Spedition

Alles im Blick

Durchgehende Packstückverfolgung in der Umschlaghalle
Über den Bildschirm lassen sich alle Kameraeinstellungen verfolgen.
Ungeklärte Sendungsverluste sind nicht nur ärgerlich. Da hilft ein intelligentes Videosystem, das alle Sendungen sieht und kennt.

Der Fuhrpark von Schmidt-Gevelsberg umfasst 80 Fahrzeuge und 120 Wechselbrücken, einem mittelständischen Logistik-Unternehmen in Schwelm. Eine neue Umschlaghalle mit 88 Verladetoren, ausgerüstet mit einem Tracking & Tracing Videosystem, ist hier im Sommer 2005 in Betrieb gegangen. 130 Kameras überwachen die Halle lückenlos. Jede Sendung, die durch eines der Tore in die Umschlaghalle gelangt, wird sofort gescannt. Der Scanner ist mit einem Videosystem verbunden; die gescannten Packstücknummern sind mit den Videoaufzeichnungen quasi verheiratet.

Auf den Aufzeichnungen der Torkameras wird ein Marker gesetzt mit dem Zeitpunkt der Scannung und der Sendungsnummer. Die Video-Überwachung schließt die letzte Lücke im Tracking & Tracing-System CEPRA II, das Active Logistics in Koblenz entwickelt hat. Die über die gesamte Halle verteilten Kameras lassen das Packstück nicht mehr aus den Augen, bis es den Ausgangsscan hinter sich hat und auf die Ausgangsrelation verladen ist. Damit das von der Eseg e.u.r.o. Security group – einem auf Videomanagementsysteme für Qualitätssicherung und Ablaufoptimierung spezialisierten Unternehmen – gelieferte System effektiv eingesetzt werden kann, waren einige bauliche und organisatorische Maßnahmen notwendig: Die Bereiche, in denen Fremdfahrer zum Abfertigungsbüro gehen, sind mit Zäunen von der eigentlichen Halle abgetrennt. Ferner gibt es die strikte Anweisung, dass nur Sendungen entladen werden dürfen, die sofort gescannt werden können. Für die Fälle, in denen der Versender die Bekabelung ablehnt, stehen Drucker an bestimmten Toren bereit, wo Barcodes gedruckt und auf die Packstücke geklebt werden können.

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Die Verheiratung von Scan und Videosequenz ist im Eseg-System durch die dynamische Ortung des Scanners möglich. So kann das Scan-Signal genau der Kamera zugeordnet werden, in deren Sichtbereich der Scanner und damit auch das Packstück gerade befindet. Ist der letzte Scan des gesuchten Packstücks gefunden, kann genau verfolgt werden, was mit dem Packstück passiert ist. In einer weiteren Ausbaustufe könnte man die Transportmittel – Stapler oder Gabelhubwagen – mit aktiven Transpondern ausstatten und so den Weg des Packstücks durch die verschiedenen Aufnahmebereiche der Kameras automatisch verfolgen. Bis dahin müssen die Blickwinkel jedoch noch von Hand gewechselt werden. Und weil die Kamerawinkel sich überschneiden, kann man im Split-Screen-Modus die Sendung sogar aus mehreren Perspektiven am Bildschirm verfolgen. Dass eine gescannte Sendung einfach verschwindet, ist mit dieser Technik beinahe unmöglich. pb

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