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Artikel und Hintergründe zum Thema

Schneller Zugriff auf Ersatzteile durch Umlauflager

Rundherum transparent

Um auf veränderte Warenvolumen flexibel reagieren zu können und Lagerhaltungskosten zu reduzieren, installierte die Baywa im Ersatzteil-Zentrallager Schweinfurt ein Rotomat-Umlauflager. Hier werden Ersatz- und Verschleißteile von Maschinen der Land- und Forstwirtschaft sowie der Kommunaltechnik schnell zur Entnahmestelle befördert.

Mit dem Rotomat und der Batch-Kommissionierung konnte die der Anwender in Schweinfurt die tägliche Zusammenstellung von durchschnittlich 5.000 Kundenaufträgen optimieren. Einzelne Kleinartikel werden in Plastiktüten verpackt, mit dem Etikett versehen und dem richtigen Kommissionierauftrag im Versand zugewiesen.

Das Handelsunternehmen Baywa ist ein weltweit agierender Konzern mit circa 17.000 Beschäftigten mit dem Stammhaus in München. Zu den Kernkompetenzen gehören Handel, Logistik sowie ergänzende Dienstleistungen in den Marktsegmenten Agrar, Bau und Energie. Die Produktpalette der Landtechnik beispielsweise reicht von der Land- und Forsttechnik samt Milch- und Fütterungstechnik, Kommunaltechnik, dem Bau von Ställen, Stalleinrichtungen sowie sonstigen Anlagen zur Gewinnung regenerativer Energien wie Biogas bis hin zum landwirtschaftlichen Fachbedarf mit sämtlichen Ersatzteilen. Im Zentrallager Schweinfurt werden auf mehr als 100.000 Lagerplätzen rund 85.000 unterschiedliche Artikel für den Spezialbedarf aus der Land-, Forst- und Kommunaltechnik verwaltet. Rund 30 Mitarbeiter versorgen mehr als 230 Werkstätten und rund 500 mobile Serviceeinsatzfahrzeuge sowie Endkunden. Erhält das Ersatzteil-Zentrallager kurzfristig die Bestellung für ein Ersatzteil zur Instandhaltung einer Landmaschine oder zur Reparatur eines Ernte- oder kommunalen Nutzfahrzeugs, so erfolgt die Anlieferung am nächsten Tag. Für den schnellen Zugriff auf das Sortiment mit nahezu 6.000 unterschiedlichen Kleinteilen sorgt neuerdings ein kompaktes Rotomat-Lagersystem.

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Umlaufprinzip reduziert Kommissionierzeit

Im Umlaufregal bieten die Multifunktions-Tragsätze auf den Tablaren eine variable Inneneinrichtung für die unterschiedlichen Ersatzteile. Eine individuelle Anpassung der Tragsätze erfolgt mit den in den Rasterstanzungen eingehängten Zwischenböden und verstellbaren Trennteilern. Dadurch sind mit jeweils zwei herausnehmbaren Zwischenböden auf den 22 Multifunktionstragesätzen 66 Regal-Ebenen im Umlauflager realisiert. Auf jeder Ebene sind 24 Lagerkästen untergebracht, die mit Querteilern in kleinere Lagerfächer unterteilt und mit einem Barcode ausgestattet sind. In rund 1.500 Lagerboxen liegen vor Licht und Staub geschützt Vergaser-Ersatzteile, kleinste Kupplungen, Dichtungen und Zündkerzen sowie Ersatzteile für Erntefahrzeuge und Traktoren. Durch die kompakte Bauweise des Umlauflagers und Nutzung der gesamten Hallenhöhe ließ sich die benötigte Fläche auf ein paar Quadratmeter reduzieren. Teure Stellfläche konnte eingespart werden. Und durch die schnelle Kommissionierung nach dem Prinzip "Ware zum Menschen" erfolgt der Zugriff schnell. Außerdem ist das Kleinteil-Artikel-Sortiment im geschlossenen Umlauflager sicher untergebracht.

Das Umlauflager macht die Abläufe flexibel und transparent. Derzeit werden die Kommissionierungen im „Batch“ durchgeführt – 600 Aufträge binnen acht Stunden täglich. Bis zu 70 Aufträge werden dabei auf dem Etikettendrucker gedruckt. Mit dem über eine USB-Schnittstelle installierten Barcodescanner werden im Netzwerk der Baywa die Auftragsdaten eines Aufklebers in der Lagerverwaltung des SAP-Systems in München elektronisch erfasst. Die Kommissionierung erfolgt per Tastendruck über der Entnahmestelle in der Reihenfolge der Lagerplätze und in einer Umlaufrichtung. Mit der Ethernet-Schnittstelle lässt sich das Paternoster-Lagersystem auch direkt vom SAP-System ansteuern – mit dieser lückenlosen Integration in die Datenverarbeitung erübrigt sich eine manuelle Steuerung mit der Tastatur.

Transparente Lagerhaltung und schnelles Auffinden

Mit dem Scannen des Barcodes eines Aufklebers erfolgt die Anzeige der Auftragsdaten, Menge, Artikelnummer, Artikelbezeichnung, Paternosterebene, Lagerbox sowie Lagerfach auf dem Display des Scanners. Durch Scannen des Lagerplatzes signalisiert SAP, ob der richtige Lagerplatz angesteuert worden ist. Nach der Entnahme bestätigt der Kommissionierer in einer zweiten Sicherheitsstufe durch die Zahleneingabe auf der Scanner-Tastatur die entnommene Artikelmenge, die anschließend von der Lagerverwaltung überprüft wird. Im nächsten Schritt werden die zusammengestellten Artikel in Tüten verpackt, mit dem Etikett versehen und dem richtigen Kommissionierauftrag im Versand zugewiesen.

Durch diese transparente Lagerhaltung und hohe Zugriffsgeschwindigkeit im Paternoster werden einzelne Kleinteil-Artikel auf Anhieb gefunden und können schnell ausgeliefert werden. Blindbestände lassen sich abbauen und somit Lagerkosten senken.

pb

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