkonferenz, in der einige technologische Rahmenbedingungen abgefragt wurden, etwa ob "unser TWS nicht nur mit der am weitesten verbreiteten Oracle Datenbank arbeiten kann, sondern auch mit PostgreSQL, wurden wir engagiert, nachdem wir in nur zwei Wochen ein Konzept erstellt hatten, das den Verantwortlichen zusagte", berichtet Klein über den Auswahl-Prozess und die Entscheidung seitens Zalando. Eine der Kernideen war beispielsweise das Quality-Label, kurz QL, das sich nun bei Zalando durchgesetzt hat. Einen weiteren zentralen Aspekt bildet das von Dr. Thomas + Partner entwickelte TWS, das auf der Basis der adaptiven Software konzipiert ist: Ohne das adaptierbare, modular angelegte Programms hätte das System bei Zalando in der vorgegebenen kurzen Zeit nicht realisiert werden können. So sprachen aus der Sicht von Zalando "die jahrelange Erfahrung bei der Implementierung von Lagerlogistiksoftware und die flexiblen Arbeitsweise, um sich schnell an die Gegebenheiten bei Zalando anpassen zu können", für Dr. Thomas + Partner.

Manuelle Prozesse bevorzugt

Die folgenden Programm-Bausteine von TWS wurden implementiert: Zum einen das MFR - (Materialflussrechner) Modul TuP-TV, das in Brieselang für das Cart-Management eingesetzt wird. Für die wegeoptimierte Übermittlung der jeweiligen Einlager- und Pick-Aufträge führen die Mitarbeiter mobile Datenerfassungsgeräte (MDE) mit Scanner-Funktion und kleinen Bildschirmen mit. Wie Bernhard Klein in diesem Zusammenhang erläutert, war das Logistikzentrum von vornherein als Zwischenschritt geplant gewesen, um Wissen und Prozesserfahrung aufzubauen. Denn die Realisierung eines sehr großen Logistikzentrums mit Automatisierungsunterstützung wie beispielsweise Sortertechnik hätte rund zwölf bis 18 Monate in Anspruch genommen. Daher hat sich das Unternehmen im Sinne einer sehr schnell umsetzbaren Lösung in Brieselang für manuelle Kommissionier- und Sortierprozesse entschieden, um der rasant steigenden Nachfrage Genüge leisten zu können. An weiteren als Basis fungierenden Modulen des TWS sind die Module BV (Bestandsverwaltung), GV (Geräteverwaltung), PV (Platzverwaltung), TUP-WE und das PO-Management eingesetzt. Diese Module von TWS sowie die Pick- und Einlager-Abwicklung wurden dann im Sinne der adaptiven Software individuell zusammen mit Zalando entwickelt. Wie Klein betont, bildete diese effektive Kooperation auch "angesichts der einzuhaltenden sehr kurzen Realisierungszeiten eine wichtige Basis für das Gelingen des Projektes. Wir haben ein gemeinsames Projektteam aufgestellt, in dem die Planung und die Detail-Prozesse spezifiziert werden. Das Team hat sich in sehr kurzen Zyklen mit den künftigen Prozessen im Logistikzentrum befasst, die wir dank der offenen Strukturen und Flexibilität unseres TWS, schnell programmieren und individuell anpassen konnten".

"Der Prozess soll die Software treiben und nicht umgekehrt"

Bei alledem kommt zugute, dass es sich beim TWS um einen Baukasten mit Grundmodulen für immer wieder in Lager benötigte Prozesse handelt, die sich direkt einsetzen, erweitern und um neue Module ergänzen lassen. Denn gemäß der Thomas-Philosophie, dass "der Prozess die Software treiben soll, und nicht umgekehrt, vermitteln wir unseren Kunden den für ihr Business optimalen Prozess, auf den wir dann die Software maßschneidern", erläutert Klein:"Ohne das TWS sowie die Flexibilität und Agilität des Projekt-Teams wäre das anspruchsvolle Projekt in der sehr kurzen Zeit nicht zu realisieren gewesen." So konnte man, während noch das Pflichtenheft erstellt wurde, parallel bereits für die gewünschten Prozesse programmieren.

Fortsetzung der Kooperation

Brieselang, das derzeit als Zentrallager fungiert, versorgt neben Deutschland noch sechs weitere Länder: Schweiz, Österreich, Frankreich, Italien, Holland und England. Befragt nach dem Verlauf des Projektes und der Zufriedenheit mit den erreichten Ergebnissen sowie den Leistungen von Dr. Thomas + Partner, zeigen sich die Verantwortlichen von Zalando angetan: Da "Dr. Thomas + Partner bereits nach kurzer Zeit erste Module zum Testen zur Verfügung stellte, konnte von operativer Seite sehr schnell Feedback zu noch nötigen Anpassungen gegeben werden, während schon an anderen Modulen weiterentwickelt wurde". Zudem "konnte durch die enge Zusammenarbeit vor Ort während der Roll-Out-Phase im Logistikzentrum Brieselang das LVS rechtzeitig für den Go-Live implementiert werden." Weiter "konnte durch die in den folgenden Monaten erfolgten Erweiterungen und Improvements der bestehenden Programm-Komponenten die Performance am Standort Brieselang entscheidend erhöht werden". Deswegen hat Zalando Dr. Thomas + Partner auch für die Realisierung des neuen Logistikzentrums in Erfurt engagiert, das Anfang 2013 in Betrieb gehen und mehr als die doppelte Grundfläche des Brieselanger Logistikzentrums bieten wird. Die entsprechend umfangreichen Software-Aufgaben werden in einer IT-Kooperation namens ¿Zalos¿ beider Unternehmen bearbeitet und gelöst. Ein Vertrauensbeweis, der gleichermaßen für höchste Logistikansprüche und optimalen Kundenservice steht. Reinhard Irrgang/bw

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