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Daten im BlickBeschleunigte Bestellabwicklung mit Datenbrille

Ecomal-Datenbrille

Beim Elektronik-Distributor Ecomal optimiert die Abwicklung der Bestellvorgänge. Dreh- und Angelpunkt ist eine Pick-by-Vision-Anwendung, die sämtliche Mitarbeiter per Datenbrille auf kürzestem Weg zu den bestellten Artikeln führt und damit Fehlbearbeitungen und Verzögerungen ausschließt.

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LagertechnikGetriebebauer gibt Gas

Nord verdoppelt Kapazitäten und Förderleistung
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Lagertechnik: Getriebebauer gibt Gas
Wellen, Motoren, Rohguss: Getriebebau Nord zählt zu den bekannten Herstellern von Antriebstechnik. Gussteile und Zahnräder werden in standardisierten Verpackungseinheiten wie Gitterboxen und Europaletten in einem Hochregallager gelagert. Das entsprach nicht mehr den Anforderungen und verlangte eine Verdopplung der Lagerkapazitäten.

Gitterboxen als Ladungsträger bringen im Lageralltag verschiedene Einschränkungen mit sich: Sie verziehen sich im Laufe der Zeit häufig und haben dadurch hohe Punktlasten, die bei konventioneller Fördertechnik zu Problemen führen können. Auch der Antriebsexperte Getriebebau Nord hatte vor diesem Hintergrund oft mit Störungen zu kämpfen, die eine Unterbrechung des Transports zur Folge hatten und von den Mitarbeitern manuell behoben werden mussten. Darüber hinaus konnte die Leistung der nur wenige Jahre alten Fördertechnik mit dem kontinuierlich steigenden Durchsatz des Lagers nicht mehr Schritt halten. 2009 wurde die Betriebsfläche des Unternehmens am Stammsitz Bargteheide fast verdoppelt. Anfang 2010 sollten die Hochregallagerkapazitäten von 8.000 auf 16.000 Palettenplätze verdoppelt werden.

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Für die Verantwortlichen war klar, dass dies mit der vorhandenen Fördertechnik nicht umsetzbar war. Sie suchten deshalb intensiv nach einer Lösung, bei der möglichst viele Bestandteile der vorhandenen Lager- und Fördertechnik weiterverwendet, gleichzeitig die Leistung der Anlage jedoch erheblich gesteigert werden konnte. Neben dem angestrebten höheren Durchsatz bedeutete dies auch, dass die neue Anlage für 1,5 Tonnen Gewicht konzipiert werden sollte. Mit der Entwicklung verschiedener Konzepte für die Erweiterung des Hochregallagers und dessen fördertechnische Anbindung an die Kommissionierzone sowie mit der Ausschreibung und Begleitung des Projekts beauftragte Nord die BMT Planungsgesellschaft in Hamburg.

Konventionelle Störungen ausgeschlossen

„Wir haben uns gemeinsam mit BMT Referenzprojekte unterschiedlicher Anbieter angesehen und uns unter anderem aufgrund der Technologie und der zu erreichenden Fahrgeschwindigkeit sowie der entsprechend hohen Förderleistung für einen STV-Loop von Daifuku entschieden“, erläutert Ullrich Küchenmeister, geschäftsführender Gesellschafter des Antriebsspezialisten Nord. Nachdem die Entscheidung für das STV gefallen war, erstellte BMT die Detailplanung für die Lagererweiterung und begleitete diese bis zur Inbetriebnahme. Integriert wurde ein STV-Loop aus acht schienengeführten Fahrzeugen mit Kettenförderern, der den Wareneingang und den Warenausgang mit den inzwischen zehn Gassen des automatisierten Palettenlagers und den Kommissionierplätzen verbindet. „Da die schienengeführten STV-Fahrzeuge jeweils eine Gitterbox aufnehmen und während des Transportvorgangs ‚tragen’, sind Störungen, wie sie bei der konventionellen Fördertechnik häufiger vorkamen, ausgeschlossen“, erläutert Gunther Röcher, Vertriebsmitarbeiter bei Daifuku. „Die hohen Geschwindigkeiten von 160 Meter pro Minute im beladenen Zustand und 200 Meter pro Minute bei Leerfahrten ermöglichten zudem eine enorme Leistungssteigerung.“

Das STV transportiert auf diese Weise aktuell 270 Gitterboxen pro Stunde. Durch die Integration von bis zu vier weiteren STV-Fahrzeugen kann Nord die Anlagenleistung problemlos um 130 Transporte pro Stunde erhöhen. So ist das Lager auch langfristig für die Expansionsstrategie des Unternehmens gerüstet. Davon abgesehen lieferte und integrierte Daifuku zehn an den STV-Loop angebundene Kommissionierplätze, die Fördertechnik im Warenein- und -ausgang sowie die Gassenfördertechnik. Für die zentrale Steuerung des Materialflusses und eine effiziente Verwaltung der Lagerbestände implementierte Sysmat die Materialflussrechnersoftware Mat-Control sowie das Lagerverwaltungssystem Mat-WMS.

Lagererweiterung im laufenden Betrieb

Ursprünglich bestand das Hochregallager in Bargteheide aus fünf Gassen mit drei kurvengängigen Regalbediengeräten. Diese Anlage ergänzte Nord in der baulich erweiterten Halle durch fünf Gassen und drei zusätzliche kurvengängige Regalbediengeräte. Die neuen Gassen wurden über die zentrale Materialflusssteuerung an das STV und die zehn Kommissionierplätze angebunden. In der ersten Phase implementierte Sysmat das neue Lagerverwaltungssystem. Im nächsten Schritt wurden alle Waren aus dem alten in den neuen Teil des Hochregallagers umgelagert. Im zweiten Schritt modernisierte Material-Handling-Experte Daifuku die Vorzone durch den Austausch der herkömmlichen Fördertechnik gegen den STV-Loop. An nur einem Wochenende wurden anschließend die fünf Gassen der Altanlage an das STV angebunden. „Neben der hohen Transportleistung des STV war das Realisierungskonzept ein ausschlaggebender Grund, warum wir uns für Daifuku entschieden haben. Eine Umsetzung im laufenden Betrieb war uns sehr wichtig, und der reibungslose Ablauf der Lagererweiterung hat uns in dieser Entscheidung bestätigt“, erklärt Ullrich Küchenmeister. bw

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