Lagertechnik

Zeltlager

Eine effiziente Logistikkette beeinflusst den Erfolg einzelner Produkte oder ganzer Unternehmen. Zeit ist schließlich Geld. Insbesondere die Lagerung von Rohstoffen, Zwischenerzeugnissen oder Fertigprodukten stellt klein- und mittelständige Unternehmen vor die Frage, welche Raumlösung die kostengünstigste darstellt. Reicht der Platz für die eigenen Unternehmensaktivitäten nicht mehr aus, wählen Firmen im Zuge einer Betriebsausweitung hierzulande zumeist zwischen einer festen Immobilie und einer temporären Zeltvariante. Gegenüber Lager- und Produktionsstätten aus Stahl und Beton überzeugen Zeltlager- und Leichtbauhallen durch Kosten mindernde Steuervorteile und flexible Einsatzmöglichkeiten.

"In der rohstoffintensiven Stahlindustrie entscheidet ein effizienter Materialfluss von Roh- und Zuschlagstoffen über eine rentable Produktion", sagt Tom Klopotek von Glovcewski. Für die produktionsnahe Lagerung von Rohmaterialien, Zwischenerzeugnissen und Legierungsmitteln entschied sich der technische Einkäufer der Arcelor-Mittal bewusst für eine temporäre Zeltvariante.

So lagern auf dem Bremer Werksgelände des Stahlkonzerns nicht wetterbeständige Güter für die Stahlproduktion in modernen Zeltlagerhallen. Im Vergleich zu festen Bauten verursachen die Zelt- und Leichtbaulösungen geringere Investitionskosten und ermöglichen dem Stahlproduzenten ein Höchstmaß an Flexibilität.

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"Gegenüber herkömmlichen, immobilen Hallen sparen wir dank der temporären Zeltvariante die Grund- und Vermögenssteuer und setzen die getätigten Aufwendungen als Betriebsausgabe ab", beschreibt Klopotek die Vorteile der Zelthallen. Der Einkäufer entschied sich zudem aufgrund der kurzen Bauzeit für die aus Stahlstreben und Polyestergewebe gefertigte Zeltvariante. Innerhalb von sieben bis zehn Tagen nach Auftragserteilung, so Klopotek, sei eine Halle bezugsfertig. Dank der modularen Bauweise passen Richtmeister und technischen Konfektionäre die vielseitigen Mehrzweckhallen quadratmetergenau an Umgebung und Lagererfordernisse an. LKW-Einfahrten, Fenster, Flucht- und Personaltüren sowie Schiebetore und Lichtkuppeln runden die Einsatzmöglichkeiten moderner Zeltlager- und Leichtbauhallen ab.

"Bei der Frage nach variablen Zelt- oder festen Betonimmobilien wissen zahlreiche Unternehmen oftmals nicht von den enormen Kosten- und Einsatzvorteilen moderner Zeltlösungen", sagt Frank Busche. Der 51-Jährige leitet seit 30 Jahren das auf Zelt und Hallenbau spezialisierte Familienunternehmen Busche Zeltanlagen mit Sitz im nordrhein-westfälischen Sprockhövel und in Ilberstedt in Sachsen-Anhalt. "Dabei profitieren produzierendes Gewerbe, Logistikbetriebe, Industrie und Handel aus finanzieller, unternehmerischer und logistischer Perspektive gleich mehrfach von der Zeltlager- und Leichtbauvariante". In den Unternehmen, weiß Busche, entscheiden neben dem finanziellen Kostenvorteil der geplante Zeitraum der Nutzung, die Produktbeschaffenheit sowie die Lagerbedingungen darüber, ob eine mobile Zeltvariante oder eine robuste Leichtbauhalle in Frage kommt. Die Leichtbaulösung mit einer Spannweite von bis zu 30 Metern ermöglicht im Gegensatz zu den flexiblen Zelten dank eines Stahldaches und moderner Dach- und Wanddämmung eine konstante Raumtemperatur. bw

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