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LagertechnikRetrofit im Hochregallager virtuell getestet

Heitec-Retrofit-Hengstenberg-Hochregallager

Heitec, Artschwager & Kohl und PSI modernisierten und automatisierten das Hochregallager des Nahrungsmittelherstellers Hengstenberg in Bad Friedrichshall im laufenden Betrieb. Dazu testete Heitec vorab Leitsystem sowie die Steuerungs- und Automatisierungstechnik auf Basis von virtuellen Modellen.

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Optimierungssoftware Orion-PIVerpacken mit System

Optimale Kartongrößen durch Szenarienrechnung
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Optimierungssoftware Orion-PI: Verpacken mit System
Tägliches Thema beim Versand ist die optimale Verpackungsgröße. Immer wieder geht es um das ideale Kartonsortiment, die Auswahl bestmöglicher Kartons für einzelne Aufträge und das optimale Packschema. Eine Software zeigt Optimierungspotenziale.

Vorausschauende Optimierung von Kartongrößen beginnt, bevor ein Auftrag die Packerei erreicht – mit der Bestimmung des optimalen Verpackungssortiments. Die Entscheidung, wie viele verschiedene und welche Kartongrößen für die Kundenaufträge eingesetzt werden, erfolgt idealerweise in regelmäßigen Abständen. Dabei sind mehrere Einflussfaktoren zu berücksichtigen: Artikelsortiment, Bestellprofile, logistische Rahmenbedingungen, Portokosten und Versandfähigkeit. Regelmäßig über eine Veränderung des Sortiments nachzudenken ist sinnvoll, und mögliche Optimierungspotenziale müssen mit den Kosten der Umstellung abgewogen werden. Im Bereich der Textilindustrie beispielsweise, die im Winter Aufträge mit durchschnittlich größerem Volumen (dicke Winterjacken) und im Sommer eher kleinvolumige Aufträge (dünne Sommerkleider) verschickt, kann sich ein saisonabhängiges Kartonsortiment rechnen.

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Versandhäuser mit konstantem Produktangebot und Bestellverhalten ihrer Kunden ziehen aus einer langfristigen Bestimmung des Verpackungssortiments deutliche Vorteile. Die Auswahl des Sortiments beeinflusst Effizienz und Gesamtkosten eines Distributionszentrums. Wichtige Kriterien für die Ermittlung der optimalen Kartongrößen und der Zusammensetzung des Verpackungssortiments sind typische Bestellprofile, Artikelstammdaten wie Abmessungen und Gewicht, Kosten für Material und Versand sowie Informationen über den betrachteten Zeitraum.

Moderne Softwarelösungen können für verschiedene Verpackungssortimente jeweils resultierende Kostenszenarien berechnen – basierend auf Stammdaten und Szenarien für häufig auftretende Auftragsprofile. Dabei wird vorausgesetzt, dass die jeweils angenommene Verpackungsvorschrift effektiv und kostengünstig mit den Kartoninhalten bestückt wird. Aus sämtlichen Angaben kann das günstigste Kartonset bestimmt werden. Schnelle und leistungsfähige Algorithmen machen die Szenarienrechnung möglich; optimale Packungsschemata von mehreren zehntausend Aufträgen sind binnen weniger Minuten ermittelt. Ein Beispiel: Bei einem Auftragsvolumen von 10.000 Kartons pro Tag und einer durchschnittlichen Kostenreduktion von 0,1 Euro pro Karton aufgrund des neuen Kartonsortiments ist eine Ersparnis von 1.000 Euro am Tag möglich. Das sind im Jahr 220.000 Euro. Aufgrund des optimalen Verpackungssortiments für Auftrags- und Artikelstammdaten können die Kartons stärker befüllt und effizienter genutzt werden. Tagtäglich gibt es hierdurch Einsparungen bei Material-, Porto- und Versandkosten.

Die Bestimmung des optimalen Verpackungssortiments bringt langfristige Vorteile. Kurzfristig greift schon die Auswahl der geeigneten Versandeinheit für einen jeweils konkreten Auftrag. Im Rahmen einer intelligenten Serienbildung können moderne Softwarelösungen aus dem vorhandenen Verpackungssortiment geeignete Einheiten für jeden Auftrag auswählen. Packdichte und Portokosten werden so optimiert. Außerdem beeinflusst die Aufteilung von Aufträgen auf verschiedene Versandeinheiten das Transportaufkommen auf den Förderstrecken des Distributionszentrums. Leistungsfähige Optimierungsalgorithmen ermitteln noch vor dem eigentlichen Kommmissionierprozess, also direkt nach Auftragseingang, die optimale Zusammenstellung der Aufträge auf Kartons oder Paletten sowie deren optimale Größe. Basis der Berechnung sind Volumen, Abmessungen und Gewicht der einzelnen Artikel. Die Ermittlung der optimalen Versandeinheit basiert dabei auf der Berechnung des bestmöglichen Packschemas je Auftrag.

Das Distributionszentrum von Avon Kanada beispielsweise nutzt für die Abwicklung der täglich 5.000 Bestelllungen mit 400.000 bis 500.000 Artikeln die Optimierungssoftware Orion-PI des Münchner Technologieunternehmens Axxom. Die Software nimmt als Kalkulationsbasis Volumen, Maße und Gewicht der Artikel. Der Bin-Packing-Algorithmus ermöglicht die realistische Abbildung und Optimierung der Verpackungsprozesse. Dieses Vorgehen garantiert eine optimale Auswahl und Bestückung der Versandeinheiten und sorgt für eine gleichmäßige Gewichtsverteilung im Karton oder auf der Palette. Gleichzeitig ermöglicht die Software eine Reduzierung der zugehörigen Material-, Porto- und Transportkosten. Der zeitliche Rechenaufwand bleibt minimal: Es können Serien von 30.000 Aufträgen in weniger als zwei Minuten bearbeitet werden. Praxisanwendungen zeigen, dass das Transportaufkommen auf den Förderstrecken allein durch die Optimierung der Zahl der Versandeinheiten um 15 Prozent verringert werden konnte. PR/pb

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