Lager und Logistik

Integriertes ­Kommissionierkonzept

Robotertechnik in der Intralogistik
Der kombinierte Einsatz von Förder- und Robotertechnik bei Siemens L&A ermöglicht als integriertes Kommissionierkonzept die fehlerfreie Bereitstellung von Waren. Das System eignet sich besonders für die Lebensmittelbranche zur Kommissionierung gemischter Paletten. Steuerungs- und Antriebstechnik von Siemens A&D sorgen für das reibungslose Zusammenspiel von Förderstrecke und Roboter-Pickvorgang.

Mit ihrer integrierten Kommissionierzelle mit Fördertechnik und Robotertechnologie bietet Siemens, Bereich Logistics and Assembly Systems, eine an kundenspezifischen Forderungen orientierte Intralogistiklösung an. Artikelreine Vollpaletten werden im Ausgangszustand zugeführt und per Barcode oder RFID identifiziert. Die sortenreinen Paletten werden entsprechend der Kundenaufträge depalettiert – in einer vorab per Software berechneten Reihenfolge. Dadurch wird eine stabile Kundenpalette mit bestmöglicher Ausnutzung des Volumens erreicht, bei gleichzeitiger Beachtung der Stapelfähigkeit der einzelnen Produkte. Nach Zusammenführung der Gebinde aus verschiedenen Kommissionierbereichen erfolgt die Palettierung auf die Kundenpalette.

Die Anlagensteuerung verfolgt die einzelnen Gebinde nach der Depalettierung über den gesamten Materialfluss. Dadurch ist im Zusammenspiel zwischen Anlagensteuerung und dem überlagerten Warehouse Control System (WCS) die lückenlose Rückverfolgbarkeit auf das einzelne Gebinde möglich. Das System erfüllt damit die Anforderungen zu einem detaillierten Tracking und Tracing nach der EU-Verordnung 178/2002 für die Branche „Food & Beverage“. Mit dieser Lösung sind Durchsatzquoten von mehr als 200 Kundenpaletten pro Stunde möglich. Ergonomie- und Arbeitsschutzaspekte machen den Einsatz der automatischen Kommissionierung zusätzlich interessant, weil das manuelle Handhaben von Getränkegebinden schwer und somit auf Dauer für den Menschen gesundheitlich belastend ist.

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Die komplette Informationsversorgung der Kommissionierzelle über die Anlagensteuerung und das WCS sorgen für die einfache, fehlerfreie und sichere Bearbeitung. Die Lösung ist kostengünstig und zuverlässig, weil keine optischen Systeme zur Gebindeerkennung bei dieser Variante notwendig sind. Das System eignet sich nicht nur für den Einsatz in der Getränkeindustrie, sondern kann überall angewandt werden, wo sich die Gebinde von ihrer Geometrie und Stabilität der Verpackung her durch Robotergreifer handhaben lassen. (gm)

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