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Metallwaren

Puffer hat noch Luft

Schneller Durchlauf für Besteck mit Hochleistungslager HDS
Visualisierung des Quickstore HDS
Bei WMF gab es von 2005 bis 2007 eine Umsatzsteigerung um erfreuliche 24 Prozent. Aber sie machten eine leistungsfähigere Automatisierungstechnik in der Lagerlogistik nötig. Das Unternehmen hat deshalb ein hocheffizientes Quickstore High Dynamic Storage (HDS) eingeführt.



Der Markenanbieter für hochwertige Bestecke, Kochgeschirre, Tafelgeräte, Schneidwaren und Kaffeemaschinen unterhält moderne Fertigungsstätten am zentralen Produktionswerk in Geislingen. Hier entstehen auch Produkte nach kundenindividuellen Wünschen, Teile für Geräte der Medizin, der Automobilindustrie, den Werkzeugbau, Sondermaschinenbau sowie Gesenk- und Formenbau. Der baden-württembergische Standort ist Zentrum der Konzernlogistik über das Kerngeschäft hinaus. Über das vom Logistikdienstleister proLOG betriebene Lager werden neben typischen WMF-Produkten auch Waren weiterer Firmen des Konzerns gelagert und kommissioniert – in Pakete an verschiedenen Orten. Eine Vorberechnung der einzusetzenden Kartongröße geschieht im Lagerverwaltungssystem. Durch die Nutzung mehrerer Lagerbereiche entstand die Notwendigkeit einer Konsolidierung der Pakete: Erstens wegen der zeitlichen Pufferung, weil Kommissionieranteile aus unterschiedlichen Lagerbereichen unterschiedliche Kommissionierzeiten beanspruchen oder zu unterschiedlichen Zeiten abgearbeitet werden. Zweitens waren die Versandkosten zu reduzieren. Das sollte durch systematisches Verdichten der Pakete aus einzelnen Teilbereichen ermöglicht werden. Wenn alle zu einer Lieferung zugehörigen Pakete den Konsolidierbereich erreicht haben, sollten diese schnellstmöglich verdichtet und zeitnah verladen werden können. Die Anforderung war also ein Pufferlager zur Konsolidierung, das möglichst leistungsstark und schnell kommissionierte Kartons ein- und zur Verpackung wieder auslagern kann. Ein bereits vorhandenes AKL reichte zu diesen Zwecken nicht mehr aus.

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Schneller Zugriff auf eingelagerte Pakete war Grundvoraussetzung des Projekts. Vanderlande als Generalunternehmer realisierte eine Anlage unter Einsatz eines Quickstore HDS. Das Lager ermöglicht Produktivitätssteigerungen und Hochleistungskommissionierung bei zugleich optimaler Nutzung der verfügbaren Fläche. Vanderlande lieferte die Fördertechnik und das gemeinsam mit Beewen entwickelte Quickstore HDS, SIT stattete die Fördertechnik mit Steuerungen aus, Bito lieferte die Regale und die GDV Kuhn sorgte für die Realisierung eines Materialflussrechners (MFR) namens Probas, der die angebundene Fördertechnik und das HDS steuert und die Schnittstelle zum überlagerten Lagerverwaltungssystem herstellt. Dabei übernimmt der MFR auch die Platzverwaltung für diesen Lagerbereich. Das Hochleistungslager arbeitet innerhalb der Gasse mit drei Shuttles. Die Plätze im Regal sind vereinheitlicht auf eine Größe, was der Geschwindigkeit und Flexibilität nutzt. Auf insgesamt sechs Ebenen werden Kartons auf Tablaren gelagert, wobei ein Shuttle jeweils zwei Regalebenen ver- und entsorgt. Aus anderen Lagerbereichen kommissionierte Kartons gelangen auf Tablaren automatisch zur Einlagerung in den Puffer mit seinen insgesamt 612 Stellplätzen – Durchsatz und Leistung des Systems machen diese relativ geringe Zahl an Lagerplätzen möglich. Zum Quickstore HDS gehört neben den drei Shuttles eine Art Fahrstuhl mit Aufnahmemöglichkeit von zwei Tablaren zum Transport von ein- und auszulagernden Tablaren. Aktuell können zuverlässig 750 Aufträge mit mehr als 1.420 Packstücken am Tag das WMF-Pufferlager verlassen – das Quickstore HDS hat damit sein Limit aber noch nicht erreicht: Es ist in diesem Projekt für 300 Ein- und 300 Auslagerungen je Stunde, also 600 Fahraufträge innerhalb einer Gasse, ausgelegt. WMF könnte also noch weiter zulegen. PR/pb

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