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LagertechnikRetrofit im Hochregallager virtuell getestet

Heitec-Retrofit-Hengstenberg-Hochregallager

Heitec, Artschwager & Kohl und PSI modernisierten und automatisierten das Hochregallager des Nahrungsmittelherstellers Hengstenberg in Bad Friedrichshall im laufenden Betrieb. Dazu testete Heitec vorab Leitsystem sowie die Steuerungs- und Automatisierungstechnik auf Basis von virtuellen Modellen.

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3D-Modelle vom ArbeitsplatzrechnerLogistikkonzepte ins Bild setzen

Agiplan im schweizerischen Rapperswil-Jona bietet seit 20 Jahren Logistikberatung an. Das Serviceportfolio reicht von einer individuellen Strategiefindung über die Logistikplanung und -optimierung sowie deren Implementierung bis hin zur Nachbetreuung. In der Konzeption von neuen Verteilzentren fühlen sich die sechs Logistikprofis von Agiplan ebenso zuhause wie im Lean Warehousing, der Prozessoptimierung von Hochregallagern. Insbesondere kleine und mittelständische Firmen greifen auf das Angebot des Dienstleisters zurück, da sie selten ausreichend interne Kapazitäten und Know-how für größere Planungsvorhaben besitzen. Aber auch Großunternehmen suchen den Expertenrat, um eine zweite externe Meinung einzuholen. In der Konzept- und Planungsphase von Logistikprojekten lässt sich die Kostenentwicklung am stärksten beeinflussen. Wirtschaftliche Lösungen verlangen daher nach einer gut durchdachten und peniblen Planung. Doch ebenso wichtig ist der Beweis der Leistungsfähigkeit der vorgeschlagenen Lösung. Dabei vertraut Agiplan auf Software, um Kunden passgenaue Konzepte liefern zu können. Darunter zählen beispielsweise moderne Simulationssysteme, mit denen sich logistische Prozesse bereits vor der tatsächlichen Umsetzung auf Wirtschaftlichkeit analysieren und optimieren lassen.

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Werkzeugkasten ergänzt

3D-Modelle vom Arbeitsplatzrechner: Logistikkonzepte ins Bild setzen

Inzwischen ergänzt die 3D-Visualisierungssoftware TaraVRbuilder den Werkzeugkasten. Die Software dient zur Planung, Darstellung und Animation komplexer Intralogistikanlagen und Materialflusssysteme und bietet Agiplan einen pragmatischen Nutzen: Der Kunde weiß bereits vorher, wie seine Lösung nachher aussieht. "Dreidimensionale Visualisierungen haben ihre Vorteile, wenn der Gesprächspartner nicht gewohnt ist, detailreiche Layouts zu lesen", erklärt Kurt Ellenberger, Inhaber von Agiplan. "3D-Szenen erreichen ein besseres Verständnis, unabhängig von der jeweiligen Expertise." In der Vergangenheit griffen die Logistikberater für diese Zwecke auf den traditionellen Modellbau zurück. Mit der 3D-Software verläuft der Prozess hingegen schneller und kostengünstiger. Darüber hinaus lassen sich im virtuellen Modell Bewegungsabläufe animieren, wodurch das Ganze noch fassbarer wird. ¿Sobald sich etwas bewegt, haben Präsentationen gleich ein anderes Niveau. Je überzeugender unser Vorschlag ist, desto eher bekommen wir eine Entscheidung.¿ Neben den Schnittstellen zu den Simulationssystemen überzeugte die Software bei der Systemevaluierung vor allem durch ihre kostengünstige Anschaffung. Mit einer geringen Hardware-Investition konnte sie produktiv implementiert werden. Denn im Gegensatz zu High-End-Systemen benötigt diese Lösung keinen industriellen Großrechner, sondern arbeitet auf handelsüblichen Bürorechnern mit entsprechender Graphikausstattung.

Lohnender Mehraufwand

Die Feuertaufe bestand der TaraVRbuilder bei der Neukonzipierung eines neuen Verteilzentrums, die Agiplan für ein auf Automatenbefüllung spezialisiertes Unternehmen übernahm. Der Dienstleister plante für das etwa 4.000 Quadratmeter große Lager mit einer Gesamtkapazität von 2.700 Paletten die gesamte Intralogistik. Die Aufgabe erwies sich als sehr fordernd, da ein starkes ABC-Gefälle und ein ständig wechselndes Sortiment mit täglich 900 Kundenaufträge und 10.000 Lieferpositionen berücksichtigt werden musste. Auf Basis der Auswertungen einer ABC-XYZ-Analyse erarbeiteten die Planer ein auf Flexibilität ausgelegtes Konzept, wählte die passende Lagertechnik aus und bestimmte eine ökonomische Anzahl von Kommissionierern und Gabelstaplern. In der Detailplanung wurde schnell ersichtlich, dass ein hoher Komplexitätsgrad erreicht werden würde, der nur schwer in seiner Vollständigkeit vermittelt werden konnte. Daher visualisierten die Mitarbeiter den Entwurf. In der Software erfolgt der Aufbau der virtuellen Anlage nach dem Baukastenprinzip. Der Hallengrundriss lässt sich als 2D-Zeichnung importieren und als Entwurfsgrundlage verwenden. Mitgelieferte Objektbibliotheken enthalten marktübliche Intralogistik-Komponenten als 3D-Modelle, welche sich durch Maßstabstreue und realitätsnahe Darstellung auszeichnen. "Nahezu alle benötigten Komponenten waren im Standardumfang enthalten und die fehlenden 3D-Elemente hat uns der Tarakos-Support nachgeliefert", sagt Ellenberger. Aus diesen branchenorientierten Katalogen wählt der TaraVRbuilder-Anwender Lagerregale, Fördermittel oder Transportfahrzeuge und platziert sie in der dreidimensionalen Szene. Unterschiedliche Fördergüter, Trays und Paletten lassen sich farblich kennzeichnen oder mit einem Kundenlogo markieren. Eine vorgegebene und intelligente Verbaulogik unterstützt die Positionierung. Spezielle Programmierkenntnisse sind daher nicht vonnöten. Binnen 14 Tagen erstellten die Planer ein 3D-Modell des Lagers, welches anschließend der internationalen Geschäftsführung des Kunden präsentiert wurde. Per Rundflug-Funktion konnte die virtuelle Anlage und damit der Ausblick auf das zukünftige System ausgiebig von allen Seiten betrachtet werden. Selbst das Bild im Büro des Lagerleiters wurde im Modell nicht vergessen. Die gezeigte Lösung überzeugte die Entscheidungsträger, so dass Agiplan die Freigabe für die Projektrealisierung erhielt.

Verständnis bei komplexen Planungen

Agiplan verwendet das Visualisierungswerkzeug in erster Linie für Präsentationszwecke. Mit ihrer Expertise planen die Berater Layouts und Positionierungen in 2D schneller. Sobald jedoch ein Projekt eine gewisse Komplexität erreicht, setzen sie den TaraVRbuilder mit seinen 3D-Möglichkeiten unterstützend ein ¿ wie bei der Konzeption eines automatisierten Kleinteilelagers mit 45.000 Behältern und sechs Kommissionierplätzen. Der Wareneingang und die Packerei sollten in einen durchgängigen Materialfluss integriert werden. Die facettenreiche Mehr-Ebenen-Förderstrecke mit vielen Verzweigungen und Biegungen reizte das Vorstellungsvermögen der Planer an einigen Punkten nahezu aus. Die 3D-Sicht half, Schwierigkeiten zu meistern und die Planungen im Detail abzusichern. Gleichzeitig unterstützte die Software, die Positionierung der Fördertechnik mit den Materialflussparametern abzustimmen. Anpassbare Kommissionierzeiten und Fördergeschwindigkeiten ermöglichen im Zuge dessen eine dreidimensional visualisierte simulationsnahe Animation. Selbst erste rudimentäre Ergonomiebetrachtungen sind in der 3D-Umgebung möglich. (Video: http://www.youtube.com/watch?v=yKduVG4a1aY) bw

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