Vollautomatisches Behälterlagersystem

Logistisch durchdacht

sollte das neue Versandwesen einer Metallwarenfabrik sein, damit die Kunden schnell, rationell und wirtschaftlich bedient werden können. Dort werden sowohl Normteile für die Wälzlagerindustrie als auch Drehteile nach Kundenzeichnungen hergestellt. Das sind insgesamt mehr als 1.000 unterschiedliche Teile von 0,019 Gramm bis 14 Kilogramm. Das überzeugende Ergebnis ist ein vollautomatisches Behälterlagersystem einschließlich Steuerung, Materialflussrechner und Lagerverwaltungssystem, das von MFI als Generalunternehmer realisiert wurde. Eine maßgeschneiderte Lösung, für die aber fast ausschließlich Standardkomponenten und –systeme eingesetzt wurden. Die Anlage wurde als automatisches Kleinteilelager mit zwei Gassen ausgeführt. Sie hat eine Kapazität von 6.074 Stellplätzen im Einzelzugriff und wird von zwei Regalbediengeräten ver- und entsorgt. Transportiert, gelagert und vorgehalten werden die Teile in speziell gefertigten Stahl-Gitterkörben mit Metallplatte, auf der ein Barcode aufgebracht ist. Diese „waschmaschinensichere“ Ausführung war für den vollautomatischen Durchlauf mit den Funktionen‚ Teile waschen und konservieren, wiegen, zählen und einlagern, erforderlich. Das Lagersystem übernimmt in Mehrfachfunktion zwei unterschiedliche Aufgaben. Eine besteht in der Bevorratung von sortenrein in den Gitterkörben aufbewahrten Teilen. Bei der zweiten geht es um die Pufferung von Komponenten und Baugruppen, die aus mehreren Teilen bestehen und vor der Auslieferung noch montiert werden müssen. Und das funktioniert gut - das Ergebnis kann sich sehen lassen. Pro Tag erfolgen mehr als 1.000 Zugriffe. Auch Kleinstmengen können abgerufen und flott auf den Weg gebracht werden. 24-Stunden-Service ist selbstverständlich. Was bis 14 Uhr bestellt wird, geht noch am gleichen Tag raus. Diese Reaktionsfähigkeit wird immer wichtiger, da Kunden, die früher einmal im Monat Ware orderten, jetzt dreimal pro Woche kleine Mengen des gleichen Artikels bestellen. rd

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