Linearachse Uniline

Achsen als Lift

Linearführungen in automatischen Lager- und Kommissioniersystemen
Die kompakten Linearachsen der Uniline-Reihe bestehen aus einer Compact Rail-Rollenführung in einem biegesteifen Aluminiumprofil mit Standardmaßen. Die Kraftübertragung erfolgt mittels Zahnriemen. (Foto: Rollon)
Für einen zuverlässigen und sicheren Auf- und Abtransport einer Intralogistik-Anlage sorgen die Linearachsen Uniline.

Zu automatisierten Prozessen gehört stets auch ein Plan B: Kann ein Vorgang einmal nicht wunschgemäß ablaufen und ist kein Bediener an der Maschine, muss trotzdem sicher sein, dass weder ein unentdeckter Stillstand noch eine Schädigung der Werkstücke und Maschinen zu teuren Folgen führen kann. So läuft es jedenfalls bei P@P Picking Systems – Spezialist für Lagerautomatisierung besonders für das Handling von Kleinteilen. Die Anlagen werden in industriellen Anwendungen vor allem in der optischen Industrie eingesetzt, beispielsweise für die Brillengläserfertigung, aber auch in Krankenhäusern und große Einzelhandelshäusern. Bei P@P wird eine Turmanlage zur automatischen Werkzeugentnahme von einer intelligenten Warteschleife der Förderbänder unterstützt, auf denen die Objektträger bei den Werkzeugtürmen vorfahren. Die Warteschleife für unvollständige Behälter befindet sich über dem eigentlichen Laufband; für den zuverlässigen und sicheren Auf- und Ab-Transport der Behälter sorgen die kompakten Linearachsen der Serie Uniline von Rollon.

Wenn zum vollautomatischen Einlagern und Kommissionieren noch die intelligente Bereitstellung von Werkzeugen zur Unterstützung hinzukommt, ist die Lagertechnik weit vorangeschritten. Der Tower für das Kleinteile- und Toolhandling von P@P arbeitet genau an dieser Schnittstelle zwischen Bearbeitung und Lagerung. In einem oder mehreren Türmen sind Werkzeuge nach chaotischem System gelagert. Eine Fördereinheit transportiert Werkstücke – beispielsweise zu schleifende optische Linsen – in Auftragsbehältern auf einem Förderband. Nicht oder nicht vollständig mit Werkzeugen bestückte Auftragsbehälter werden angehoben und in eine erneute Bestückungsschleife gebracht. Diese Arbeitsschritte verhindern die Notwendigkeit manueller Nacharbeit; gewisse Fehler können die Anlagen sogar automatisch beheben. Vor diesem Hintergrund ist der störungsfreie Lauf besonders interessant. Eine Uniline-Achse der Größe 75 von Rollon fungiert als Auf-, eine andere als Ablift zwischen dem Transportband und der Warteschleife vor den Werkzeugtürmen. Uniline besteht aus einem biegesteifen Aluminiumprofil, das in die gängigen Konstruktionsraster passt, und einer Compact Rail-Führung.

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Bei den Anlagen von P@P liegt die noch akzeptable Zuverlässigkeit bei höchstens einer Störung pro Vierteljahr. Bislang musste noch keine der hier eingesetzten Rollon-Schienen aus Verschleißgründen ausgetauscht werden. Die Anlagen werden in so kleinen Stückzahlen gebaut, dass man schon fast von Sondermaschinen sprechen kann. In diesem Rahmen stellt sich dem Hersteller bei vielen Bauteilen die Frage des „make-or-buy“. Bei den Achsen als Lifte zwischen den Förderbändern für die Toweranlagen ist man bei der Uniline von Rollon mit einem Standardteil fündig geworden, das die Anforderungen erfüllt und auch in kleinen Stückzahlen wirtschaftlich ist. Für Zuverlässigkeit und Service bescheinigt P@P dem Linearführungs-Spezialisten eine Bestnote.

Uniline – kompakt und schnell

Uniline ist eine kompakte Linearachse mit den Kantenlängen 55 und 75 Millimeter, beim Typ A zusätzlich mit 40 und 100 Millimeter. Sie ist kompatibel zu den gängigsten Einbauprofilen. Die Achse besteht aus einer Compact Rail-Laufrollenführung in Verbindung mit einem biegesteifen Aluminiumprofil und einem stahlverstärkten Zahnriemen. Für die Anordnung der Führung im Inneren gibt es drei Varianten: Typ A ist eine Laufschiene mit T-Profil, direkt auf das Aluminiumprofil montiert, Typ C sind hochkant und parallel zueinander montierte Schienen mit einem T- und einem U-Profil – mit dieser besonderen Anordnung der Compact Rail-Reihe können Fertigungstoleranzen optimal ausgeglichen werden –, und beim Typ E wird zusätzlich zu einem T-Profil im Inneren eine außen liegende U-Schiene angebracht. Sonderausführungen können auch zwei außen liegende Schienen unterbringen.

Einfaches Aneinandersetzen der Führungsschienen ermöglicht Hübe bis mehrere Tausend Millimeter. Wahlweise bewegen sich auf den Profilen einer oder mehrere Läufer. Für die Aufnahme besonders hoher Lasten stehen auch verlängerte Läufer zur Verfügung. Alle Bauformen sind durch Abdeckbänder vor dem Eindringen von Staub und Schmutz geschützt. Zur Inbetriebnahme der einbaufertigen Systeme ist lediglich die Verbindung mit dem Antriebselement erforderlich, die in zwei Varianten möglich ist: Zum einen können Motor oder Getriebe mit vorstehender Welle direkt mit der Hohlwelle der Achse verbunden oder auf eine separate Welle mittels einer Büchse montiert werden, zum anderen ermöglicht die glatte Hohlwelle die Verbindung des Zahnrades mit der Motorwelle.

Linearachsen mit Laufrollenführungen sind gekennzeichnet durch geräuscharmen Betrieb. Im Vergleich zu kugelumlaufgeführten Systemen schaffen sie hohe Verfahrgeschwindigkeiten. Die Uniline leistet sichere Bewegung bei einem Tempo bis neun Meter pro Sekunde. Läufer und Zahnriemen sind werksseitig für spielfreien Betrieb vorgespannt. Als Option sind auch nachträgliche Spannungen einstellbar. PR/pb

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