Transportlogistik

Mandantenfähige Materialflusslösung

Sysmat aus Mainhausen hat sich auf die Entwicklung von modularen, frei parametrierbaren Standard-Materialfluss­lösungen spezialisiert. Die modular konzipierten Softwaresysteme können leicht in bestehende Strukturen integriert werden und eignen sich daher gut für das Ablösen veralteter Materialfluss-Software – wie etwa im schweizerischen Distributionszentrum von DHL Solutions, wo Sysmat eine veraltete Software durch die Materialflusslösung Matcontrol ersetzt hat. Der Betreiber ist damit nun in der Lage, ein mandantenfähiges Warehouse-Management-System (WMS) zu nutzen und das Logistikzentrum aus Hochregallager und automatischem Kleinteilelager zu einem Multi-User-Warehouse auszubauen.

Anfang 2005 übernahm DHL von der Bosch-Tochtergesellschaft Scintilla ein Lager in Derendingen. Dort lagert DHL nicht nur die Halbfabrikate für die Bosch-Elektrowerkzeugfertigung, sondern über­nimmt auch die Just-in-time-Lieferung der Halbfabrikate an die Produktionsstraßen von Scintilla in Zuchwil, ab Ende 2005 dann auch für die Prosuktion in Derendingen. Darüber hinaus wird am Standort Derendingen das umfangreiche Lagerlogistikgeschäft des Kunden ­Swisscom Fixnet integriert. Um auch die Swisscom-Produkte in diesem Lager bevorraten und langfristig auch noch weitere Kunden versorgen zu können, wurde die alte Logistikplattform aufgegeben, weil das alte Warehouse-Management-System nicht mandantenfähig war.

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Bei der bestehenden Witron-Anlage, mit der Scintilla das Lager bis Ende 2004 bewirtschaftet hatte, musste zunächst eine neue Materialflusssteuerung implementiert werden. An sie wurde das Hochregallager mit sieben Gassen, das automatische Kleinteilelager mit drei Gassen sowie insgesamt acht Verschiebewagen, sechs I-Punkte und 18 Kommissionierplätze angebunden wurden. Die besondere Herausforderung bei Witron-Anlagen lag darin, dass jeder Kreuzungspunkt und jeder Abbiegepunkt von der Steuerung einzeln angesprochen werden muss. Um den laufenden Betrieb des Logistikzentrums nicht zu stören, fanden sowohl die Tests als auch die Inbetriebnahme der Materialflusslösung Matcontrol lediglich an Wochenenden statt, und dennoch waren die Arbeiten innerhalb von fünf Monaten abgeschlossen. Anschließend war das Lager IT-technisch so vorbereitet, dass es vom Lagerverwaltungssystem über die Steuerung direkt angesprochen werden konnte. In einer breit angelegten Ausschreibung entschied sich das Projektteam gemeinsam mit dem Warehouse-Management-Spezialisten Logo-Team aus Karlsruhe, das Lagerführungssystem LFS 400 von Ehrhardt und Partner einzuführen. Um die Inbetriebnahmezeiten auf ein Minimum zu begrenzen, wurde bei der Implementierung das Lagerverwaltungs-Test-Tool Matsimu von Sysmat eingesetzt. Mit seiner Hilfe konnten die WMS-Experten von Ehrhardt + Partner von Deutschland aus online testen, ob die Schnittstellen zwischen LFS 400 und der Materialflusssteuerung in dem Lager in der Schweiz funktionieren.ho

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