Logistikvalley Dortmund

„Logistikvalley“ Dortmund

Eine vernetzte Region im Wandel
Mit dem kalifornischen Silicon Valley assoziiert man Silizium, Chipherstellung, Computertechnik, Software-Entwicklung, Kommunikation und Information. Sind erst einmal erfolgreiche industrielle Kerne entstanden und haben sie eine „kritische Masse“ erreicht, ziehen sie wie ein Magnet weitere Unternehmen an. Den Erfolgsgeschichten dieser Firmen ist gemein, dass sie untereinander stark vernetzt sind. Auch in anderen Teilen der Welt gibt es diese „Kondensationskerne“, zum Beispiel Mitten im Herzen des Ruhrgebiets, im „Logistikvalley“ Dortmund.

Wo einst Kohle, Stahl und Bier die Landschaft prägten, kennzeichnen heute vor allem zwei Schwerpunkte die Region Dortmund: der physische Warentransport – also die klassische Logistik – sowie die IT. Mit über 1.000 Transport- und Logistikunternehmen in der Region entwickelte sich das östliche Ruhrgebiet zu einer Drehscheibe eines Wirtschaftssegments, das durch den Einsatz moderner Informationstechnologie eine rasante Entwicklung durchlebt. Mit mehr als 6.300 Studierenden in IT-Fachbereichen und der engen Verknüpfung zwischen Informationstechnologie und Logistik gehört die Westfalenmetropole schon heute zu den erfolgreichsten Logistikstandorten Deutschlands.

Aufbauend auf diesem Potenzial soll das Wachstum in dieser Zukunftsbranche weiter angeregt und so neue Arbeitsplätze geschaffen werden. Beim Aufbau neuer Industrien durch Innovation und Forschung fördert die NRW-Landesregierung speziell die E-Logistik, die IT-gestützte Logistik im E-Port-Dortmund. Hier ist der richtige Ort für Aus- und Neugründungen sowie die Ansiedlung ausländischer Hightech-Unternehmen. Weil die Bedeutung der E-Logistik weiter zunehmen wird, sind gute Wachstumschancen sowohl für Hersteller von Logistiksoftware als auch für die Logistikbranche gegeben.

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Für das Erreichen dieser Ziele müssen auch die Ausbildung und Forschung auf internationalem Niveau erfolgen. Erstklassige Adressen sind unter anderem die Universität Dortmund mit ihrem Fachgebiet Logistik und das Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik IML. Bereits heute offerieren die Universität und die FH Dortmund das größte Informatik-Lehrangebot in Deutschland. Das neu gegründete IT-Center Dortmund bildet außerdem jedes Jahr 60 Studierende zu IT-Professionals aus. Rund um die Universität entstand ein riesiger Technologiepark, wie man ihn in Deutschland wohl kaum ein zweites Mal finden kann. Die hier angesiedelten Unternehmen sind untereinander, mit den Bildungseinrichtungen und der Wirtschaftsförderung sehr intensiv vernetzt. Derzeit arbeitet etwa jeder sechste Mitarbeiter im Technologiepark Dortmund an der Entwicklung oder Implementierung von Logistiksoftware, zum Beispiel für die Lagerverwaltung oder optimierte Fahrtenplanung.

Eine wesentliche Aufgabe des Dortmund-Project besteht darin, die Stadt zu einem modernen Wirtschaftsstandort zu machen – mit einem attraktiven Arbeits- und Lebensumfeld und hohen infrastrukturellen Standards. Das ehemalige Hochofengelände Phoenix West wird zu einem Zentrum der Softwareentwicklung und Mikrosystemtechnik umgewandelt. Gleichzeitig entsteht hier ein moderner Kulturstandort, den eine 37 Hektar große Gewässerlandschaft mit hochwertigen Wohn- und Freizeitflächen auf dem Areal von Phoenix Ost ergänzt.

Bei der Diskussion um Strukturförderung bezeichnete Bundesverkehrsminister Stolpe das nördliche Ruhrgebiet unlängst als „Problemzone“. Die Arbeitslosequote liegt hier bei etwa 15 Prozent. Daher bildet die Steigerung des Beschäftigungsniveaus ein sehr wichtiges Ziel. Durch die enge Kooperation zwischen Privatwirtschaft und öffentlich-rechtlichen Einrichtungen sollen nach Experten-Schätzungen bis zu 70.000 neue Arbeitsplätze entstehen: 34.000 im Bereich IT sowie E-/M-Commerce, 16.000 in der Mikrosystemtechnik, 10.000 in bereits etablierten Branchen und weitere 10.000 als natürliche Folge dieses Wirtschaftswachstums. Selbst wenn nur ein Teil diese ehrgeizigen Ziels erreicht würde – es wäre bereits ein gigantischer Erfolg! Gunthart Mau

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