Kommissionieren in Corona-Zeiten

Pick by Voice mit Schutzmaske

Welchen Einfluss haben die Corona-Schutzmaßnahmen wie das Tragen einer Maske beispielsweise auf die Spracherkennung beim Arbeiten mit Pick-by-Voice? Topsystem hat Lydia Voice in einem computergestützten Testaufbau auf die Erkennersicherheit mit Maske geprüft.

Die Nutzung von Lydia Voice mit Headset unter Verwendung eines Mund-Nasen-Schutzes hat laut Hersteller keinen Einfluss auf die Erkennersicherheit und Qualität in der Kommissionierung. © Topsystem

„Das Ergebnis gleich vorweg: Beim sprachgeführten Arbeiten mit Maske zeigen sich einmal mehr die Vorteile des sprecherunabhängigen Systems LydiaVoice, gegenüber Systemen, die auf einem personenbezogenen Sprachprofil basieren“, sagt Tim Just, CEO von Topsystem. „Wir haben sehr viel Entwicklungsarbeit in die aktuelle Version unserer Sprachsoftware gesteckt und das macht sich in der Krise bezahlt: Wir helfen Logistikunternehmen mit unserer Technologie dabei, ihren Betrieb aufrechtzuerhalten und trotz Sicherheitsmaßnahmen keine Produktivitätseinbußen in der Kommissionierung hinnehmen zu müssen.“

Die aktuelle Version Lydia8, mit der der Test durchgeführt wurde, basiert auf neuronalen Netzen und arbeitet nach dem Deep-Learning-Konzept. Dadurch wurde die Erkennersicherheit um 25 Prozent gesteigert, was vor allem für Mitarbeiter mit Dialekt oder starkem Akzent von entscheidendem Vorteil ist. „Jetzt zeigt sich, dass diese präzise Erkennung selbst mit einem Mund-Nasen-Schutz ohne Anpassungen im System sehr gut möglich ist. Zudem ist kein Sprachtraining – und mit Maske demnach auch kein Nach-Training – notwendig, wie dies bei sprecherabhängigen Pick-by-Voice-Lösungen der Fall sein kann“, ergänzt Tim Just.

Anzeige

Im Testaufbau wurde standardisiert und computergestützt ermittelt, inwieweit das Tragen einer N95-, FFP2-, Papier- oder Stoffmaske Auswirkungen auf die Spracherkennungsrate mit Lydia Voice in der aktuellen Version hat. Getestet wurde zunächst mit drei verschiedenen Headset-Typen. Die Ergebnisse liegen bei allen Varianten mit Maske bei annähernd derselben Erkennungsrate im Vergleich zum Kommissionieren ohne Maske. Selbst unter Verwendung von FFP2-Masken, die eigentlich dem medizinischen Fachpersonal vorbehalten sind, sind mit LydiaVoice so gut wie keine messbaren Einbußen zu verzeichnen.

Auch das Kommissionieren mit der Lydia VoiceWearbesteht den Masken-Test: In einem weiteren Versuchsaufbau wurden vergleichbar gute Ergebnisse wie mit Headset erzielt. N95-, Stoff- und Papiermasken haben auch hier kaum messbaren Einfluss auf die Qualität der Spracherkennung, so dass keine Produktivitätseinbußen zu verzeichnen sind. „Lediglich bei der Nutzung von FFP2-Masken in Kombination mit der Lydia VoiceWearsind leichte Veränderungen zu spüren – aber immer noch im tolerierbaren Bereich“, fügt Tim Just hinzu. „Diese Abweichung ergibt sich aus der Tatsache, dass FFP2-Masken die akustischen Signale konstruktionsbedingt stärker beeinflussen.“ as

Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige

Metallbearbeitung

C-Teile-Beschaffung via Kanban-System

Das Metallbearbeitungsunternehmen Bleyer ist auf Komponenten für KFZ-Prüfstände spezialisiert. Ein Kanban-System von Otto Roth sorgt dafür, dass die in Fertigung und Montage benötigten Artikel in der gewünschten Menge vorrätig und leicht zu finden...

mehr...
Anzeige
Anzeige
Anzeige