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LagertechnikRetrofit im Hochregallager virtuell getestet

Heitec-Retrofit-Hengstenberg-Hochregallager

Heitec, Artschwager & Kohl und PSI modernisierten und automatisierten das Hochregallager des Nahrungsmittelherstellers Hengstenberg in Bad Friedrichshall im laufenden Betrieb. Dazu testete Heitec vorab Leitsystem sowie die Steuerungs- und Automatisierungstechnik auf Basis von virtuellen Modellen.

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SAP EWM TemplateLager in der Kette

Fördertechnik mit SAP steuern
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SAP EWM Template: Lager in der Kette
Die Standardsoftware SAP Extended Warehouse Management (EWM) macht aus dem herkömmlichen Lager ein modernes Logistik-Dienstleistungszentrum. Erstmals ist damit auch die gesamte Fördertechnik eines Lagers direkt aus einem SAP-System heraus steuerbar.

In vielen Unternehmen sind Lager ein zentraler Bestandteil der Lieferkette – sowohl innerbetrieblich als auch im Verbund mit Kunden und Lieferanten. Die Folge: Leistungen, die von modernen Lagern erbracht werden müssen, sind oft um die Einbindung externer Prozesse zu erweitern – etwa Transport-Cross-Docking, Verpackungsdienstleistungen oder die Beförderung durch externe Spediteure. Dabei kommt es auf eine exakte Abstimmung aller Logistikprozesse an. Mit SAP EWM existiert eine Lagerverwaltungslösung, die diese Anforderungen abdeckt. Ursprünglich als eine Komponente von SAP SCM (Supply Chain Management) zur Verwaltung von Ersatzteilen entwickelt, ist die Standardsoftware eine moderne Lösung der Lagerprobleme. Neben den klassischen Funktionalitäten, die zur individuellen Strukturierung und Steuerung von Lagern benötigt werden, stehen damit Instrumente zur Verfügung, mit denen Lager strategisch in der Lieferkette platziert werden können, um so besser und flexibel für zukünftige Anforderungen gerüstet zu sein.

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Mehr Transparenz

Die Materialflussrechnersteuerung und das Ressourcenmanagement können damit ebenso realisiert werden wie die Steuerung unterschiedlichster Kommissioniersysteme (Pick-by-Voice) oder die Unterstützung der Tätigkeiten durch mobile Datenerfassungsgeräte. Erstmals ist damit auch die gesamte Fördertechnik eines Lagers direkt aus einem SAP-System steuerbar. Für eine Implementierung der Software gibt es drei mögliche Szenarien: als integriertes Add-on zum zentralen ERP-System (ECC 6.0), als Teil des dezentralen SCM-Moduls mit direkter Anbindung an das ERP-System oder als dezentrale Stand-Alone-Lösung. Vorteile einer dezentralen EWM-Lösung sind neben der Unabhängigkeit vom zentralen ERP-System auch die bessere Skalierbarkeit, die mögliche Anbindung an mehrere ERP-Systeme, die bessere Performance und die Vereinfachung des Outsourcings. Allerdings wird dadurch auch die IT-Landschaft deutlich komplexer, und die Anwender müssen in zwei unterschiedlichen Systemen arbeiten. Ein zentrales Lagerverwaltungssystem benötigt dagegen weniger Systemschnittstellen und verursacht geringere administrative sowie Hardware-Kosten.

Einheitliche IT

Das Vorhandensein eines ERP-Systems ist eine Voraussetzung für den Einsatz der branchenneutralen EWM-Lösung, die inzwischen von Automobilherstellern ebenso genutzt wird wie in der Chemieindustrie oder im Lebensmitteleinzelhandel. Das ERP-System muss dabei nicht zwangsläufig von SAP stammen. Aber SAP ECC mindestens mit dem Release-Stand 6.0 vereinfacht die Einführung und gewährleistet den vollen Funktionsumfang. Mobile RF-Geräte lassen sich so zum Beispiel über den integrierten ITSmobile-Dienst ohne zusätzliche Middleware an das System anbinden.

EWM ist vollständig in die Bestandsführung und Lieferabwicklung integriert. Geschäftsvorgänge, die in anderen Komponenten des ERP-Systems angestoßen werden, führen zu physischen Warenbewegungen im Lager. Diese lassen sich mit Hilfe der Software organisieren, steuern und überwachen. Der Datenabgleich mit dem ERP-System erfolgt in regelmäßigen Abständen automatisch, so dass selbst bei Nichtverfügbarkeit des ERP-Systems die Lagerverwaltung weiterarbeiten kann. Die Systemlandschaft wird mit der Einführung von EWM vereinheitlicht, hoch integriert und befindet sich auf einer von den übrigen SAP-Systemen unabhängigen Plattform.

Die Kosten für Betrieb und Support der ansonsten erforderlichen zusätzlichen Nicht-SAP-Systeme könnten so eingespart werden. Mit EWM wird der gesamte Lagerkomplex detailliert bis auf Lagerplatzebene abgebildet. So kann stets festgestellt werden, wo sich ein bestimmtes Produkt im Lagerkomplex oder auch auf den eingesetzten Ressourcen aktuell befindet. Die Software optimiert die Nutzung sämtlicher Lagerplätze und -bewegungen und lagert auch die Bestände mehrerer Werke in chaotisch geführten Lagern zusammen. Durch das verbesserte Lagercontrolling entstehen weniger Fehler beim Kommissionieren, die Inventurkosten verringern sich, und letztendlich erhöht sich auch die Zufriedenheit beim Endkunden, wenn er pünktlich und korrekt beliefert wird.

Schnelle Implementierung

Eine Kosten-Nutzen-Analyse und die exakte RoI-Berechnung können nur im Einzelfall erfolgen. Den Ausgaben für Lizenzen, neue Hardware, Userschulungen und die Einführung der Lösung stehen Effizienzsteigerungen, höhere Transparenz und Einsparungen durch die Ablösung von Altsystemen sowie eine Verringerung der Wartungskosten durch einen einheitlichen Softwarestand gegenüber. Dadurch, dass mit der technisch recht einfach möglichen Anbindung von Automaten an das Lagerwirtschaftssystem diese ihren „Black-Box-Charakter“ verlieren und die Transparenz steigt, lassen sich diese Prozesse einfacher überwachen und kontrollieren.

Die Zahl der fehleranfälligen Schnittstellen verringert sich, und eventuell sind auch weniger externe Dienstleister nötig. Im Schnitt lassen sich rund ein Drittel der bisherigen Lagerkosten einsparen. Mit Sicherheit wird die Abwicklung schneller, und es findet eine spürbare Prozessbeschleunigung statt. Ein EWM-Projekt, so die praktische Erfahrung, kann je nach Komplexität und Rahmenbedingungen mehr als ein Jahr dauern. Um diese Laufzeiten zu verkürzen und die Kosten bei der Einführung zu reduzieren, hat BASF IT Services einen Template-Ansatz und einen funktionsfähigen Prototypen entwickelt. Darin werden aktuell zehn typische Lagerprozesse abgebildet, die rund 90 Prozent aller Anforderungen abdecken, etwa Einlagerungs-, lagerinterne und Auslagerungsprozesse. Aber auch die besonderen Spezifika von Block- und Palettenlagern wie die mobile Datenerfassung und die Einbindung von der Fördertechnik werden in dem Template berücksichtigt. Der Anpassungsaufwand im späteren Projekt wird durch diese Vorarbeit überschaubar und lässt sich zudem durch einen detaillierten Customizing-Leitfaden unterstützen. Der Effekt: Mit dem vordefinierten Template verkürzt sich der Zeitaufwand in einem Projekt um 30 bis 50 Prozent. Armin Reiss, BASF/pb

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