Verpackungsmaschinen

Schneller ohne Kontakt

Berührungslose Kraft- und Datenübertragung
TLM-F44-Pickerlinie mit eingebauter Fuji-Flowpackmaschine. Die sechs Roboterarme können bis zu 500 Produkte in die kontinuierlich laufende Transportkette der Flowpackmaschine einlegen. (Fotos: Schubert)
TLM-Verpackungsmaschinen aus Crailsheim „leben“ vom schnellen Werkzeugwechsel. Der soll bald automatisch geschehen – eine Errungenschaft, die künftig große Veränderungen bei Verpackungsmaschinen hervorrufen wird.

Schubert hat erstmals die kontaktlose Steuerungsankopplung von Werkzeugen an die TLM-Roboter vorgestellt. Herkömmliche Steckverbindungen haben eine Lebenserwartung von rund 1.000 Steckvorgängen; zudem wird dies manuell ausgeführt. Bei den seit Januar 2008 angebotenen Maschinen und Anlagen muss kein Stecker mehr gezogen oder gesteckt werden, wenn ein Werkzeugwechsel anliegt. Das spart in der Summe bei der durchschnittlichen Verpackungsmaschine sechs bis acht Minuten an Umstellzeit und eliminiert etwaige durch Wackelkontakte hervorgerufene Steuerungsausfälle. Die Kommunikation zwischen Werkzeug und Maschine findet kontaktlos statt. Diese Steuerungsankopplung ist eine der Vorstufen zum automatischen Werkzeugwechsel.

Das in Crailsheim entwickelte Koppelelement ist ein zylindrisches Teil mit einer Länge von 60 Millimetern und einem Durchmesser von 50 Millimetern; es hat eine eigene „Intelligenz“ und ist als aktiver Teil im TLM-F2-Roboter vorhanden. Das passive Gegenstück gleicher Größe sitzt jeweils im Werkzeug und ist mit einem fest eingestellten Code ausgestattet, der nur einmal vergeben wird. Wenn sich ein Werkzeug seinem Roboter nähert, erwacht es aus seiner Passivität und koppelt sich an den Roboter an. Der Roboter prüft dabei, ob das Werkzeug zum Auftrag passt und sorgt für den Datenaustausch mit der Steuerung. Wird ein Werkzeug vom Roboter getrennt, schaltet es automatisch ab.

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Der Koppler ist sowohl eine erhebliche Arbeitserleichterung beim manuellen Umstellen als auch die Voraussetzung für den automatischen Werkzeugwechsel, der in absehbarer Zeit bei TLM-Verpackungsmaschinen ansteht. Elektrisch kann der Koppler 45 Watt Leistung übertragen und als CAN-Bus-Schnittstelle Daten übertragen.
Das Unternehmen aus dem „Packaging-Valley“ hat außerdem die TLM-PK-Maschine vorgestellt. „PK“ steht für Partnerkomponente und heißt: im TLM-Maschinensystem sind Komponenten von Partnerfirmen integriert. Zum Beispiel bei einer Fuji-Schlauchbeutelmaschine – eine so genannte Flowpackmaschine – die in ein TLM-Maschinensystem zum Verpacken von Schokoladeriegeln integriert ist. Folglich kann ab sofort eine Fuji-Schlauchbeutelmaschine innerhalb einer Schubert-Verpackungsanlage bestellt werden, die komplett in das TLM-System integriert ist. Die Aufschrift „Fuji“ auf dem TLM-Maschinengestell weist darauf hin, dass Fuji für Ersatzteile und Service zuständig ist.

Die größten Innovationen von Schubert betreffen den Steuerungsbau. Dem Marktführer von Top-Loading-Maschinen ist es gelungen, die Anzahl der Bauteile eines Steuerungsrechners von früher 3.000 auf heute 900 zu reduzieren. Das hat die Verfügbarkeit der Steuerung um den Faktor 3 nach oben gebracht. Schubert Verpackungsmaschinensteuerungen (VMS) garantieren jetzt eine mittlere Betriebsdauer zwischen Ausfällen („Mean Time Between Failures“) von 45 Jahren. Demnach fällt eine Schubert Steuerung – wenn überhaupt – erst nach 45 Jahren aus. PR/pb

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